Distrikt 1930Rotary vor Ort

Klimaneutral bis 2045?

von Georg Ganter | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

Distrikt 1930: Oberkirch Deutschlands Weg zur Klimaneutralität stand im Mittelpunkt eines RYLA-Seminars. Ein großes Interesse an dem Themahatte sich bereits in den zahlreichen Anmeldungen abgezeichnet

25 junge Erwachsene – einige bereits zum dritten Mal dabei – trafen sich gemeinsam mit dem RYLA-Team bei den Stadtwerken in Oberkirch. Zum Auftakt machte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Erik Füssgen, in seinem Begrüßungsvortrag deutlich, wie komplex die Transformation hin zur Klimaneutralität ist. Seine zentrale Botschaft zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Seminar: Mit den heute verfügbaren Technologien und dem bestehenden Wissen sei Klimaneutralität bis 2045 grundsätzlich erreichbar – unter den aktuellen Rahmenbedingungen und angesichts des Verhaltens der beteiligten Akteure jedoch kaum umsetzbar.

Technik ist da, bei derAkzeptanz hakt es

Diese Einschätzung bestätigte sich auch in den weiteren Programmpunkten. Exkursionen zur Bürger-Photovoltaikanlage sowie zum Biomassekraftwerk der Papierfabrik Koehler gaben ebenso Einblicke wie Fachvorträge zum Stand der Dekar­bo­ni­sierung weltweit und in einigen Branchen. Diskussionen in einer Stammtischrunde und Gespräche mit Akteuren aus dem politiknahen Betrieb vertieften die Perspektiven. Ein wiederkehrendes Fazit zog sich durch alle Beiträge: Die technischen Lösungen sind vorhanden – entscheidend seien nun gesellschaftliche Akzeptanz und vor allem eine konsequente Umsetzung. Die Vielzahl an Fragen an die Referenten und die lebhaften Diskus-sionen zeigten deutlich, wie groß das Interesse und der Gesprächsbedarf unter den Teilnehmern waren.

Aus den Beiträgen von Industrie, Wissenschaft und Politik sowie den Praxisbeispielen entwickelte sich im Verlauf des Wochenendes das Performance-Projekt „2045 – der rote Faden der Zukunft“. Der „rote Faden“ steht dabei symbolisch für Verbindung, Verantwortung und gemein-sames Handeln aller Akteure. Im Fokus stand zudem die Entwicklung konkreter Umsetzungsprojekte für den Distrikt 1930. Mit dem RYLA Award ausgezeichnet wurde die Idee einer App, die klimafreundliches Verhalten erfasst und durch einen Wettbewerb zwischen den Clubs zusätzliche Anreize schafft.

Insgesamt fiel das Feedback der Teilnehmer ausgesprochen positiv aus. „Diese Wochenenden bringen mir sehr viel“, hieß es in einer Rückmeldung. Vielen wurde erst im Verlauf des Seminars bewusst, wie komplex der Weg zur Klimaneutralität tatsächlich ist. Auch der vielfältige Zugang zu den Themen wurde als besonderer Mehrwert wahrgenommen.


 

In Kürze: Schulkonzert mit „Klassik-Jazz“

Der RC Ortenau-Liberty unterstützte gemeinsam mit benachbarten Rotary Clubs ein besonderes Schulkonzert für Mittel- und Oberstufe in Offenburg. In einer außergewöhnlichen Fassung des Klavierwerks Bilder einer Ausstellung des russischen Komponisten Modest Mussorgski zeigte das bekannte Frank Dupree Trio, wie klassische Musik mit improvisiertem Jazz zu neuen Klangwelten zusammengefügt werden kann. Mit Konzerten dieser Art können auch Jugendliche an die klassische Musik herangeführt werden und Freude an der grenzenlosen Vielfalt der Musik finden.