Distrikt 1800Rotary vor Ort

Ein Jahr im Doppelpack

von Sabine Meinert | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

D1800 – Hannover: Sonne, Tiere, beeindruckende rotarische Zahlen – so die ­Erfolgsformel für die Distriktkonferenz im Zoo Hannover nach einem Jahr mit Doppelbesetzung

Nicht nur Tiger, Elefanten und Co. staunten, auch nichtrotarische Zoobesucher lernten den Distrikt 1800 kennen: Stände am Rundweg luden zur Stippvisite zu den Themen Polio, KidsCamp und dem Tungiasis-Projekt von D1800 ein.

Positive Bilanz

Der Jahresrückblick zeigte zwei Governor: Mechthild Exner-Herforth und Michael Koch teilten sich wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls das Amt. Ein Jahr im Doppelpack? Ein Jahr im Doppelpakt! – Gemeinsam wurden Zeiträume verlängert, Absprachen getroffen, Initiativen gestar­tet. Regionalkonferenzen erwiesen sich als erfolgreiches Instrument, um die rotarische Familie stärker zu verbinden: inspirierend auch über Clubgrenzen hinaus. Die Polio-Challenge mit Distriktmitteln von 30.000 Euro war ein großer Erfolg, ebenso ein RYLA-Seminar. Auch die Katastrophenhilfen Türkei und Naher Osten zahlten auf die gute Bilanz ein.

Demokratie im Fokus

Als Festredner stellte Ex-Ministerpräsident Stephan Weil das Thema „Der Kampf um die liberale Demokratie“ in den Fokus. Rechte Parteien, künstliche Intelligenz und hohe Migration sorgten unter anderem für Unsicherheit in der Gesellschaft, besonders unter jungen Menschen, sagte er: „Noch keine Gene-ration hat so tiefgreifende Veränderungen ­erlebt.“

Zudem bewege das Thema Sicherheit. Im Fokus aber bleibe die Frage: Wie wird Demokratie umgesetzt? „Sie ist die Sache aller Menschen, der Gemeinschaft. Daher spielen nicht nur Unternehmen oder Vereine, sondern auch Rotary eine wichtige Rolle“, sagte Weil.

Weitere Hightlights: der Knabenchor Hannover und Kabarettist Matthias Brodowy, der mit Blick auf Privates wie Gesellschaftliches fragte: „Wie viel ist uns Freiheit und Frieden wert?“ Auch Governor Mechthild Exner-Herforth mahnte, Haltung zu zeigen. „Rotary-Mitglieder dürfen nicht schweigen, Neutralität darf nicht Gleichgültigkeit sein. Rotary steht für Verantwortung und Leadership.“

Den Abschluss lieferten Austauschschüler aus über 20 Ländern. Edalva aus Brasilien berichtete, dass sie nun eine Ausbildung in einem deutschen Krankenhaus anvisiert. Lucia aus Argentinien bilanzierte, sie habe mit Rotarys Hilfe eine neue Sicht auf die Welt bekommen. Deutsche zum Beispiel seien echte Freunde – offen und herzlich.            


 

In Kürze: Europa erfahren

Ein Höhepunkt ihres Austauschjahres beim RC Stolzenau war für die brasilianische Austauschschülerin Edalva Sampaio die von Rotex organisierte Europareise. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen lernte sie mehrere Länder, Städte und Kulturen kennen.Für die Schülerin war es die erste Reise außerhalb Brasiliens überhaupt. Neben bekannten Orten blieben vor allem Begeg­nungen und gemeinsame Erlebnisse in Erinnerung. Auch unerwartete Situationen gehörten dazu, beson­ders diese Erfahrungen hätten ihr gezeigt, wiebereichernd Perspektivwechsel und Offenheit sein können. Für sie wurde die Reise zu einem prägenden Teil des rotarischen Jugendaustauschs.