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Mehr als nur eine Schule

von Judith Orf | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

RDG: Die RDG-Reihe zu District Grants soll zum Nachmachen inspirieren. Das folgende Beispiel zeigt, wie aus einer einzelnen Idee über eine Multi-Club-Beteiligung ein Großprojekt entstehen kann

Bildung gilt als Schlüssel zu einer besseren Zukunft. Rotary setzt sich weltweit für dieses Thema ein. So auch Gerd Beckmann (RC Bersenbrück Altkreis, Distrikt 1850), der in seinem Governorjahr 2021/22 ein Schulprojekt im Süden Ruandas initiierte, um Kindern in der ländlichen Region Nyanza, an der Grenze zu Burundi, Zugang zu Bildung zu ermöglichen und damit langfristig ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Die Idee zum Bau einer Schule in Ruanda entstand während eines Clubbesuchs und nahm über Kontakte zu der Stiftung Fly & Help in Rheinland-Pfalz Form an. Die Stiftung bringt große Erfahrung im Schulbau in Entwicklungsländern mit und hat bereits über 1000 Schulen weltweit errichtet. Zur Finanzierung des Großprojekts konnte Gerd Beckmann viele rotarische Clubs des Dis­trikts 1850 motivieren, sich aktiv an diesem Projekt zu beteiligen, das aufeinander aufbauende Maßnahmen umfasst: den ursprünglichen Schulbau der Rukore Primary School im Jahr 2022, einen Erweiterungsbau in den Jahren 2023/24 sowie aktuell den Bau einer Mensa, der über ein District-Grant-Projekt mit der Beteilung der Clubs Bersenbrück Altkreis, Wittmund-Esens und Cloppenburg-Quakenbrück entsteht und eine Investition von 24.500 Euro bedeutet. An Beckmanns Seite ist Adrian Breitlauch (RC E-Club of D-1850), der den engen Kontakt zur Jumelage und zur Schulleitung hält und den Bau der Schule 2022 vor Ort begleitete.

Bisher erhalten die Schülerinnen und Schüler täglich ein Mittagessen, das in der Schulküche zubereitet wird, an der Ausgabe abgeholt werden muss und dann am Platz im Klassenraum eingenommen wird. Bei rund 800 Kindern sorgt dies für logistische und vor allem hygienische Herausforderungen. Mit der neuen Mensa wird hier zukünftig nicht nur eine geregelte Pausenverpflegung der Kinder sichergestellt, sondern auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt geschaffen. Über geringe Elternbeiträge sind die Mahlzeiten finanziert. Zusätzlich können Obst und Gemüse aus dem Schulgarten zur Zubereitung der Speisen verwendet werden. Mit dem neuen Gebäude entsteht auch ein Versammlungsraum, den die Gemeinde für Veranstaltungen nutzen kann.

Die Schule bietet mittlerweile mehreren Hundert Kindern und ihren Familien eine echte Perspektive. Moderne Klassenräume, sanitäre Anlagen und künftig auch die Mensa verbessern nicht nur die Lernbedingungen, sondern auch die soziale Situation der Schülerinnen und Schüler erheblich. Bildung wird so zum Motor für nachhaltige Entwicklung – für die Kinder selbst, ihre Familien und die gesamte Region.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch die Zusammenarbeit verschiedener Rotary Clubs gezielte Förderung und starke Partner echte Veränderung möglich wird.

Ansprechpartner für das Projekt Gerd Beckmann: g.beckmann@t-online.de

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