Clubfusionen als Erfolgsmodell

Im Piemont in Italien gab es eine Reihe überalterter Clubs und eine Strategie, dies zu ändern.
„Uns war klar, dass wir dringend neue, junge Mitglieder brauchen“, erklärt Claudio Scaglione. Sein früherer Club Torino Sud-Est hatte einen Altersdurchschnitt von 65 Jahren und war für junge Menschen nicht attraktiv. Was tun, war also die Frage. Die Antwort fanden sie in einem anderen Turiner Club, dem RC Torino Cavour. Dieser bestand nur aus jungen Mitgliedern, denen der Erfahrungsschatz älterer Mitglieder fehlte. „Es gab zuvor schon eine gute Kooperation der Clubs, woraus dann die Idee einer Clubfusion geboren wurde“, erklärt Scaglione weiter. „Wir starteten mit gemeinsamen Meetings und installierten dann eine Kommission, die die Fusion vorbereitete.“ Das verlief so gut, dass sich der Rotary Club Torino Mole Antoneliana auch noch anschloss. Aus drei Clubs wurde der neue Rotary Club Torino Sabauda.
Weitere Clubs folgten dem Beispiel
Im Distrikt 2031 kein Einzelfall, wie Past Governor Felice Invernizzi weiß: „Aus 16 Clubs in Turin haben wir sieben Clubs gemacht, die alle weiter wachsen und sehr aktiv sind.“ Diese positive Erfahrung hat auch Scaglione gemacht: „Zusammen sind wir stärker und setzen mehr Projekte um.“ RI Direktor Massimo Ballotta hat versucht, dieses Modell auch in Frankreich umzusetzen. „Das hat leider nicht geklappt, ein dortiger Club, der aus einer Fusion entstanden ist, verliert weiter Mitglieder.“ Auch wenn dieses Best-Practise-Beispiel nicht überall funktioniert, die Italiener wurden für ihren Mut belohnt. Es zeigt sich auch an diesem Beispiel: Die italienischen Rotarier sind sehr gut darin, individuelle Lösungen zu finden, die für einzelne Regionen und Clubs passend sind. Es gibt sicher weitere Regionen in Europa, für die das Modell der Clubfusionen die Lösung der Aufgabe sein kann, Clubs langfristig zu erhalten.



















