Distrikt 1800Standards
von Gabriele Arndt-Sandrock |
| Lesezeit: 2 Minuten

Internationale Begegnung in Kreisau

Rotary fördert Dialog und Demokratie

Mit Unterstützung mehrerer Rotary Clubs fand vom 23. bis 28. November eine internationale Studienfahrt junger Menschen nach Kreisau in Polen statt. Gefördert wurde das Projekt durch die Rotary Clubs Nienburg-Neustadt, Rehburg-Loccum am Kloster, Stolzenau, Bad Nenndorf und Calenberg-Pattensen, durch den Rotarischen Freundeskreis für das Neue Kreisau (roropa), sowie durch Mittel der Mercator-Stiftung aus der Initiative „Polizeischutz für die Demokratie“ hinzu.

Beteiligt waren Studierende der Polizeiakademie Niedersachsen, ein Geschichtsstudent sowie deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler. Ziel war es, historisch-politische Bildung, internationale Begegnung und demokratische Werte miteinander zu verbinden. Der geschichtsträchtige Ort Kreisau – verbunden mit dem Widerstand des „Kreisauer Kreises“ – bot dafür einen geeigneten Rahmen.

Aktuelle Herausforderungen

In Workshops zu Geschichte, Widerstand, Resilienz und zum deutsch-polnischen Verhältnis entwickelten sich intensive Gespräche. Besonders eindrücklich war der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Groß-Rosen. Die dort gewonnenen Eindrücke wirkten in den anschließenden Diskussionen spürbar nach.

Ein Schwerpunkt lag auf der gemeinsamen Arbeit in internationalen Kleingruppen. Dort setzten sich die Teilnehmenden mit Biografien von Widerstandskämpfern auseinander und übertrugen historische Erfahrungen auf aktuelle Herausforderungen für Demokratie und Gesellschaft. Perspektivwechsel und gegenseitiges Verständnis standen dabei im Mittelpunkt.

Carsten Rose (RC Nienburg-Neustadt), Akademiedirektor der Polizeiakademie Niedersachsen, betonte die Bedeutung solcher Formate: Internationale Begegnungen stärkten das demokratische Bewusstsein und seien ein wichtiger Bestandteil moderner Polizeiausbildung.

Was die Woche bewirkte, brachte die polnische Schülerin Svitlana am Ende auf den Punkt: „Wir können gemeinsam irgendwie die Zukunft retten und es besser machen.“ Genau hier setzt Rotary mit seinem Engagement an – durch Förderung von Dialog, Verantwortung und internationaler Verständigung.

Gabriele Arndt-Sandrock

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