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Ein Füllhorn von Spenden für die Region

von Heidi Neyses-Wimmer | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Der Rotary Club Schweich Römische Weinstraße feierte sein 10-jähriges Jubiläum

Zum 10jährigen Jubiläum des Rotary Clubs Schweich Römische Weinstraße im Nells Parkhotel gab Präsidentin Vera Kölbel einen Rückblick über das Füllhorn von Spenden, Projekten und Unterstützung für Menschen in der Region an der Römischen Weinstraße von Trier bis Bolivien. Sie begrüßte rund 80Clubmitglieder und Gäste aus Nachbarclubs, der Region, dem Distrikt 1810 sowie rotarische Freunde aus Frankreich.

Wie kommt ein Rotary Club an die Römische Weinstraße? Diese Antwort gab Gründerin Adelheid Neyses-Wimmer in der Festrede über die Region an der Römischen Weinstraße von Trier bis Trittenheim, wo seit 2016 der Club angesiedelt ist. Inzwischen hat der Club 37 Mitglieder. Ausgezeichnet mit dem Paul-Harris-Fellow für ihre Leistungen wurden Präsidentin Vera Kölbel und die Gründerin des Rotary Clubs.

Förderung der Region an der Römischen Weinstraße

Mit den Spendengeldern des Clubs fließt viel Gutes in die Region: Präsidentin Kölbel umriss in ihrer Rede die zahlreichen Projekte für Schulen, Kunst, Musik, Menschen in Not, Jugendgruppen und Senioren. Viele Spenden gingen an Jugend- und Kunstprojekte, an die Jugendförderung in Musikvereinen in der Verbandsgemeinde Schweich (VG), an Seniorenprojekte und vor allem an die Aktion “Nachbar in Not” für Menschen, die Hilfe brauchen.

Inzwischen wird ein Rotary-Schülerpreis für die Schulen in Schweich jährlich vergeben, es gibt einen Rotary-Kunstpreis an der Europäischen Kunstakademie und gemeinsam organisieren die regionalen Clubs einen jährlichen Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt sowie ein Benefiz-Golfturnier, woran sich der RC Schweich Römische Weinstraße beteiligt.

Der Governor des Distriktes, Volker Klassen, lobte das Engagement und die Arbeit des Clubs in den zehn Jahren seit Bestehen. Landrat Stefan Metzdorf ging in seinem Grußwort ein auf die Bedeutung von Projekten und Förderungen, insbesondere der Jugend und Senioren sowie den Internationalen Jugendaustausch. Besondere Gäste waren rotarische Freunde aus Sanary-sur-Mer, die im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft zu der Feier gekommen waren.

Der internationale Jugendaustausch ist ein Schwerpunkt von Rotary International und gleichzeitig ein Schwerpunkt des Roary Clubs an der Römischen Weinstraße. Auf der Charterfeier sprach die stellvertretende Distriktjugenddienstbeauftrage Birgit Spinelli über dieses weltweite, rotarische Engagement.

Der Club mit der Jugenddienstbeauftragten Vera Kölbel hat sieben Schülerinnen und Schülern aus der Region einen Jahresaufenthalt vermittelt: und zwar in Australien, Kanada, Chile, und je zweimal in Mexiko und den USA. Diese “Outbounds” lebten in rotarischen Gastfamilien, gingen in die Schulen, lernten die jeweilige Landessprachen und erlebten die Kulturen der Länder.

Im Gegenzug kamen junge Menschen – “Inbounds” – über die Rotary Clubs ihrer Länder aus entfernten Kontinenten dieser Erde an die Römische Weinstraße, und zwar aus Peru, Taiwan, Australien, Ecuador, Brasilien und Chile. Sie lebten hier in Gastfamilien und gingen in Schweich oder in Trier täglich mit zur Schule. Am Ende sprachen sie alle fließend Deutsch, lernten Deutschland kennen.

Austauschülerinnen und -schüler – Inbounds wie Outbounds – nahmen an der Feier im Nells Park teil. Pearl Rose Richards aus Australien und Joaquin Ferraz Vieira Da Silva aus Chile leben beide derzeit in Gastfamilien in Fell. Felix Klären geht demnächst nach Chile und Hannah Schweikhard geht nach Argentinien. Die Entwicklung der Persönlichkeit all dieser jungen Menschen nach einem Jahr ist außergewöhnlich! Zudem wird die Region an der Römischen Weinstraße in Ländern bekannt gemacht, wo sie sonst kaum vorkommen würde.

Freundschaft, Hilfsbereitschaft und internationale Verständigung gehören zu den Grundlagen aller Rotary Clubs weltweit. Laut den Gründern, Rechtsanwalt Paul Harris und seinen drei Freunden im Jahr 1905 in Chicago, ist die rotarische Freundschaft die Basis für eine “stabile und vielseitige Wertegemeinschaft” und für die Projekte, die regional wie weltweit organisiert werden.

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