Distrikt 1841Rotary Aktuell

Rotary-Nachhaltigkeitspreis geht an drei Initiativen und Projekte

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Inklusives „Theater unbegrenzt“ aus Landsberg erhält den ersten Preis

Für ihr soziales oder ökologisches Engagement sind Initiativen und Projekte in Landsberg, Utting und Dießen mit dem Rotary Nachhaltigkeitspreis Lech Ammersee 2025/26 ausgezeichnet worden. Unter der Schirmherrschaft von Landsbergs Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl wurden am Sonntag im COMU Carl Orff Museum Auszeichnungen im Gesamtwert von 10.000 Euro vergeben. Der erste Preis (5.000 Euro) ging an das inklusive Projekt „Theater unbegrenzt“ der Lebenshilfe Landsberg für Menschen mit Beeinträchtigungen. Den zweiten Preis (3.000 Euro) erhielt der Verein „Füreinander“ aus Utting, der Demenzkranken und älteren Menschen ein wöchentliches Kochen und Essen inklusive Hol- und Bringservice bietet. Mit dem dritten Preis (2.000 Euro) wurde die Carl-Orff-Schule in Dießen für deren umfangreiches Engagement im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gewürdigt.

Ausgelobt wurde der Preis von den Rotary Clubs Ammersee, Landsberg und Wörthsee. Um die Auszeichnung hatten sich neun Initiativen und Projekte beworben. Prämiert wurden im Team entwickelte nachhaltige Projekte, die dem Erhalt von Ressourcen sowie der Übernahme von sozialer und ökologischer Verantwortung zum Wohle der Gemeinschaft dienen.„Mit dieser Auszeichnung wollen wir Menschen anregen, diesem Beispiel zu folgen sowie soziales und ökologisches Engagement für die Region fördern und hervorheben“, betonen die Vertreter der drei Clubs. Die Verleihung erfolgte zum dritten Mal. Erstmals wurde die Auszeichnung 2021 vergeben.

Der künftige Rotary Governor des rotarischen Distrikts 1841, Thomas Münkel, hob die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Region hervor. Der Rotary Nachhaltigkeitspreis verleihe zudem sozialen und ökologischen Projekten eine größere Sichtbarkeit und Öffentlichkeit. Die Leiterin des COMU Carl Orff Museums, Judith Janowski, verwies auf die Nachhaltigkeit ihres Museums, die sich nicht nur auf den Umweltschutz, die Technik und den Baustoff Beton erstrecke, sondern auch auf das Museumsprogramm. Landsbergs Bürgermeisterin Doris Baumgartl hob in einer Videobotschaft hervor, dass Nachhaltigkeit nicht abstrakt sei, sondern bei den Menschen beginne. Gerade ehrenamtliches Engagement benötige die Region mehr denn je. Der Nachhaltigkeitspreis mache Mut und zuversichtlich.

Mit „Theater unbegrenzt“ hat die Lebenshilfe Landsberg unter der Leitung von Nina Klusmeier und der künstlerischen Regie von Mirjam Kendler gezeigt, wie ein Projekt Herzen öffnet, Barrieren überwindet und Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt im Team zusammenarbeiten, hieß es in der Jurybegründung. Das Besondere an dem Projekt sei der ganzheitliche Ansatz: Auf der Bühne stehen Schauspielerinnen und Schauspieler mit und ohne Behinderung Seite an Seite – und das mit einer Authentizität und Tiefe, die das Publikum begeistert. „Theater unbegrenzt“ schafft Teilhabe in allen Bereichen – von der Schauspielerei über Technik, Kostüm und Maske sowie Organisation bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Menschen mit Behinderung übernehmen Verantwortung, bringen ihre Talente ein und wachsen über sich hinaus. Mit dem Nachhaltigkeitspreis 2025/26 wird damit ein Leuchtturmprojekt gewürdigt, hieß es weiter.  

Der gemeinnützige Uttinger Verein „Füreinander setzt sich dafür ein, Menschen mit altersbedingten Einschränkungen ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben in ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Dabei steht der Grundsatz „ambulant vor stationär“ im Vordergrund. Ehrenamtliche rüstige, ältere Menschen übernehmen aktiv die Betreuungsangebote für hilfebedürftige, ältere Menschen. Diese Angebote werden von den Fachkräften auf die speziellen Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren zugeschnitten. Das Projekt ist ehrungswürdig, weil es ein so großes ehrenamtliches Engagement mit Professionalität verbindet und aufgrund seiner Größe eine Vielzahl von hilfebedürftigen Menschen erreicht. Von „Älteren“ im Dorf für „Ältere“, so die Jurybegründung.

Das Nachhaltigkeitsprojekt der Carl-Orff-Schule in Dießen hat eine besondere Vorbildfunktion, weil im Jahr 2025 eine Vielzahl neuer, dauerhaft wirksamer Strukturen geschaffen wurden, die Nachhaltigkeit fest im Schulalltag verankern, so der Schulacker, der Umweltdienst, die ökologische Schulverpflegung, das grüne Klassenzimmer, Mülltrennung und zahlreiche BNE-Projekte. Die Schülerinnen und Schüler erleben, dass sie selbst Verantwortung übernehmen können – für Natur, Ressourcen und für andere Menschen. Damit zeigt die Schule, die unter anderem bereits als Umweltschule in Europa ausgezeichnet wurde, wie eine Bildungseinrichtung durch konsequentes Handeln eine nachhaltige Entwicklung in der Region Lech-Ammersee wirksam voranbringen kann.

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