Distrikt 1841
von Helmut Hornung |
| Lesezeit: 3 Minuten
Praxistipps für die Zukunft

Weilheim: Beim Berufsinformationsabend des RC Weilheim erfuhren Schülerinnen und Schüler Wissenswertes aus erster Hand

Seit nunmehr 32 Jahren organisiert der RC Weilheim zusammen mit dem örtlichen Gymnasium und der Agentur für Arbeit einmal jährlich einen Berufsinformationsabend. Im vergangenen ­November nahmen etwa 700 Schülerinnen und Schüler aus neun Gymnasien daran teil. Dabei stellten 83 Referentinnen und Referenten 52 unterschiedliche Berufe vor – und das mit ganz persönlicher Note. Denn in drei jeweils halbstündigen Runden schilderten die ­Beraterinnen und Berater nicht nur viel Wissenswertes, sondern ­sprachen auch über ihre Erfahrungen und sparten nicht mit Tipps aus der Praxis.

Bewährtes Konzept

Dieses Format hat sich über die Jahre bewährt. Die Jugendlichen aus den 11., 12. und 13. Klassen schätzen es, dass die Experten ihnen im offenen Dialog bereitwillig Rede und Antwort stehen. „Für mich war das, was mir die Referenten erörtern konnten, eine echte Entscheidungshilfe“, sagte ein Schüler nach der Veranstaltung. Dies ist ganz im Sinne von Joachim Schwichtenberg, der den Berufsinformationsabend für den Rotary Club federführend organisiert. „Was ist meine Basis für die Zukunft? Was gibt mir die Möglichkeit, mich nach meinen Interessen gut zu entwickeln? Das sind wich-tige Fragen für junge Menschen“, sagt er. Die Wahl zugunsten einer bestimmen Ausbildung oder eines Studiums habe nun mal eine gewisse Tragweite. „Hier setzen wir an, indem wir den Schülerinnen und Schülern bei der Berufsfindung helfen“, ergänzt Clubpräsidentin Felicitas Betz.

„Ein großes Geschenk“

Die Palette der Berufsfelder war auch dieses Mal breit, sie reichte von Architektur über Biochemie, Geodäsie, Luftfahrt, Journalismus und Medizin bis hin zu Rechtswissenschaften, Psychologie, Tourismus oder Verwal­tungsinformatik. Sehr gut frequentiert waren auch die Angebote von Bundeswehr, Feuerwehr und Polizei. Als „großes Geschenk“ bezeichnete eine Vertreterin der Agentur für Arbeit den Infoabend, den einige Rotary Clubs aus der Region tatkräftig unterstützten. So organisierte der RC Starnberg einen Bus für die Schüler ans Weilheimer Gymnasium. Auf der Homepage der Schule dankt die Koordinatorin für berufliche Orientierung für die „vielseitige und aufschlussreiche Studien- und Berufsberatung“. Dass diese nachhaltig ist, zeigt unter ­anderem die große Zahl an Ehemaligen der Schule, die mittlerweile in einem interessanten Beruf Fuß gefasst oder einen erträumten Studienplatz ergattert haben und sich nun als Berater oder Beraterin für die nächste Schülergeneration zur Verfügung stellen.


In Kürze: In memoriam

Als erste Governorin Deutschlands hat Angela Fürstin Fugger von Glött Rotary-Geschichte geschrieben. Nun ist sie mit 90 Jahren verstorben. Vor 34 Jahren gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des RC Bad Wörishofen. Als erste Frau übernahm sie 2003/04 das Governor-Amt in Bayerisch-Schwaben und Teilen Oberbayerns. Mit charmanter, zugleich kraftvoller Leidenschaft setzte sie sich für die Öffnung der Clubs für Frauen ein. Auf ihre Initiative hin entstand die erste Kindergruppe im Unterallgäu. ­Angela Fürstin Fugger von Glött hat mit ihrem außergewöhnlichen sozialen Engagement bleibende Spuren hinterlassen.

Helmut Hornung

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