In der Sache freundschaftlich verbunden

Vorstellung auf der Halbjahreskonferenz: Die breite Palette der Fellowships
“Gibt es rotarisches Leben außerhalb der Clubs?” Diese Frage hat Rainer Reichert (RC Rheine) bei der Halbjahreskonferenz des Distrikts jüngst klar mit “Ja” beantwortet. Mit diesem “Ja” zielte er auf die zahlreichen und unterschiedlichen Fellowships ab, von denen er bei der Konferenz in Mülheim a. d. Ruhr einige näher beleuchtete und einen Überblick des Gesamtangebotes gab.
“Diese Fellowships finanzieren und organisieren sich selbst und werden nicht bürokratisch von Rotary kontrolliert”, erläuterte Reichert zu Beginn. Es gibt zirka 80 unterschiedliche Fellowships zu unterschiedlichen Themen wie Skifahren, Motorradfahren, Weinfreunde, Golf, Jazz… Nahezu alle Fellowships haben ihre eigenen karitativen Projekte, die in Summe Millionenbeträge aufbringen, so Reichert. Wer sich in Fellowships einbringe, komme automatisch mit vielen internationalen Rotary Clubs und ihren Mitgliedern zusammen und sammle viele Erfahrungen, hob Reichert auf einen nicht unbedeutenden Nebeneffekt der Mitgliedschaft in Fellowships ab. Reichert selbst habe bislang rund 100 Clubs über Fellowships kennengelernt, berichtete er explizit von seinen Verbindungen zum japanischen Club in Osaka.
Der Referent selbst hat sich vor Jahren den Ski fahrenden Rotariern zunächst in Kanada angeschlossen, später habe sich eine europäische Fellowship der Skifahrer gegründet. Am Ende seiner Governorzeit im Distrikt hat Reichert mit weiteren rotarischen Freunden die Rotarischen Weinfreunde gegründet, später sind die Jazzfreunde und die Oldtimer-Fellows in Nordrhein-Westfalen hinzugekommen. Insbesondere die Skifahrer und Oldtimerfreunde sowie Motorradfahrer bieten zahlreiche Veranstaltungen in der Region, aber auch europa- und weltweit an, erläuterte Reichert. Allein die deutschen Oldtimerfreunde haben durch ihre Touren in den vergangenen Jahren rund 600.000 Euro an Spenden für unterschiedliche Projekte gesammelt, betonte der Referent.
Eine ebenso große Gruppe stellen die rotarischen Motorradfreunde dar. Im Chapter AGS (Austria-Germany- Switzerland) sind 500 MItglieder organisiert, die regelmäßig in Deutschland, Österreich, der Schweiz, aber auch Spanien, Italien, Frankreich und vielen weiteren Ländern unterwegs sind (www.ifmr-ags.org)
Auch auf die “Jazz Rotarians” ging Reichert näher ein und erklärte, dass die jazzliebenden Rotarier in Deutschland als Fellowship mit etwa 150 Mitgliedern alle Länder außerhalb der USA, Australien und Neuseeland betreuen und so international wirken. Nähere Infos unter www.rotaryjazz.com

Die radelnden Rotarier gibt es seit 1981. Die Fellowship unter dem Motto “Cycling to serve” hat rund 600 Mitglieder und bietet in Europa ein viertägiges touristisches Radtreffen, die Teilnahme an der Rotary-Rad-WM und Starts bei Tourenfahrten, Jedermann-Rennen und RTFs an. Weitere Infos: www.cyclingtoserve.com
Die Liste der Fellowships ist bunt wie das rotarische Leben selbst. Da gibt es beispielsweise Gruppen, die sich dem “Cooking”, “Caravaning”, “Bowling” oder dem Whisky verschrieben haben. Unter den vielen Fellowships befinden sich Freundinnen und Freunde, die ihr gemeinsames Interesse an beispielsweise der italienischen oder russischen Kultur, am Eisenbahnwesen, Angeln, Esperanto oder auch am Marathonlauf, Yoga, Schießsport sowie an alten, seltenen Büchern teilen…
Eine Auflistungen des gesamten Angebots an Fellowships sowie entsprechende Links finden Interessierte unter www.rotary.org/fellowships




















