Rotary Club zeichnet herausragende Nachwuchskräfte aus

Mit viel Applaus, musikalischen Höhepunkten und einer klaren Botschaft zur Bedeutung des Handwerks hat der Rotary Club Wangen-Isny-Leutkirch seinen 38. Berufsnachwuchspreis verliehen.
Ausgezeichnet wurden drei junge Fachkräfte, die durch außergewöhnliche Leistungen in Ausbildung und Beruf überzeugten. Den rotarischen Handwerkerpreis erhielt Michael Detzel, Anlagenmechaniker für Heizungs- und Klimatechnik bei der Firma Leo Gruber in Aichstetten. Über ein Ferienpraktikum fand er zu seinem Beruf. Angesichts der Energiewende sieht er hervorragende Zukunftsaussichten.
Mit dem Kaufmannpreis wurde Susanne Schmid ausgezeichnet. Nach einer Ausbildung zur Textil- und Modeschneiderin absolvierte sie bei Dethleffs in Isny eine zweite Ausbildung zur Industriekauffrau – beide mit der Note 1. Heute profitiert sie im Berufsalltag von beiden Qualifikationen.
Der Facharbeiterpreis ging an Stefan Lau, Mechatroniker bei der Grunwald GmbH in Wangen. Seine Begeisterung für Mechanik und Elektrik entdeckte er auf dem elterlichen Hof und in einem Praktikum. Im Herbst beginnt er ein Mechatronik-Studium.
Die Preisverleihung im Schloss Kißlegg wurde musikalisch von der jungen Pianistin Sophia Aoki mit einem Werk von Johann Sebastian Bach umrahmt. Für emotionale Songs sorgten Melisa Cankir, Moyo Kuti und Marina Kaufmann, begleitet von Corinne Choi-Schutz am Flügel.
Rotary-Past-Präsident Karl-Heinz Viktor, Schreinermeister und Diplom-Ingenieur, würdigte vor Familien, Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und Gästen die Bedeutung des Handwerks als tragende Säule der Wirtschaft. „Der goldene Boden des Handwerks entsteht aus wirtschaftlichem Erfolg und dem Schaffen bleibender Werte“, sagte Viktor. Sein Dank galt besonders den jungen Menschen, die sich bewusst für eine berufliche Ausbildung entschieden haben, sowie Mareyke Kessler, die den Berufsnachwuchspreis für den Berufsdienst des Clubs organisierte.
Festredner Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, betonte die Verbindung von Tradition und Innovation im Handwerk – von jahrhundertealten Techniken bis zu Robotik und Künstlicher Intelligenz. Zugleich verwies er auf Herausforderungen wie Bürokratie und Betriebsnachfolge. Dennoch biete das Handwerk jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Die Zahl der Betriebe und Auszubildenden steige seit Jahren kontinuierlich.
Der Berufsnachwuchspreis wurde 1987 auf Initiative des ehemaligen SZ-Wirtschaftsressortleiters und Rotary-Mitglieds Rolf Dieterich ins Leben gerufen. Bis heute würdigt der Rotary Club damit besondere Leistungen in Ausbildung und Beruf.


























