Distrikt 1880

Der Blick auf die Stadtgrenze

von Ulrike Löw |
| Lesezeit: 2 Minuten

Nürnberg-Fürth trägt der Club bereits im Namen – und auf den Stadtteil Muggenhof, der genau an der Stadtgrenze der beiden mittelfränkischen Städte liegt, blickt der RC Nürnberg-Fürth seit dem Jahr 2015 sehr genau.

Die Rotarier verstehen sich als Stadtteilpaten für einen konkreten Stadtteil und das nicht zufällig: Der Name ihres Clubs zielt auch auf dieses Quartier, es hat höheren Entwicklungsbedarf, als andere Wohngebiete. In den vergangenen Jahren wurden über 100.000 Euro für den "Nürnberger Kulturrucksack" gespendet, um Bildungsbarrieren abzubauen: Kinder erhalten Eintrittskarten für verschiedene kulturelle Angebote, etwa Theater- und Konzertkarten, damit Mädchen und Jungen aus allen sozialen Schichten professionelle Kunst erleben dürfen. Im Jahr 2026 wird bereits zum dritten Mal ein Musical an der Geschwister-Scholl-Realschule initiiert, auch hier unterstützt der Club mit 25.000 Euro. Und im Projekt "Jazz in der Schule" machen an der Friedrich-Wanderer-Grundschule Eltern und Kinder gemeinsam Musik und treten viermal im Jahr gemeinsam auf.

Und es wird nicht nur geswingt, getanzt, geklatscht, gesungen – gesponsort werden auch Bands im Stadtteil, ein Aktivspielplatz, Schwimmkurse und Projekte zur Gewaltprävention in Form von Anti-Aggressionskursen. Das soziale Engagement lässt sich in Zahlen fassen: Häufig ist es am Jahresende sechsstellig.

Wir wollen, so schildern es der amtierende Präsident Joachim Roth, Klaus L. Wübbenhorst und Joachim Hübner, soziale Bindungen fördern, Entwicklungschancen anbieten, "Kitt" für die Gemeinschaft liefern. Sie wollen, dass die Projekte des RC Nürnberg-Fürth bei den Menschen in ihrem sozialen Umfeld für Vertrauen sorgen, Entwicklungschancen anbieten. 200 Euro für einen Schwimmkurs können für ein Kind die Erfahrung bringen, dass es vorankommt und seine Fähigkeiten entwickeln kann. So entsteht Zuversicht in die Zukunft. Kurz: Das rotarische Prinzip.

Joachim Hübner betont, dass die Projekte immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden, auch in der Stadtverwaltung gibt es längst feste Ansprechpartner. "Wir wollen ja schließlich nicht nach dem Gießkannenprinzip spenden!"

Auch die Idee, Freundschaften zu pflegen, nimmt man im Club ernst und bekennt sich ausdrücklich zum internationalen Gedankenaustausch. Freundschaften werden mit dem RC Saint-Nicolas-de-Port aus Nancy und den Wiener Freunden des RC Perchtoldsdorf unterhalten.

Ulrike Löw

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