Nah dran an politischen Entscheidungsträgern

Erstmals war Rotary International auf der Münchner Sicherheitskonferenz vertreten. Der Vorsitzende Wolfgang Ischinger und Foundation Chair Holger Knaack gaben im Anschluss beim rotarischen Event Partnering for Peace aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihre Eindrücke wieder.
Es war eine Idee von Past-Gov. D1842 Nikolai Ehlers: Rotary International müsste doch eigentlich als eine Stimme der Friedensarbeit in und für die Zivilgesellschaft auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) präsent sein. Ein Jahr später ist dies Wirklichkeit: Past-RI-Präsident und Foundation Chair Holger Knaack erhielt eine Einladung in den Kreis von Staatsoberhäuptern und Sicherheitsexperten. „Es herrschte eine sehr entspannte, freundliche Atmosphäre“, sagt Holger Knaack und ergänzt: „Wie die Gespräche neben den offiziellen Reden laufen, das ist, denke ich, Kern der Veranstaltung. Da die MSC keine staatliche, sondern eine private Initiative ist, gibt sie eher Raum für den Austausch von politischen Entscheidungsträgern, die sonst vielleicht gar nicht miteinander reden würden.“

Gleich im Anschluss der MSC organisierten RI-Direktorin Christine Büring, Past-Gov. Nikolai Ehlers und Governor D1842 Ulli Kersting ein Event in einem neuen Format: „Partnering for Peace – Impuls Musik Dialog“, um neben Holger Knaack auch Wolfgang Ischinger, den Vorsitzenden der MSC, zu seinen Eindrücken zu Wort kommen zu lassen. Auch Ischinger ist Rotarier. Mehr als 400 Gäste hörten gebannt zu, als er über die Anfänge und heutige Philosopohie der MSC erzählte, die heute mit ihrer „Munich Rule“ – „engage, interact and learn from each other, don’t lecture“ – auch den rotarischen Ideen nahekommt.

Die MSC hatte ihren Jahresbericht „Under Destruction“ betitelt, und Ischinger ließ mit einem vieldeutigen Lächeln jedem offen, zu entscheiden, ob das Glas halb voll oder halb leer sei; bezeichnte sich selbst aber als Optimist. Eine Einstellung, die er mit Holger Knaack und Christine Büring teilt, die in Rotary und seinen Projekten eine Chance sehen, sich ganz konkret um die Bedürfnisse der Menschen zu kümmern und so praktisch einen Beitrag zum Frieden in der Welt zu leisten.
Aktive Friedensarbeit
So kamen in einem Panel Eva Gellogulari, 40, als Rotary Peace Fellow, Maria Vittoria Gargiuolo aus dem internationalen Vorstand der Rotary Action Group for Peace, 35, und Onno Soeling, 28, politischer Berater im Deutschen Bundestag, auf einer sehr persönlichen Ebene zu Wort. Die Unterstützung der jungen Menschen ist ein zentraler Beitrag von Rotary in der aktiven Friedensarbeit. „Es sind die Samen, die wir säen“, sind sich Holger Knaack und Christine Büring einig und werden ihre Eindrücke in die Arbeit in Evanston einfließen lassen.

Partnering for Peace war mit seinem anschließenden Konzert auch ein Fundraising-Event. Die Polio-Spenden für das erste halbe rotarische Jahr beeindruckten. „Polio ist ein Friedensprojekt“, sagt Holger Knaack.














