Neuer 9-Sitzer für den Lionhof

40.000-Euro-Spende ermöglicht mehr gemeinsame Erlebnisse für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Mainz.
Das Jugendhilfezentrum Lionhof e. V. in Mainz hat einen neuen 9-Sitzer-Kleinbus erhalten. Das Fahrzeug ermöglicht künftig gemeinsame Fahrten zu Schule, Terminen, Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten – und damit mehr Teilhabe, Gemeinschaft und positive Erlebnisse für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im Lionhof betreut werden. Finanziert wurde der Bus aus den Erlösen des 8. Charity-Golfturniers des Rotary Clubs Mainz-Churmeyntz. Die offizielle Übergabe fand am 18. Februar 2026 im Heinz Autocenter am Mombacher Kreisel statt.
Mobilität als Schlüssel zu Teilhabe und Gemeinschaft
Der Lionhof in Mainz-Finthen ist seit 2011 Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 6 bis 21 Jahren, die unter belastenden oder benachteiligenden Lebensbedingungen aufwachsen. Der neue Bus ist für die pädagogische Arbeit des Jugendhilfezentrums deshalb weit mehr als nur ein Transportmittel. „Für uns ist der Bus ein Fahrzeug für den täglichen Bedarf: Wir können Kinder und Jugendliche von der Schule abholen, Termine besser organisieren und sicherstellen, dass niemand auf der Strecke bleibt“, erklärt Oliver Haara, Geschäftsführer des Jugendhilfezentrums Lionhof e. V. „Genauso wichtig sind aber die gemeinsamen Erlebnisse: Ausflüge ins Schwimmbad, in die Kletterhalle, zum Bowling oder in die Natur werden damit zum Gruppenerlebnis. Der erste große Einsatz mit unseren Jugendlichen steht schon in den Osterferien beim Ferienprogramm an – darauf freuen wir uns sehr.“
Bislang mussten Mitarbeitende des Lionhofs Ausflüge oft mit mehreren Privatfahrzeugen organisieren. Das war aufwendig, kostspielig und erschwerte das gemeinsame Erleben bereits auf dem Weg zum Ziel. Mit dem 9-Sitzer kann die Gruppe nun zusammen fahren: Die Kinder und Jugendlichen erleben schon während der Fahrt Vorfreude und Gemeinschaft, auf dem Rückweg können Erlebnisse direkt besprochen und reflektiert werden – ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, um soziale Kompetenzen zu stärken, Isolation zu durchbrechen und Freundschaften zu fördern.
Projekt mit nachhaltiger Wirkung
Der Wunsch nach einem eigenen 9-Sitzer entstand aus der täglichen Arbeit des Teams: Viele der betreuten Kinder und Jugendlichen leben in Situationen, in denen aus eigener Kraft kaum Zugänge zu Freizeit- und Gemeinschaftsangeboten möglich sind. Der Bus schafft hier ganz praktisch neue Spielräume. „Gemeinsame Ausflüge sind für unsere ‚Kids‘ oft echte Highlights: rauskommen, etwas Neues sehen und lernen, zusammen Spaß haben – und dabei erleben, dass sie Teil einer Gruppe sind, was ihren Selbstwert stärkt“, so Haara weiter. „Dass wir diese Erlebnisse jetzt verlässlich und sicher anbieten können, ist ein wichtiger Schritt für unsere Arbeit. Unser herzlicher Dank gilt allen, die das möglich gemacht haben.“
Unterstützung aus der Region
Ermöglicht wurde die Anschaffung des Fahrzeugs durch eine Spende in Höhe von 40.000 Euro aus dem Charity-Golfturnier des Fördervereins Rotary Club Mainz-Churmeyntz, das im Herbst 2025 im Mainzer Golfclub Budenheim stattfand. Das Turnier wird jährlich ausgerichtet und hat sich als feste Benefiz-Veranstaltung in der Region etabliert: Jedes Jahr können sich gemeinnützige Vereine und Initiativen aus Mainz und Umgebung mit Projekten bewerben, die Kindern und Jugendlichen aus strukturell benachteiligten Lebenssituationen zugute kommen. Eine Jury wählt aus allen Einreichungen dasjenige Vorhaben aus, das durch die Spenden im Rahmen des Turniers unterstützt wird – in diesem Jahr den 9-Sitzer-Bus für den Lionhof.
„Das Engagement des Lionhofs für benachteiligte Kinder und Jugendliche in unserer Stadt hat uns sehr beeindruckt“, betont Helmut Rittgen, Vorsitzender des Fördervereins des Rotary Clubs Mainz-Churmeyntz. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Bus ein Projekt unterstützen können, das im Alltag unmittelbar wirkt und viele kleine und große Gemeinschaftserlebnisse möglich macht.“
Tobias Bartenbach, Projektleiter des Charity-Golfturniers, hebt den besonderen Charakter der Spendenvergabe hervor: „Uns war wichtig, dass die Unterstützung ganz konkret und sichtbar bei den Kindern und Jugendlichen ankommt. Das offene Bewerbungsverfahren gibt Einrichtungen aus der Region die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen – immer mit dem Fokus auf Kinder und Jugendliche aus strukturell benachteiligten Lebenssituationen.“














