„Das war wie ein Traum”

NGSE-Teilnehmerin Julia Piana Roussenq berichtet von ihrer Hospitanz beim Weltklimasekretariat (UNFCCC) der Vereinten Nationen.
Kürzlich konnte der Distrikt eine Teilnehmerin am New Generations Service Exchange (NGSE) begrüßen: Julia Piana Roussenq. Die 26-jährige Brasilianerin, die internationale Beziehungen mit Schwerpunkt Menschenrechte studiert hat, war drei Monate Gast des RC Bonn International und hat in dieser Zeit beim UNFCCC in Bonn hospitiert. Im Interview erzählt sie von ihrem Austausch.
Erzähl uns ein bisschen von dir! Wie bist du auf NGSE aufmerksam geworden? Und wie sieht dein Austausch aus?
Ich bin seit meinem dritten Lebensjahr bei Rotary aktiv und seit meinem 15. Lebensjahr in den Jugendprogrammen. Von NGSE habe ich während meines Studiums gehört. Damals habe ich versucht, mit anderen Studierenden eine Gruppe für NGSE zu gründen, aber das hat nicht geklappt. Seitdem wollte ich es immer wieder alleine versuchen, aber die Pandemie hat den Plan um einige Jahre verzögert.
Mein Austausch ist ehrlich gesagt wie ein Traum. Ich hatte die Chance, für meine Wunschorganisation zu arbeiten, bei drei tollen Gastfamilien zu wohnen und Teil eines internationalen und sehr vielfältigen Rotary Club zu werden. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Bonn ist für mich mittlerweile auch ein Zuhause.
Welche neuen Erfahrungen hast du durch NGSE gesammelt?
Vor allem die Arbeit bei den Vereinten Nationen war eine unvergleichliche Erfahrung. Ich habe viel über mein Fachgebiet – Internationale Beziehungen – gelernt und bin überzeugt, dass mich dies beruflich weitergebracht und mich viel besser auf die unsicheren Zeiten, in denen die Welt heute lebt, vorbereitet hat. Außerdem hatte ich die Möglichkeit zu reisen und mehr über Deutschland, seine Kultur und Geschichte zu erfahren, was fantastisch war. Ich stand auch in engem Kontakt mit Rotaract Bonn, was, wie ich glaube, in Zukunft großartige Verbindungen zu meinem Rotaract Club in Brasilien schaffen wird.
Glaubst du, dass du diese Erfahrungen nach deiner Rückkehr nach Brasilien nutzen kannst?
Ja, unbedingt. So wie mein Lanzeitaustausch meinen Lebenslauf aufgewertet hat, bin ich sicher, dass NGSE dies ebenfalls tun wird. Aber nicht nur die Arbeitserfahrungen, sondern auch die Möglichkeit, in einem so anderen Land zu leben, wird mein Leben von nun an prägen. Ein einfaches Beispiel dafür ist, dass wir in Brasilien unsere Schuhe ausziehen, wenn wir nach Hause kommen.
Wirst du der Rotary-Community in deiner Heimat davon erzählen?
Ja! Da dieses Programm in Brasilien noch nicht sehr bekannt ist, freue ich mich darauf, zurückzukehren und von meinen Erfahrungen zu berichten. Vielleicht arbeite ich sogar mit dem NGSE-Distriktteam zusammen, um mehr Kandidaten zu gewinnen und das Programm bekannter zu machen.
Würdest du anderen potenziellen Kandidaten die Teilnahme am NGSE-Programm empfehlen?
Auf jeden Fall. Es verändert das Leben.
Was könnten wir verbessern?
Ich denke, es wäre sehr gut für NGSE-Austauschteilnehmer, mehr Kontakt zum Distrikt zu haben. Meine Erfahrung mit meinem Gastclub war zwar gut, aber ich glaube, dass der Kontakt zur Distriktorganisation, zu anderen Clubs und anderen Austauschteilnehmern die Integration in die Rotary-Community in Deutschland erleichtern würde.














