„Rotary ist für uns ein Glück“

Past-RI-Präsident Holger Knaack und seine Frau Susanne sind ein unschlagbares Team – in jeder Hinsicht. Wir trafen Susanne Knaack zu einem Gespräch über ihr umtriebiges Leben für und mit Rotary an der Seite ihres Mannes.
Als Holger Knaack 1992 Rotarier wurde, durften Partner immer mit dabei sein. Susanne Knaack war von der ersten Stunde an dabei. Und ist es bis heute. Sie war dabei, als Holger Knaack vor 20 Jahren Governor wurde, danach sechs Jahre im Jugenddienst aktiv war, später RI-Direktor, Co-Chair der Rotary Convention 2019 in Hamburg, RI-Präsident und schließlich Vorsitzender der Foundation Trustees wurde. „Ich mache seit Jahren alles mit – mit Begeisterung“, sagt sie, „Rotary ist für uns ein Glück. Was wir für tolle Menschen kennengelernt haben, ist einzigartig.“
Ihr Zuhause ist das Haus von Susanne Knaacks Großeltern am Küchensee im schleswig-holsteinischen Ratzeburg. Von dort bereisen sie im Auftrag von Rotary International gemeinsam die Welt, gehen in Häusern rund um den Erdball ein und aus, besuchen Projekte, die beeindrucken, weil sie mit dem einzigartigen rotarischen „Joy of Giving“ auf die Beine gestellt werden. „Wenn du das vor Ort anschaust, bist du erst recht geflasht“, sagt Susanne Knaack und bringt diesen Spirit auch immer wieder mit nach Hause ins idyllische Ratzeburg.
Offenes Haus
Hier in ihrem Haus am See öffnet Ehepaar Knaack seit Jahrzehnten seine Türen für rotarische Austauschschüler und holt sich die Welt nach Hause. Susanne Knaack bringt dafür ideale Eigenschaften mit: Sie kann sich schlecht aufregen, und sie ist genau wie ihr Mann gerne mit Menschen zusammen. So manche herausfordernde Situation mit den Gästen aus aller Welt hat sie im Laufe der Jahre einfach noch resilienter und verständnisvoller gemacht, als sie es sowieso schon ist.
Die Freude an der Gastgeberrolle ist dabei immer geblieben. 1996 nahmen sie ihren ersten Jugendlichen auf, Juraj aus der Slowakei. Inzwischen ist schon die nächste Generation an der Reihe. Im vergangenen Sommer war Jurajs Sohn Juraj aus Bratislava als Austauschschüler bei ihnen zu Gast. Wie viele Jugendliche es insgesamt waren im Laufe der Jahre? Sehr, sehr viele. Mindestens elf Longterm- und 35 Shortterm-Austauschschüler. Und erst kürzlich, Ende Juni, haben anlässlich des aktuellen Sommercamps in den Distrikten 1890 und 1940 wieder zwei Austauschschüler, aus Tschechien und der Slowakei, für eine Woche die Knaacksche Gastfreundschaft genossen.
„Möglichkeiten musst du annehmen. Wir haben das von Anfang an gemacht.”
Beherbergungen von Jugendlichen während eines Sommercamps sind mit einer Zeitspanne von einer Woche ein „idealer Einstieg“, wirbt Susanne Knaack dafür, es ihnen gleichzutun und Austauschschüler im eigenen Zuhause aufzunehmen. Für Susanne Knaack ist diese Möglichkeit ein riesiges Geschenk: „Möglichkeiten musst du annehmen. Wir haben das von Anfang an gemacht.“
50 Jahre verheiratet
Der Anfang, das war in den 1970er Jahren, als sich das Ehepaar Knaack beim Studium der Betriebswirtschaftslehre in Kiel kennenlernte und seither gemeinsam durchs Leben geht. Diesen Monat feiern sie 50. Hochzeitstag. Passend zur gemeinsamen Reiseleidenschaft geht es auf Hochzeitsreise nach Namibia. Dieses Mal nicht zu zweit auf Rotary-Mission, sondern mit 19 weiteren Familienmitgliedern im Gepäck. Die Knaacks möchten ihre Reiseleidenschaft teilen und gemeinsame Erinnerungen schaffen, von denen alle noch lange erzählen können.
Gelegenheiten gibt es genug, zum Beispiel bei gemeinsamen Mahlzeiten auf der Terrasse am Küchensee. Denn in ihrem Elternhaus direkt nebenan wohnen Susanne Knaacks Schwester und ihre Schwägerin. Alle vier kochen häufig miteinander und füreinander und sind ein eingespieltes Team. „Rotary ist absolut mein Leben“, sagt Susanne Knaack. Die Familie aber darf in diesem Leben von Team Holger und Susanne auf keinen Fall fehlen.
Zur Person: Susanne Knaack (RC e-Club Hamburg-Connect ist Gründungsmitglied des RC e-Club Hamburg-Connect, der im Mai 2015 gechartert wurde. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Kiel stieg sie in den Betrieb ihrer Eltern ein, der später verkauft wurde.



















