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von Jouni Heinonen, John Manning, Andrea Weber |
| Lesezeit: 2 Minuten

Stellungnahme der Schweizer Governors: Hilfe über die akute Phase hinaus

Seit der Katastrophe von Crans-Montana sind einige Wochen vergangen. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen ist der Ausnahmezustand jedoch noch lange nicht vorbei. Viele Herausforderungen bestehen fort – und damit auch der Bedarf an verlässlicher Unterstützung.

Seit den ersten Tagen nach dem Brand hat die rotarische Familie in der Schweiz rasch und koordiniert gehandelt. Unterkünfte für Angehörige wurden organisiert, praktische Hilfe vor Ort geleistet, Kontakte gebündelt. Parallel dazu wurde eine Spendenaktion zugunsten der Rotary Stiftung Schweiz lanciert. Dank der grossen Solidarität von Clubs und einzelnen Rotariern sind bereits mehr als 130.000 Franken zusammengekommen.

Diese Unterstützung ist entscheidend – und sie wird auch weiterhin gebraucht. Viele der verletzten Personen werden über Wochen, teils über Monate medizinisch behandelt. Angehörige reisen aus dem Ausland an, bleiben über längere Zeit in der Schweiz, organisieren Betreuung, Unterkunft und Begleitung. In dieser Zeit können sie ihrer Arbeit im Heimatland nicht nachgehen, laufende Verpflichtungen bleiben bestehen, zusätzliche Kosten entstehen. Nicht alle dieser Belastungen werden durch Versicherungen oder staatliche Stellen abgedeckt – manche Leistungen greifen verzögert, andere nur teilweise.

Spendengelder sind zweckgebunden

Uns ist wichtig, an dieser Stelle Klarheit zu schaffen: Die Spendengelder werden ausschliesslich und zu 100 Prozent für Maßnahmen im Zusammenhang mit Crans-Montana verwendet. Sie kommen dort zum Einsatz, wo bestehende Systeme an ihre Grenzen stoßen – zeitlich, organisatorisch oder menschlich. Rotary ersetzt keine staatliche Verantwortung und keine Versicherungsleistungen. Die Hilfe wirkt ergänzend und gezielt.

Über die Verwendung der Mittel entscheidet ein Ausschuss, bestehend aus uns drei amtierenden Governors, dem Präsidenten der Rotary Stiftung Schweiz sowie dem Präsidenten des RC Crans-Montana. Die Mittelverwendung erfolgt strikt nach den geltenden Stiftungsregeln. Zur Identifikation geeigneter Unterstützungsfälle arbeitet Rotary eng mit den zuständigen Behörden und Institutionen zusammen.

Neben finanzieller Unterstützung wird auch dort geholfen, wo Belastungen weniger sichtbar sind. Dazu gehört beispielsweise die psychologische Betreuung von Feuerwehrleuten, die unter ausserordentlich schwierigen Bedingungen im Einsatz standen und deren Beanspruchung oft erst im Nachhinein spürbar wird.

Crans-Montana macht deutlich: Unterstützung endet nicht mit der akuten Phase eines Ereignisses. Rotary kann hier einen Beitrag leisten – koordiniert, verantwortungsvoll und ergänzend zu bestehenden Strukturen.

Wir danken allen, die sich bereits engagiert haben.
Und wir bitten euch, diesen Weg weiterhin mitzugehen.

Mit herzlichen rotarischen Grüßen

Jouni Heinonen, John Manning und Andrea Weber
Schweizer Governor

Jouni Heinonen, John Manning, Andrea Weber

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