Stasi-Aktivitäten im Westen

Der Rotary Club Bückeburg lädt zu einem öffentlichen Vortrag in das Stift Obernkirchen ein: Die Historikerin Daniela Münkel erläutert Ziele, Strategien und Methoden der DDR-Staatssicherheit in der Bundesrepublik.
Mit einer neuen Vortragsreihe lädt der Rotary Club Bückeburg im Stift Obernkirchen zu öffentlichen Veranstaltungen über historische und aktuelle Themen ein.Den Auftakt bildet am 9. April um 19.30 Uhr ein Vortrag der Historikerin Prof. Dr. Daniela Münkel, Leiterin der Abteilung Bildung und Forschung im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin.
Umfassende Informationen gewinnen
Unter dem Titel „Stasi im Westen – Ziele, Strategien, Methoden“ beleuchtet Münkel die Aktivitäten der DDR-Staatssicherheit in der Bundesrepublik zwischen 1950 und 1989. Die sogenannte „Westarbeit“ gehörte zu den zentralen Aufgaben des Ministeriums für Staatssicherheit. Ziel war es, möglichst umfassende Informationen über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Bundesrepublik zu gewinnen und zugleich Informanten in wichtigen Institutionen zu platzieren – etwa in Parteien, Parlamenten, Regierungen, Sicherheitsbehörden und Unternehmen.
Der Vortrag zeichnet diese Strategien in einer historischen Längsschnittperspektive nach und nimmt dabei auch Niedersachsen in den Blick. Aufgrund seiner langen Grenze zur DDR, seiner industriellen Standorte und zahlreicher Einrichtungen zur Aufarbeitung des DDR-Unrechts galt das Bundesland als besonders relevantes Ziel für die Aktivitäten der Staatssicherheit.
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zum Gespräch bei einem Getränk.
Der Eintritt ist frei.
Kontakt: bueckeburg@rotary.de
Adresse: Stift Obernkirchen, Bergamtstraße 12, 31683 Obernkirchen














