Distrikt 1870
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Truckerweihnacht des RC Duisburg

Rückschau auf die Weihnachtszeit 2025: Ein paar Minuten Zeit der Aufmerksamkeit

Der Rotary Club Duisburg hat sich jüngst wieder an der traditionellen Rotary-Truckerweihnacht beteiligt. Als einziger Club des Distrikts 1870 besuchten die Duisburger Rotarierinnen und Rotarier Fernfahrer auf der Raststätte Geismühle an der A 57. Für viele Trucker hieß es dort wieder einmal “Endstation Parkplatz" statt "Driving home for Christmas.”

Keine Lücke war mehr frei. Dicht an dicht standen die Lastzüge auf der Raststätte Geismühle. Es war der 4. Advent, als Mitglieder des Rotary Clubs Duisburg nahe an den LKW parkten. Die ersten noch etwas abwartenden Blicke aus den Fahrerkabinen begleiteten sie, als sie gut gefüllte Beutel aus ihren Autos holten. Es war die Weihnachtsaktion von Rotary, die den vielen Fahrern, die Weihnachten irgendwo auf einem Parkplatz verbringen mussten, eine Freude machen soll. Die Rotarierinnen und Rotarier hatten die Beutel mit weihnachtlichem Gebäck, Tee, Obst, Pflegemitteln und einem Thermobecher gefüllt. Eine Karte mit Weihnachtsgrüßen in vielen Sprachen gab Auskunft über das Anliegen der Aktion. "Doch die kam trotz mancher Sprachschwierigkeiten auch ohne Worte aus. Der Gruß mit einem Schoko-Nikolaus öffnete die Türen und machte klar, um was es hier ging”, so beschreibt der RC Duisburg seine Hands-on-Aktion. Die Frauen und Männer aus Duisburg trafen bei ihrer Aktion Fahrer aus 17 Ländern an. Unter ihnen waren Trucker aus Indien, Pakistan, den Philippinen und vielen Ländern Osteuropas. Die Fahrer berichteten von ihrem harten Leben.

“Ukrainische Fahrer zeigten uns Fotos ihrer zerstörten Häuser und andere von ihren Kindern und Frauen, von denen sie hofften, dass sie in Sicherheit sind”, berichtet Govornerin Elke Bartels von der Aktion, an der sie sich als Mitglied des RC Duisburg beteiligt hatte.

Elke Bartels weiß wie ihre Mitstreiter an der Aktion auch: “Für die Männer ist die enge Fahrerkabine ihr Zuhause. Darin verbringen sie oft monatelang ihre Lebens- und Arbeitszeit.” Jürgen Thiesbonenkamp vom Duisburger RC ergänzt: ”Sie fahren in ihr nicht nur die tonnenschweren Lkw Tausende Kilometer von A nach B, sie kochen in der Kabine, sie schlafen in ihr, und sie halten von dort aus per Handy Kontakt mit daheim.”

Die von den Rotariern beschenkten Fahrer zeigten sich dankbar für die Gaben und vor allem für die ihnen entgegengebrachte Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Nachdenklich und dankbar für das, was diese Fahrer für unser Leben leisten, war der Abschied der Mitglieder des Rotary Clubs – verbunden mit der Frage, welche Verantwortung unsere Gesellschaft hat, diese Lebensbedingungen zu ändern, so der Club.

Die Aktion wurde vorbereitet und umgesetzt von Elke und Horst Bartels, Bettina Ernst und Kai-Uwe Lompa sowie Marlis und Jürgen Thiesbonenkamp.

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