„Überzeugte Demokraten“ und „wachsam“ bleiben

D1850 – Bremen: Auf der diesjährigen Distriktkonferenz zum Ende des rotarischen Jahres standen Demokratie, Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus
Governor Hans-Iko Huppertz begrüßte die Gäste im lichtdurchfluteten Kundencenter von Bremens größtem privaten Arbeitgeber: Mercedes-Benz. Ihm folgte Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft. Sie betonte die Bedeutung der Demokratie und fragte provokant: „Wer glaubt, dass wir in zehn Jahren noch in einer Demokratie leben?“ Sie ermutigte dazu, „überzeugte Demokraten und Rotary-Mitglieder zu bleiben“.

Großes Engagement imKampf gegen Polio
Ehrungen gab es für Engagement in Polio-Bekämpfung, Mitgliedschaft und Organisation. Ole Wichmann referierte über Polio-Nachweise im Abwasser und diskutierte mit Hans-Iko Huppertz und dem Polio-Beauftragten.
Bernd Hertenstein (RC Bremen-Neuenlande) sprach über Fortschritte in der Krebstherapie, Thomas Veen (RC Osnabrück-Süd), Präsident des Landgerichts in Osnabrück, berichtete über den Schutz des Rechtswesens vor Extremisten. Er betonte: „Das Grundgesetz ist keine Spielwiese für Extremisten.“ Artikel 79 schütze zentrale Grundentscheidungen, und das Bundesverfassungsgericht müsse „sturmfest“ sein, denn „1933 lehrt uns: Wir müssen wachsam sein.“ Außerdem Thema: EineAnalyse von CorneliusNeumann-Redlin: „Wenn wir in Deutschland weiterhin so wenig in unsere Wirtschaft investieren, bleibt das Wachstum auf Dauer gedämmt.“ Zum Ende schloss Pago Balke mit einer satirischen Laudatio auf Bremen und thematisierte Fake-News – etwa die Legende von „Roland dem Riesen“, der gar nicht in Bremen stehe.
Flaggenparade zum Schluss
Zum Abschluss gab es eine bunte Flaggenparade der Inbounds und einen Rotary-Song. Auf der Mitgliederversammlung übergab Governor Huppertz sein Amt an Wolfgang Völz vom RC Norden. Ein Tag voller Inspiration, Diskussion und Humor – für Demokratie, Wissenschaft und Gemeinschaft.
In Kürze: Hilfe für Burkina Faso
Die Krankenstation der Ophtalmologie AMPO – eine NGO zum Schutz von Waisenkindern in Burkina Faso – erhielt aus Distriktmitteln ophtalmologisches Gerät. In diesem extrem armen Land ist der Graue Star (Katarakt) eine der Hauptursachen fürs Erblinden, was mit augenärztlicher Versorgung vermieden werden kann. Dank des Engagements von AMPO gibt es in der Hauptstadt Ouagadougou nicht nur Behandlungsmöglichkeiten in der Augen-, sondern auch in der Zahn- und Frauenheilkunde. Der neue „optische Montageträger mit Volk-Linsen-Spiegel und Prüfglasfüßen“ ermöglicht bessere Diagnostik und Operationen sowie weitere Behandlungen.

























