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25 Jahre RC Grevesmühlen

Beeindruckende Bilanz

25 Jahre RC Grevesmühlen - Beeindruckende Bilanz
Gaben dem RC Grevesmühlen Profil und Programm: Präsident Uwe Dramm (von links) und die Altpräsidenten Jürgen Schultze, Heiner Wilms, Christian von Plessen, Heinz-Jörg Nölck, Hans-Martin Steffen, Roland Anderko, Marinus Bolten, Dirk Lindner, Bernd Czieschnek, Eckart Witte, Hans-Jochen Schnapp und Michael Karstadt © Matthias Schütt

Kleiner Club mit starker Ausstrahlung: Der RC Grevesmühlen ist in vielen Bereichen engagiert .

Matthias Schütt11.06.2017

2. Oktober 1991: Am Vorabend des ersten Jahrestags der deutschen Wiedervereinigung betritt Rotary im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns die Bühne. Der RC Grevesmühlen wurde aus der Taufe gehoben. Am 30. Mai 1992 erfolgte die Charterfeier. Jetzt konnte man auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken.

Präsident Uwe Dramm  ließ vor zahlreichen Freunden und Gästen die zweieinhalb Jahrzehnte in seiner Begrüßungsrede Revue passieren und erinnerte an zahlreiche Projekte – die meisten im lokalen Umfeld –, für die „weit über 200.000 Euro“ aufgebracht wurden. Dazu gehörten viele soziale Aufgaben für Behinderte oder auch für die Jugendfeuerwehr, aber auch für die Orgel in Mühlen Eichsen, die Viadrina-Stipendien oder der Musiksommer Schönberg. International sticht das Engagement in Nepal hervor: Hier wurden unter anderem die German Rotary Volunteer Doctors (GRVD) unterstützt. Ein Mitglied, der Internist Dr. Hans-Jochen Schnapp, war mehrfach als Volunteer Doctor selbst vor Ort. 

Zahlen, Spenden, Projekte

Unterhaltsam waren die Zahlenspiele, die Präsident Dramm seinen Zuhörer präsentierte. 25 Jahre, das heißt bei etwa 50 Meetings pro Jahr 1250 Treffen. Eine eindrucksvolle Zahl, wenn man bedenkt, was jeder Teilnehmer an Geld und Zeit dafür investiert hat. Dramm unterschied bei seinen Berechnungen jeweils den „Minimal"- und den „Durchschnitts"- Rotarier. Selbst dort, wo Ausnahme-Rotarier eher selten sind, kommen über die Jahre bedeutende Beträge zusammen, bei den Fahrleistungen zum/vom Meeting zum Beispiel im Minimum 500.000 Kilometer. Und das ist selbst für einen relativ kleinen Club in einer weitläufigen Landschaft wie Nordwest-Mecklenburg eine gewaltige Summe. 

Dazu sind noch die vielen Städtereisen – vor Weimar bis Strasbourg – und die traditionelle „Wanderung zur Deutschen Einheit“ zu zählen, zu der man sich alljährlich am 3. Oktober mit rotarischen Gästen aus nah und fern trifft. Neuestes Projekt mit Außenwirkung sind die „Schlossgespräche“ mit prominenten Gästen, zu denen der Club 2016 erstmals auf Schloss Bothmer einlud und die kürzlich erst eine erfolgreiche Fortsetzung fanden.

Soviel Einsatz überzeugt auch höheren Orts. Governor Gerhard Lögters und mit einem Glückwunschschreiben auch RI-Präsident John Germ lobten die „beeindruckende Clubbilanz“. Dass diese 25 rotarischen Jahre auch 25 entscheidende Jahre deutscher Geschichte spiegeln, hob in seinem Festvortrag Hans Eckhard Tribess vom Gründungspaten RC Lübecker Bucht-Timmendorfer Strand hervor. In einem launigen Rückblick auf die lange Trennungszeit der Deutschen in zwei feindliche Lager feierte er das Verbindende, das die Zeit vor 1989 längst in den Schatten stellt. Auch wenn uns das nicht immer bewusst sei: Heute leben wir in einer intakten Gesellschaft, die die deutsch-deutsche Integration beispielhaft gelöst habe. Oder, mit Bezug auf den Schriftsteller Peter Schneider: „Ich kenne kein Land, das sich so stark verändert hat.“

 

 

Matthias Schütt

Matthias Schütt ist selbständiger Journalist und Lektor. Von 1994 bis 2008 war er Mitglied der Redaktion des Rotary Magazins, die letzten sieben Jahre als verantwortlicher Redakteur. Seither ist er rotarischer Korrespondent des Rotary Magazins und seit 2006 außerdem Distriktberichterstatter für den Distrikt 1940.