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Emmendingen-Breisgau / Herbolzheim

1050 neue Bäumchen als Teil eines Waldlehrpfads

Emmendingen-Breisgau / Herbolzheim - 1050 neue Bäumchen als Teil eines Waldlehrpfads
Eine Handvoll Bäume? - Die Rotarier des RC Emmendingen-Breisgau hatten sich mehr vorgenommen... © Peter Welp, RC Emmendingen-Breisgau (alle Fotos)

RI-Präsident Ian Riseley setzt für sein Amtsjahr auf das Pflanzen von Bäumen („Every Rotarian
Plants One Tree“). Der RC Emmendingen-Breisgau machte mit

Peter Leinberger01.02.2018

Im Stadtwald von Herbolzheim wurden von den Mitgliedern des RC Emmendingen-Breisgau an einem Samstagmittag im November mehr als 1.000 Setzlinge gepflanzt, und die Quote für jedes Mitglied einen Baum zu pflanzen um ein Vielfaches übererfüllt. Die Kosten dieser Pflanzung übernimmt der RC Emmendingen-Breisgau.

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Die geeignete Fläche für die Pflanzaktion war eine Folge des Sturms "Lothar"(1999). Rund o,6 Hektar waren noch nicht ausreichend bewaldet. Diese Situation war der Startschuss für die Entwicklung einer Ausgleichsfläche im Rahmen des "Öko-Kontos"(diese Verordnung regelt Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft). Forstamtsleiter Christian Funke erläuterte das Naturschutzprojekt mit einer Gesamtfläche von 1,43 Hektar, das die 0,6 Hektar der Pflanzaktion beinhaltet. Er erläuterte die Struktur des Geländes und sprach von einer "gesunden Symbiose" über die gesamte Fläche.

Pflanzung wird Teil eines Waldlehrpfades

Durch die Pflanzung des RC Emmendingen-Breisgau kommen weitere Bausteine wie Öffentlichkeitsarbeit und Versuchswesen hinzu, es entsteht ein wunderbarer Waldlehrpfad mit Anschauobjekten und Infotafeln.

Sehen Sie hier die Bilderserie von dem Baumpflanz-Event - klicken Sie auf das Bild:

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Die ersten Pfähle und der Fraßschutz standen nach kurzer Zeit in einer Reihe - klicken Sie auf das Bild für mehr Eindrücke!

Zwei Teilflächen sind als mosaikartige Streuobstbereiche (Baumarten sind Wildkirsche, -apfel und -birne) bepflanzt und mit je zwei integrierten "Hirschkäferwiegen" (Baumstümpfe als Bruthabitate) versehen. Hier können sich die Larven der Hirschkäfer in einer Umzäunung geschützt vor Wildschweinen entwickeln. Ein unbewaldeter Grünstreifen als künstlicher Waldinnenrand führt zu vermehrter Sonneneinstrahlung, und die damit steigenden Temperaturen begünstigen deutlich die Lebensbedingungen der Hirschkäfer. Die umliegenden Eichenbestände bieten optimale Lebensbedingungen für diese Großkäferart, beschrieb Christian Funke.

Mit auf diesem Gelände befinden sich noch entwurzelte Baumreste, eine Reisiginsel und ein stehender Baumstumpf (Anschauungsobjekte des Alt- und Totholzprogramms der Gemeinde), als Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter Arten und zur Sicherung und Stärkung  der Biodiversität.

Angrenzend an den Grünstreifen liegt die o,6 Hektar große Pflanzfläche des RC Emmendingen-Breisgau. Dieser typische Eschenstandort wird mit Ersatzbaumarten wie Stieleiche und Tulpenbaum aufgeforstet. Hier besteht besonderes Interesse an der Entwicklung des wüchsigen, nicht bei uns heimischenTulpenbaumes (Nord-Amerika). Ein trockener Bereich des Pflanzgebietes wird zur Gestaltung des Landschaftbildes mit Wildkirschen bepflanzt.

Insgesamt pflanzten die Mitglieder des RC Emmendingen-Breisgau, unterstützt von Revierförster Funke und Mitarbeitern (brachten den Bissschutz gegen Wildverbiss an), 500 Stieleichen, 300 Tulpenbäume und 250 Wildkirschen ein.

Die Gesamtfläche wird durch einen "Grünen Fußpfad" erschlossen, damit Waldbesucher, Schulklassen und Kindergärten dieses Projekt erleben können. Zwei Infotafeln bringen die Ziele in Wort und Bild näher.

Der RC Emmendingen-Breisgau zeigte sich mit der ausgewählten Fläche sehr zufrieden. "Damit verschwindet unsere Arbeit nicht mitten im Wald, sondern wird gesehen" , meinte der Präsident des RC Emmendingen-Breisgau, Peter Welp.

Die fröhliche und die Gemeinschaft fördernde Hands-On Aktion fand ihr Ende auf Einladung der Gemeinde bei gemeinsamen Grillen.

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Fröhliche Abschlussrunde mit Baumgeschichten....
Peter Leinberger
Peter Leinberger ist Rotarier seit 1981. Präsident des RC Bruchsal-Bretten 1991/92. Studium der Pharmazie und Studium der Tiermedizin. Nach zuletzt 35 Jahren Selbständigkeit seit 2014 im Ruhestand. Noch vielseitig engagiert u.a. im Tierschutz (TVT AK 6), der Erhaltung alter Haustierrassen (G.E.H.), der Kultivierung von Kakteen (spez. winterharter) und im sozialen Bereich (Pelikan-Verein zur Unterstützung der Palliativ-Station der Rechberg-Klinik, Dr. Gaide-Stiftung). Ab Juli 2015 Berichterstatter des Distrikts 1930 für das Rotary Magazin.