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Distrikt

25.000 Bausteine gegen Polio

Distrikt - 25.000 Bausteine gegen Polio
Am Stand des Distriktes 1940 in Hamburg wurden über 10.000 Euro mit dem rotarischen Rad gesammelt. © Lothar Weber

Zugegeben – ein bisschen verrückt klang das schon, was Martin Klein dem Beirat im Distrikt 1940 vortrug, als er im Frühjahr ein Distriktprojekt für die Convention vorstellen sollte …

Joachim Wilisch01.09.2019

Zur Convention sollte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein Tütchen mit einem quadratischen Verbundbaustein in den Farben Weiß und Gelb aus Kunststoff erhalten. Mit den Verbundbausteinen war am Stand des Distriktes 1940 im House of Friendship ein Rotary-Rad zusammenzusetzen. Zum Service gehörte ein Selfie oder Foto, das die Rad-Bauer erhielten und eine Spende für das rotarische Leuchtturm-Projekt „End Polio“ war willkommen.

Und so bekamen alle – ohne Ausnahme alle – Gäste der Convention bei der Registrierung ein Tütchen mit Verbundbaustein und Gebrauchsanweisung auf den Weg. Die ersten Verbundbausteine hatten die Beiratsmitglieder selbst signiert und Martin Klein gleich mitgegeben. Natürlich verbunden mit Geld für das Polio-Sparschwein.

Stundenlang eingetütet …
Die Idee ist das eine – die Umsetzung das andere. Bei Martin Klein wurden die Verbundsteine und die Gebrauchsanweisungen eingetütet. In stundenlanger Geduldsarbeit. Und als die Vorlage für das Rad endlich im House of Friendship gespannt war, ging es los. Die Aktion „25 000 Bricks gegen Polio“ fand wohlwollende Aufmerksamkeit bei RI Präsident elect, Holger Knaak. Und bei vielen Rotariern aus aller Welt, die sich mit ihrem Verbundstein an den Stand begaben, um ihn einzusetzen.

Über die Convention-Tage wuchs das Rad auf. Erst langsam. Aber die Mundpropaganda funktionierte bestens. Und in den sozialen Netzwerken machten Beiratsmitglieder aus dem Distrikt Werbung für die Aktion. Über verschiedene rotarische Facebook-Gruppen wurden Aufrufe veröffentlicht. Schon am zweiten Tag war der Andrang riesig. Die Idee mit dem Bausteinchen, dem Namen darauf und dem Foto kam an. Rotarische Gäste aus aller Welt gaben darum gerne Geld. Am Ende waren es weit über 10.000 Euro.

… und tagelang verteilt
Allerdings – ganz gereicht hat es nicht. Zwar wurden 25.000 Steine ausgereicht und einige Rotarier kamen auch mehrfach zum Stand, um Steine einzusetzen. Dennoch fehlte am Ende ein Stück.

Martin Klein wäre nicht er selbst, wenn da nicht schon eine neue Idee aus ihm herausgesprudelt wäre. "Wir nehmen das Rad jetzt zu großen rotarischen Veranstaltungen mit", sagte er. Und Beiratsmitglied Lothar Weber, der zusammen mit vielen anderen am Stand aktiv war, ist voller Optimismus: "Das bekommen wir noch voll."

Fortsetzung folgt
Ein dickes Lob gab es vom Governor des Jahres 2018/2019 Michael Oeff und seinem Nachfolger Thomas Guzatis. Die erste Gelegenheit, das Rad weiter zu vervollständigen ergab sich bei der Distriktkonferenz in Brandenburg an der Havel. Hier verewigte sich auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters auf einem Stein.

Für Martin Klein hat das Rad noch einen ganz anderen Vorteil. "Es entschleunigt", sagt er. "Wenn man mit dem Rad unterwegs ist, muss man vorsichtig fahren – es geht ja sonst kaputt."