https://rotary.de/clubs/distriktberichte/enkelfeste-leuchtturmprojekte-a-17179.html
Distrikt

Enkelfeste Leuchtturmprojekte

Distrikt - Enkelfeste Leuchtturmprojekte
Dem RC Main-Taunus gelang es, das Malion-Quartett für sein hybrides Benefizkonzert zu gewinnen. © Dirk Buro

Leitthemen der Online-Halbjahreskonferenz des Distrikt 1820 waren Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung

Christian Kaiser01.02.2021

Nach theoretischen Überlegungen zur Nachhaltigkeit am Vormittag stand am Nachmittag der Halbjahreskonferenz die Praxis im Mittelpunkt. So wurde aus jeder der acht Regionen des Distriktes eine „enkelfeste“ Aktion vorgestellt.

Die Präsentationen erfolgten als „Pecha Kucha“ (jap.: "Plaudern"). Das bedeutet, zu jedem Thema sind maximal 20 Folien im 20-Sekunden-Takt vorgesehen. Die Charts dürfen nur Bilder enthalten. Ausführlichere Beschreibungen aller acht Projekte mit Folien sind in der Online-Ausgabe des Rotary Magazins zu finden. Hier können aus Platzgründen nur die drei Projekte behandelt werden, die in einer digitalen Abstimmung der Konferenzteilnehmer aufs Siegertreppchen gekommen sind:

Benefizkonzert hybrid

Stefan Schmitgen, Präsident des RC Main-Taunus, zeigte eindrucksvoll, wie sein Club auch in Pandemiezeiten das traditionelle Benefizkonzert im Landratsamt Hofheim durchführte und – zusätzlich im Livestream – weltweit tausende Zuhörer erreichte. Als „vorläufiges“ Ergebnis konnte er 10.000 Euro an die Musikhochschule Frankfurt für Deutschlandstipendien weiterleiten.

Lesepaten

Dagmar Haase (RC Frankfurt/M-Städel) stellte als Sprecherin der Frankfurter Lesepaten das seinerzeit vom RC Frankfurt/M-Friedensbrücke initiierte Projekt vor und nannte dabei eindrucksvolle Zahlen:

400 Lesepaten kümmern sich an 65 Schulen um 1600 Kinder. Im Jahr 2018 erfolgte diese 1:1-Betreuung der Kinder an insgesamt 45.000 Stunden. Das gute Beispiel machte Schule – inzwischen auch im benachbarten Bad Homburg.

Infektionsschutz

Das von Peter Ebke (RC Alsfeld) vorgestellte Projekt mit dem Titel „Schüler im Infektionsschutz, wie geht das in unseren heimischen Schulen?“ ist höchstaktuell. Jugendliche der Klassen 5 bis 13 werden zu Infektionsschutzassistenten ausgebildet. Sie bekommen damit auch Zugang zu einem Kompetenznetzwerk und werden zugleich Experten im Kampf gegen Fake-News.

In seiner Laudatio würdigte Heinz Riesenhuber (RC Frankfurt am Main) die ausgezeichneten Projekte. Auch er hatte das Infektionsschutzprojekt auf Platz 1 gesetzt. Als Gründe nannte er die Aktualität und insbesondere die Heranführung von Jugendlichen an die Wissenschaft – kein Wunder bei einem ehemaligen Forschungsminister. 

Governor Henning von Vieregge bezeichnete daraufhin alle acht vorgestellten Projekte als Siegerprojekte.

So gewannen denn auch alle Teilnehmer als Preis eine gemeinsame Führung in der (neuen) Frankfurter Altstadt durch renommierte rotarische Architekten mit anschließendem Kaffeetrinken mit Heinz Riesenhuber.