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Kassel

"Rotary finanziert unsere musikalische Welt von morgen"

Kassel -
Im Garten nach dem Hauskonzert (von links): Heiner von der Osten-Sacken (PP), Vera Weht, das Eternum Saxophonquartett aus Köln und Präsident Marcus Baum © Karola Müller von der Grün

Vera Weht, Vorsitzende des Vereins "Freunde Junger Musiker Kassel", dankt dem RC Kassel-Wilhelmshöhe für seine Spende von 4000 Euro.

Claus Peter Müller von der Grün10.09.2021

"Ihre Unterstützung finanziert unsere musikalische Welt von morgen", dankte Vera Weht dem Rotary Club Kassel-Wilhelmshöhe für eine Spende von 4000 Euro. Sie ist Vorsitzende der Freunde Junger Musiker Kassel e.V. Es gibt sieben weitere dieser Vereine in Deutschland mit Sitz in Frankfurt, Mainz-Wiesbaden, Köln-Bonn, München, Bremen, Meerbusch-Düsseldorf und Berlin. Diese unterstützen hochbegabte Musiker und Musikerinnen, die auf dem Weg ihrer beruflichen Karriere sind, indem sie ihnen Auftritte und die Teilnahme an Meisterkursen ermöglichen, Instrumente vermitteln sowie Stipendien gewähren. Die Hilfe sei in der Pandemie ganz wesentlich, weil bezahlte Auftritte fehlten, so Vera Weht, die als Dozentin an der Musikakademie Louis Spohr in Kassel tätig ist: "Mit dieser großzügigen Spende von Rotary können wir Musiker und Musikerinnen in ganz Deutschland fördern!"

 Präsident Baum: Damit Talente sicht- und hörbar werden

"Rotary fördert seit jeher in verschiedenen Programmen und mit Aktionen Kulturschaffende", begründet Marcus Baum, Präsident des RC Kassel-Wilhelmshöhe, das Engagement: "Vor allem  junge Musiker sind häufig nicht derart etabliert, dass sie gesicherte Einnahmen erzielen, und bedürfen daher regelmäßig ohnehin einer Förderung. Das gilt umso mehr in Zeiten der Pandemie. Deswegen sind wir sehr froh, dass es Institutionen wie den Verein Freunde Junger Musiker gibt, die eine professionelle und zielgenaue Unterstützung gewährleisten und dafür sorgen, dass herausragende Talente sicht- und hörbar werden."

Routine für den Auftritt

Unterstützung sei für junge Leute immer wichtig, setzt Vera Weht hinzu, jedoch benötigten Musiker insbesondere die Möglichkeit zum Auftritt, um die nötige Routine zu gewinnen. Diese Musiker und Musikerinnen trainierten vor einem Auftritt häufig wochenlang, aber beim Auftritt selbst müssten sie "alles auf den Punkt bringen", mithin die Nerven behalten, das Gedächtnis und die Technik beherrschen sowie das Gestalterische abrufen können. "Man kann dies alles monatelang üben, aber auf der Bühne muss es schlicht auf den Punkt kommen", sagt eine erfahrene Pianistin wie Vera Weht.

Hauskonzerte schaffen Nähe zum Publikum

Hauskonzerte seien eine beliebte und in Kassel häufig praktizierte Form, um den jungen Künstlern die Möglichkeit eines Auftritts in größtmöglicher Nähe zum Publikum zu verschaffen. In unserer weithin globalisierten Welt gebe es zudem immer auch ein Bedürfnis an Übersichtlichkeit und Nähe, das ein Hauskonzert durchaus befriedigen könne. So kommen die Zuhörer mit dem Künstler leichter ins Gespräch, und der wiederum erfahre ganz unmittelbar, wie sein musikalischer Vortrag aufgenommen wurde. Dank dieser großzügigen Spende des RC Kassel-Wilhelmshöhe habe sich der Verein entschieden, vier Stipendien an hochbegabte junge Musiker zu vergeben.

Claus Peter Müller von der Grün

Claus Peter Müller von der Grün ist Journalist. 1960 in Kassel geboren kehrte er — nach dem Studium in Dortmund und verschiedenen beruflichen Stationen in Dortmund, Düsseldorf und Frankfurt — nach der Wiedervereinigung nach Kassel zurück. Dem RC Kassel-Wilhelmshöhe gehört er seit dem Jahr 2000 an. Im Jahr 2013/14 war er Präsident seines Clubs. Sowohl im Club, als auch auf der Distriktebene war er schon mehrfach in Sachen der Kommunikation aktiv, derzeit ist er Distriktberichterstatter von D1820.

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