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Köln

„Rotary hat ein Herz für Flüchtlinge“

Köln - „Rotary hat ein Herz für Flüchtlinge“

Das gemeinsame Hands-on-Projekt der Kölner Rotary Clubs geht in die zweite Runde und sucht weitere Unterstützung: Werden Sie als Mentor oder Patin aktiv!

Jörn Freynick23.11.2016

Seit Februar 2016 begleiten 13 rotarische Freundinnen und Freunde sowie deren Angehörige und Freunde geflüchtete Familien in ihrem neuen Lebensumfeld in Köln. Zurück liegt ein langer und oft traumatischer Weg aus Bürgerkriegsländern wie Syrien oder Afghanistan, aus Afrika, dem Balkan und anderen politisch instabilen Regionen. Vor ihnen liegt ein ebenso ungewisser Weg in eine fremde Kultur, deren Sprache die meisten noch nicht sprechen und deren Gepflogenheiten sie nicht kennen. Da wird der Gang zum Supermarkt, zum Arzt oder zur U-Bahn schnell zur Herausforderung! Hier setzt das Hilfsprojekt der Rotary Clubs in Köln an: Direkte und unkomplizierte Unterstützung durch erfahrene Rotarier, wo immer sie benötigt wird.

Von der Hausaufgabenhilfe bis zum gemeinsamen Museumsbesuch, von der Beschaffung eines Bücherei-Ausweises bis zur Mitgliedschaft im Fußballverein, eine Bootsfahrt auf dem Rhein oder ein gemeinsames Abendessen – erwünscht ist, was beiden Seiten gefällt und was beim Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur in einer westlichen Gesellschaft im Allgemeinen und in der rheinischen im Besonderen förderlich ist.

Flexible Hilfe, individuelle Hands-on-Projekte

Auf drei Jahre ist das Kölner Flüchtlingshilfeprojekt angelegt, das mit etwa 30.000 Euro pro Jahr eine Fachkraft (in Teilzeit) beim Kölner Flüchtlingsrat e.V finanziert. Diese gewinnt und vermittelt für das Projekt geeignete Flüchtlingsfamilien bzw. -kinder, bereitet die Teilnehmer vor Beginn auf ihr Engagement vor, führt monatliche Supervisionstreffen durch und steht allen hilfreich zur Seite. Der erste Durchgang der Mentorenschaften (für eine Flüchtlingsfamilie) beziehungsweise der Patenschaften (für ein Flüchtlingskind) ist nach sechs Monaten soeben erfolgreich zu Ende gegangen. Die Beteiligten äußerten sich mehrheitlich überaus positiv. Natürlich lief nicht alles immer sofort glatt, und eine Mentorenschaft wurde einvernehmlich nach drei Monaten beendet. Andere Familien mussten Deutschland zwischenzeitlich wieder verlassen. Aber was nicht passte, wurde eben nicht irgendwie passend gemacht, sondern rief Alternativen auf den Plan. Flexibel und individuell, freudvoll und zwanglos soll es zugehen, damit alle Beteiligten von dem Hands-on-Projekt in bester rotarischer Tradition profitieren.

Denn soviel ist sicher: Nicht nur die Geflüchteten sind dankbar für die Begegnung und den Austausch mit ihren Mentoren oder Paten, sondern auch die rotarischen Helferinnen und Helfer gehen mit ungemein bereichernden interkulturellen Erfahrungen aus dem Projekt heraus. Auf ganz alltägliche Weise haben die Teilnehmer des Pilotdurchgangs durch ihre Mentees nämlich nicht nur eine andere Kultur, sondern oft auch die eigene aus einer völlig anderen Perspektive neu kennengelernt.

Mitmachen - mithelfen

Der zweite Durchgang soll noch in diesem Jahr starten. Melden Sie sich daher jetzt an und kommen Sie selbst mit Geflüchteten ins Gespräch, erfahren Sie von ihren Schicksalen und Nöten und unterstützen Sie sie bei ihrem schwierigen Weg auf Augenhöhe! Keine Zeit? Zu viel Verantwortung? Zu hohe Erwartungen? Kommunikationsprobleme, kulturelle Unterschiede .... ? Es gibt immer Gründe, die dagegen sprechen. Versuchen Sie es doch einfach trotzdem! Der Zeitaufwand orientiert sich immer an zwei Seiten: am Bedarf und an den zeitlichen Möglichkeiten. Viel lässt sich per E-Mail von zuhause erledigen oder telefonisch klären. Oder machen Sie zu zweit im „Tandem“ (Paar, Freunde, Nachbarn, Kollegen, Eltern/Kinder, Geschwister) mit und teilen Sie die Arbeit auf beziehungsweise genießen Sie Erfolge und schöne Momente doppelt!

Weitere Infos zum Projekt erhalten Sie bei Celia Graser: graser@koelner-fluechtlingsrat.de oder bei:

Christian Mertens (RC Köln-Kastell)
Harald Plamper (RC Köln-Dom)
Ulli Seegers (RC Köln-Kapitol)