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Kassel

"Service above self"-Award für PDG Hansjörg Melchior

Kassel -
Pastpräsident Kai Bernstein, Hansjörg Melchior, Past-Governor Dirk Freytag, Präsident Dietrich Korsch bei der Überreichung des „Service above self “-Awards (von links) © Mechthild Dyckmans

Die höchste rotarische Auszeichnung wird weltweit jährlich bei 1,3 Mio Rotariern nur 100- bis 150-mal verliehen.

Christian Kaiser02.08.2018

„Ich könnte nicht ruhig schlafen, wenn ich hier untätig herumsitzen würde. Es gibt so viele Probleme, da muss man doch helfen“, so Hansjörg Melchior im Interview auf die Frage des Reporters was ihn antreibt.

Anlass für den Beitrag in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen war die Auszeichnung mit dem „Service above self award“ – die höchste Auszeichnung von Rotary International, mit der jährlich weltweit nur 100 bis 150 Mitgliedern geehrt werden.

Einsatz zum Wohle vieler

Der Ur-Kasselaner kam nach seiner medizinischen Ausbildung zurück in seine Heimatstadt. Neben seiner Tätigkeit als Chefarzt an den Städtischen Kliniken engagierte er sich für soziale, gesellschaftliche und humanitäre Projekte. So leitete er über zwölf Jahre das documenta forum, hob mit Bernd Behrens den Kasseler Bürgerpreis „Glas der Vernunft“ aus der Taufe und gründete die „Kasseler Gesundheitstage“. 1996 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Seine rotarische Zeit begann bereits 1973 in Aachen. Seit 1977 ist Hansjörg Melchior Mitglied im Rotary Club Kassel und übernahm dort 1996/97 die Präsidentschaft. 2008/09 war er Governor des Distrikts 1820 und begeistert sich seitdem noch mehr für die völkerverbindenden und friedensstiftenden Projekte von Rotary International.

Nachdem er sich mit seinem 80. Geburtstag aus allen offiziellen Ämtern zurückgezogen hat, bleibt umso mehr Zeit für sein internationales Rotary-Engagement.

Hier arbeitet er aktuell zusammen mit anderen rotarischen Freunden an einem sehr ehrgeizigen Friedensprojekt im Nahen Osten, das der Preisträger des „Glases der Vernunft“ von 2015, Avi Primor, mit der VW-Stiftung initiiert hat. Danach sollen zehn bis 20 junge Menschen aus Israel, Palästina und Jordanien gemeinsam Europäisches Recht studieren, davon das jeweils letzte Jahr in Düsseldorf. Die Idee dahinter: Nur wenn die Menschen einander kennenlernen und vielleicht sogar dauerhafte Freundschaften schließen, kann der Hass überwunden werden.