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Quickborn

Soforthilfe für Kameruner Studenten

Quickborn - Soforthilfe für Kameruner Studenten
Der Honorarkonsul von Kamerun, Stefan Liebing, empfängt Vertreter der kamerunischen Diaspora in Deutschland. Der Quickborner Rotarier hatte die Idee, den notleidenden Studenten in der Coronakrise zu helfen. © RC Quickborn

Besonders ausländische Studenten habe es in der Coronakrise schwer, ihren Lebensunterhalt in Deutschland zu bestreiten. Der Rotary Club Quickborn unterstützt junge Leute aus Kamerun.

Can Özren01.07.2020

Corona-bedingte Betriebsschließungen haben in den vergangenen Monaten besonders Studierende hart getroffen. Aushilfsjobs in Geschäften oder Restaurants haben die Arbeitgeber gekündigt. Während deutsche Staatsbürger notfalls mit staatlicher Unterstützung rechnen können, stehen ausländische Studentinnen und Studenten häufig vor dem Nichts. Aufmerksam auf dieses Problem wurde der Quickborner Rotarier Stefan Liebing, zugleich Honorarkonsul von Kamerun in Norddeutschland: "Im Konsulat haben uns zahlreiche Hilferufe von Kameruner Studierenden erreicht, die nicht mal mehr genügend Geld haben, um ihre Miete zu bezahlen oder sich Essen zu kaufen."

5ooo Studenten in Deutschland

Rund 5000 Studierende aus dem afrikanischen Land halten sich derzeit in Deutschland auf, einige hundert davon in den norddeutschen Bundesländern, die das Hamburger Konsulat betreut. Die Quickborner Rotarier waren sich zügig einig, dass sie den jungen Leuten helfen müssen. Innerhalb weniger Stunden hat der Club daher ein Nothilfeprogramm auf die Beine gestellt. In nicht einmal 24 Stunden haben die Aktiven rund 7000 Euro an Spenden gesammelt.

Clubpräsident Peter Heydorn: "Es geht hier wirklich um Tage und uns ist es wichtig, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten." Ein Ausschuss des Clubs hatte Bewerbungen von rund 20 jungen Kamerunern gesichtet und entschieden. Je nach Dauer der Krise ließe sich die finanzielle Unterstützung auf bis zu drei Monate verlängern, kündigte der Projektverantwortliche, Freund Rüdiger Lang, an.

Netzwerk für die Jobsuche nutzen

Die Rotarier wollen über die finanzielle Hilfe hinaus noch mehr tun: Sie bemühen sich, den Betroffenen durch ihre Netzwerke bei der Suche nach neuen Aushilfsjobs zu helfen. Ziel ist es, das Projekt auch auf Studierende aus weiteren afrikanischen Staaten auszuweiten und hier eine schnelle und unbürokratische Hilfe zu gewährleisten. Wer das Projekt unterstützen möchte, meldet sich bei Freund Rüdiger Lang vom RC Quickborn per E-Mail unter ruediger.lang@agens.com