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Distrikt

"Unsere Stärke wächst aus den Clubs heraus"

Distrikt -
Governor Thomas Preisendanz bei einem Clubbesuch © Privat

Ein Gespräch mit Governor Thomas Preisendanz über sein Amtsjahr, was Rotary im Distrikt auszeichnet und was er sich für die Zukunft wünscht.

Julius Schölkopf01.06.2022

Lieber Thomas, in den letzten zwölf Monaten hast Du die Clubs besucht – was hast Du Neues gelernt? 

Vieles, ich kann gar nicht alles aufzählen. Das Wichtigste war aber wohl, dass insofern alles beim Alten geblieben ist und die Stärke Rotarys eindeutig aus den einzelnen Clubs herauswächst. Dabei wächst auch immer häufiger der Wille zur Kooperation. Jedenfalls waren die Besuche in den Clubs toll. Würde ich glatt alle wiederholen.

Dieses Jahr war es möglich, dass Du Dich mit den rotarischen Freunden aus den Partnerdistrikten in Italien getroffen hast.

Wir sind, ohne dass mich das überrascht, noch nicht am Ziel. Leider mussten die zwei Pionierprojekte verschoben werden. Entscheidend ist, dass wir belastbare Strukturen der europäischen Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg aufgebaut haben und das ist uns in sehr vertrauensvoller Art gelungen. Unser dringender Wunsch ist jetzt, noch einen Distrikt aus Osteuropa mit ins Boot zu holen.

Was war für Dich eine besondere Herausforderung?  

Mein Jahr war sehr stark geprägt von der Flutkatastrophe und jetzt vom Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen. Das forderte und fordert mich in der Koordinationsarbeit mit  Governorcrew und -rat. Es belastet mich auch, denn es geht da um menschliches Leid. Und ehrlich: Es ärgert mich, dass Informationen nicht gelesen, dann aber in Mails an mich eben das nachgefragt wird, was wir kommuniziert haben. Tut Lesen weh? Ist mir noch nicht aufgefallen.

Worin siehst Du eine große Herausforderung für den Distrikt in den kommenden Jahren? 

Ehrlich? Ich sehe keine. Ich sehe die Herausforderung für alle Clubs, neue interessante Mitglieder, vor allem mehr weibliche, zu gewinnen und zu binden. Mitglieder, die bereit sind anzupacken. Ich habe da größtes Vertrauen in unsere Clubs, aber es ist nicht überall leicht, da erfolgreich zu sein.

Bei unserem Gespräch vor einem Jahr hast Du gesagt, dass Du gerne zur weiteren Vernetzung unserer Clubs untereinander und mit Rotaract beitragen möchtest.

Eigentlich ganz einfach: Geht aufeinander zu, ladet euch gegenseitig ein, lernt euch kennen. Ich glaube darin liegt das ganze Geheimnis. Ganz schlicht, leicht zu schaffen!

Worauf freust Du Dich nach deiner Amtszeit?

Da freut sich vor allem meine Frau. Ich bleibe dabei: In dem einen Jahr lernt man, gewinnt Wissen und schon ist es vorbei. Das ist eine Verschleuderung von Kompetenzen und es ist nicht effizient.

Julius Schölkopf
Julius Schölkopf (Rotaract Club Ludwigsburg) studierte Volkswirtschaftslehre in Mannheim, Zürich und Heidelberg und promoviert derzeit in empirischer Wirtschaftsforschung. 2016 wurde er über ein RYLA-Seminar Mitglied bei Rotaract. Er hatte unter anderem mehrere Jahre das Amt des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit in seinem Club inne, arbeitete im Organisationsteam des KidsCamps in Heilbronn mit und vertrat den Distrikt 1830 als Assistant-Distriktsprecher im Clubjahr 2018/19. Seit fünf Jahren engagiert er sich bei Rotaract Deutschland unter anderem im Ressort Öffentlichkeitsarbeit und im Bereich Organisationsentwicklung. Seit Juli 2021 ist er als Distriktberichterstatter für den Distrikt 1830 sowie als Sprecher für das Ressort Öffentlichkeitsarbeit des Rotaract Deutschland e.V. aktiv.