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Distrikt

Zwischen Veedel und Weltstadt

Distrikt - Zwischen Veedel und Weltstadt
15.000,00 Euro als Jubiläumsgeschenk erhielt OB Henriette Reker aus der Hand von Präs. Christoph Berglar für die Stiftung für in Not geratene Kölner Einwohner. © Susanne Hanke (2)

Seit 50 Jahren denkt der RC Köln-Hahnentor einerseits lokal und handelt ebenso global.

Jörn Freynick01.03.2018

1967 wurde der RC Köln-Hahnentor als dritter Rotary Club in und um Köln gegründet, mit Konrad Adenauer als Gründungsmitglied und 1. Präsidenten, dem Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers. Den Namen des Clubs hatte man abgeleitet von einer der zwölf Torburgen der alten Kölner Stadtmauer, der Hahnentorburg.

Gründungspräsident Adenauer sagte in seiner ersten Rede: „Der Hahn ist ein Symbol der Wachsamkeit. So wollen wir auch stark und wachsam sein, auf dass wir nicht nur nicht untergehen, sondern im Gegenteil blühen, wachsen und gedeihen“. Dass der Club blüht und gedeiht, bescheinigte beim Jubiläumsfestakt auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker den heutigen 111 Freunden. „Rotary leistet nicht nur einen wichtigen, sondern einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft. Ohne diese Engagement und diese tatkräftige Unterstützung wäre unsere Stadt am dran“, sagte Henriette Reker.

15.000,00 Euro überreichte Präsident Christoph Berglar als Jubiläumsgeschenk an die „Stiftung für in Not geratene Kölner Einwohner“. Diese Einrichtung hilft unbürokratisch dabei, schnell akute Notlagen vor Ort zu lindern.

Udo di Fabio, di Fabio, Fabio, Bundesverfassungsrichter, RC Köln-Hahnentor, Köln
Professor Udo di Fabio bei seinem Vortrag

Professor Udo Di Fabio, von 1999 bis 2011 Richter des Bundesverfassungsgerichtes und selbst Rotarier, stimmte in das Lob ein und bezeichnete den RC Köln-Hahnentor als ein „Stück lebendige Zivilgesellschaft“. Sein Festvortrag beleuchtete das Thema „Idee und Zukunft des Rechtsstaates“. Wenn sich die bürgerliche Ordnung nicht mehr „selbst regenerieren“ könne, im Alltag der „Sinn von Regeln“ aus dem Bewusstsein schwinde und „Ordnungsverfall“ um sich greife, könnten Polizei und Gerichte nur eingeschränkt Abhilfe schaffen. Und „aktivistisch“ immer neue Gesetze zu verabschieden, lasse nur das „Dickicht“ des Rechts wachsen, so eine Kernaussage von Di Fabio.  

„Wir müssen mehr Rechtsstaat wagen“, sagte nach dem Vortrag Präsident Berglar. Dies sei keine Aufgabe nur für Juristen, es sei die Aufgabe aller. Am Ende sei es vielleicht in erster und letzter Instanz eine kulturelle Aufgabe.

Nicht unerwähnt ließ der Präsident das außergewöhnlich hohe soziale Engagement der Freunde. In den vergangenen zehn Jahren wurden eine halbe Million Euro für städtische Einrichtungen und Hilfsprojekte gespendet. Die Palette reicht von der Förderung des Kölner Obdachlosenfrühstücks über die Hilfe für den Verein für seelische Gesundheit bis zur Unterstützung für das Kinder- und Jugendtelefon des Kinderschutzbundes.                                                                    

Jörn Freynick
Jörn Freynick ist Jahrgang 1982 und arbeitet als Kommunikationstrainer und als Berater für Potenzialanalysen deutschlandweit. Er ist Gründungsmitglied des Rotaract Clubs RAC Voreifel und seit 2015 Mitglied im Rotary Club Wesseling. Das Amt des Distrikt-Reporters nimmt er seit 2016 wahr.