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Fellowship-Reisepläne: Hamburg, wir kommen!

Rotary Aktuell - Fellowship-Reisepläne: Hamburg, wir kommen!
Große Vorfreude: Schon die Anreise nach Hamburg wird zum Erlebnis. © privat

Jedes Großereignis beginnt mit der Anreise. Zur Convention setzen einige Fellowships tolle Ideen um – damit schon die Tour nach Hamburg zum Event wird.

Sabine Meinert28.02.2019

Nach dem Flug gleich ein paar Stunden mit Bus oder Bahn weiter, um dann völlig k.o. am Convention-Hotel anzukommen? Das muss nicht sein. Denn die Fellowships starten schon vor dem Event: Für einige Besucher wird deshalb schon die Anreise ein Abenteuer samt rotarischem Spendenzweck.
Wer zum Beispiel über München anreist, kann sich einer von sechs Themen-Touren des Distrikts 1841 anschließen – Architektur, Geologie, Theologie, Automobile. Auch für Kulturfans, Stadtentwickler oder Bierbrauer wird eine einwöchige Fahrt organisiert. Es geht zu den spannendsten Punkten des jeweiligen Themas, inklusive Besichtigungen von Vorzeigeprojekten, Treffen mit Fachleuten, Vorträge …    

Die „Eye of the Wind“ wird nahe der Elbphilharmonie Gäste empfangen. © IYFR

Begleitung erhalten die Teilnehmer von ein bis zwei rotarischen Freunden – in englischer Sprache. Und die Haltepunkte sind spektakulär, wie die Kultur-Fachleute-Tour rund um Goethe, Beethoven, Schiller, Bach und Co. beweist: Premierenbesuch von Glucks „Alceste“ in München, Aufführungen von „Schwanensee“ in der Semperoper Dresden oder „Macbeth“ in der Staatsoper Berlin, dazu Fachgespräche im Wagner-Festspielhaus in Bayreuth oder im historischen Goethe-Theater in Bad Lauchstädt, ein Besuch im Nationaltheater Weimar plus Friedrichstadtpalast-Stippvisite in Berlin, dazu die Philharmonie und … – Wissen und Erlebnis pur für Kulturinsider!

Analog sind die anderen Themen-Touren aufgebaut. Wer Deutschland also aus einem bestimmten Blickwinkel kennenlernen will, der ist hier genau richtig und kommt bereits mit frisch trainiertem Wissensdurst und neuen Freunden in Hamburg an. (Kontakt: Florian Zwipf-Zaharia, florian.zwipf-zaharia@rotary1841.org, +49 (0) 172/392 68 22, Helfer melden sich bei Kerstin Duchardt kerstin.duchardt@rotary1841.de)

Sportlich nach Hamburg

Wollen sich im Mai mit Kirchenbooten der Convention-Stadt nähern: die Ruder-Fellows. © IFoRR

Wer sich auf der Anreise lieber sportlich betätigen will, hat dafür ausreichend Gelegenheit. So bietet die Ruder-Fellowship (IFoRR) die Anreise mit Kirchen-Booten über den Rhein an. Natürlich wird auf der Tour von Speyer über Worms und Mainz bis nach Köln auch der Loreley-Felsen in Augenschein genommen. Bis nach Hamburg geht die Tour allerdings nicht. Die letzte Etappe muss per Bahn oder Bus zurückgelegt werden. Ähnlich machen es die Mitglieder der Cruising Fellowship, die zur „Rotarians on the Rhine“-Cruise einladen. Nur dass sie es eben etwas gemütlicher angehen lassen – im Liegestuhl an Deck eines Rheinschiffs.

Ganz anders sieht es bei einer Ruder-Etappen-Fahrt auf der Elbe aus. Die Elbe-Charity-Boat-Tour von Governor Udo Noack aus dem Distrikt 1800 Richtung Hamburg startet in Tschechien. 35 Rotary und zwei Rotaract Clubs haben bereits ihr Mitorganisieren und Mitfahren signalisiert. Sie wollen mit Kanus, Ruder-, Segel-, Motor- und Schlauchbooten einen Staffelstab von Club zu Club, von Ort zu Ort weitergeben (siehe links). Und auch über Saale, Spree und Havel sowie die nahen Kanäle sollen Ruder-Freunde dazustoßen. Mit dabei ein Fahrgastschiff und ein historisches Schiff. Die Etappen sind für etwa drei Stunden geplant, sodass Zeit bleibt, Sehenswertes entlang der Ufer oder in Zielorten wie Riesa, Wittenberg, Dessau, Magdeburg oder Lüchow-Dannenberg zu entdecken. Rund um die Tour soll es Spendenaktionen zugunsten von Projekten wie „Women in Peacebuilding“ geben. Auf der letzten Etappe (von Geesthacht) läuft ein Schiff stellvertretend nach Hamburg ein, um ein Rotary-Rad symbolisch für das Motto „Global Peace – Peaceful Coexistence“ in der Convention-Stadt an RI zu übergeben. (Kontakt: udo.noack@rotary1800.org)

Die Radler wollen dem in nichts nachstehen und bieten sportbegeisterten Radfahrern zum Beispiel eine Tour von Köln nach Hamburg an (Infos: Christian Stakelbeck, christian@frag-christian.de). Diese ist vor allem für eher entspannte Touren-Radfahrer geeignet.

Einladung für alle Altersgruppen, alle Leistungsstufen

Eine andere Rad-Tour wird dagegen in London starten – die Epic Tour against Diabetes. Initiator Edwin A. Velarde will am 27. Mai möglichst viele Mitfahrer in Amsterdam aufsammeln und mit ihnen Richtung Hamburg touren.  Vorher lohnt auch eine Stippvisite bei den 4-Days der Fellowship Cycling2Serve in Geraardsbergen/Belgien (23. bis 26. Mai).

Eine große Radtour hat sich auch Kirk Reed, Governor in Arizona, vorgenommen. Er startet am 19. Mai in Vilnius und radelt quer durchs Baltikum – mit vielen Sight-seeing-Stops (Kontakt: wkirkreed@gmail.com). Mitradler sind willkommen.

Die Rotaracter haben indes zur Convention die Next Generation Ride Challenge (24. bis 30. Mai 2019) ausgerufen. Rotaracter aus Frankreich und Deutschland wollen dabei von Thionville (Frankreich) nach Hamburg radeln und Geld für die Organisation ­„World Bicycle Relief“ sammeln, die Menschen in Afrika mit Fahrrädern versorgt, damit sie weite Strecken zur Schule oder zur Arbeit überwinden können. Um möglichst viel Geld in den Spendentopf geben zu können, werden entlang der Strecke in Köln, Dortmund, Osnabrück und Bremen noch Unterstützer mit freien Betten gesucht.

Verdammt schnell werden zudem die rotarischen Radfahrer des Race-Across-America-Teams (RAAMs Polio) in die Pedale treten – sie radeln in weniger als zwei Tagen von Salzburg aus nach Hamburg. Der Höhepunkt wird dann auch für sie sein, wenn alle Radler sich am 1. Juni in Hamburg-Bergedorf treffen, um die letzte Etappe in die Convention-Stadt am 1. Juni gemeinsam zu absolvieren.

Die Travel and Hosting Fellowship (ITHF) nutzt indes die Gelegenheit zu einem Abstecher nach Russland vor der Convention: Die Städte des Goldenen Rings stehen ab 19. Mai 2019 auf der Reiseroute. Doch wenn die Sonne lacht, kann Hamburg mit seinem tollen Convention-Programm vielleicht sogar diese Städte-Kleinodien überstrahlen.

Die Motorradfahrer (IFMR) haben sich  dagegen schon für die Anreise zehn Orte ausgesucht, von denen aus Ende Mai eine Sternfahrt nach Hamburg starten wird (Info: tourenmeister@ifmr-ags.org). Neben München, Berlin, Frankfurt/Oder, Flensburg und Saarbrücken sind auch Zürich und Innsbruck dabei. Am 1. Juni wollen die  Biker dann beim House of Friendship stilvoll im Konvoi vorfahren. Mehr als 75 Teilnehmer haben die Lederkluft schon bereitgelegt und polieren quasi ihre Maschinen für den großen Auftritt. 

Bahn-Anreise mit Convention-Special

Die Deutsche Bahn bietet übrigens für die Anreise zur Convention Sonderkonditionen an. Über den Link www.hamburg-convention.com/eventplaner/einfach- ankommen (englisch: www.hamburg-convention.com/en/eventplaner/einfach-ankommen) kann man die Hamburg-Anreise von jedem Bahnhof im Bundesgebiet aus für 54,90 Euro als einfache Fahrt mit Zugbindung (1. Klasse: 89,90 Euro) buchen. Wer ein flexibles Ticket bevorzugt, zahlt 74,90 Euro pro Strecke (1. Klasse: 109,90 Euro). Das sogenannte Veranstaltungsticket soll die Rotarier ohne großen Buchungs-Wirrwarr zur Convention bringen. Vom 1. bis 5. Juni können Sie dann das Convention-Ticket als Fahrkarte für Busse, S- und U-Bahnen nutzen. Und da auch die Elbfähren zum öffentlichen Nahverkehr gehören, locken sie täglich zur Mini-Schiffsreise auf der Elbe beziehungsweise Richtung Blankenese oder Wedel. Die Nutzung der Stadtfähren ist im Convention-Ticket also inklusive.

Außerdem gibt es in Hamburg rund 4500 frei nutzbare rote Fahrräder. Das StadtRAD-System (stadtrad.hamburg.de) erfordert lediglich eine Registrierung über die Website oder die App. Diese sind auch in englischer Sprache nutzbar. Bezahlt wird eine Jahresgebühr von fünf Euro und nur die Zeit, in der ein Rad tatsächlich genutzt wird (bis 30 Minuten kostenlos). Steht ein Leihrad an einem der Terminals, tippt man auf einem Display am Lenker nur die zugehörige PIN ein und schon kann es mithilfe von Mastercard, American Express  oder Visa Card ausgeliehen werden. Über diese Karte erfolgt später auch die Abrechnung. Alles ganz easy – Barry Rassin hat es auch schon ausprobiert. Die Räder können an jeder der 240 Stationen entliehen – und nach der Tour an jeder anderen Station im Stadtgebiet abgestellt werden. Gibt es ein Problem, stehen englischsprachige Kundenbetreuer am Telefon zur Verfügung.

Weitere Infos bietet die StadtRAD-Website. Hier finden Radbegeisterte auch viele Tipps für Hamburg-Trips. Die Stadt offeriert auf diesem Wege allen, die als Pedalritter die Viertel rund um den Convention-Standort Messehallen erkunden wollen, ihre schönsten Ecken: an Elbe und Alster, in den Parks und Vororten, in den verträumten oder aufregend-prickelnden Stadtvierteln. Denn ab Mitte Mai heißt es: Hamburg, wir kommen!