Berufsdienst vom Feinsten

Distrikt 1810: Leverkusen Die jugendlichen Schulabgänger in Leverkusen profitieren vom Engagement der Rotary Clubs vor Ort, die seit zehn Jahren bei der beruflichen Orientierung helfen
Jedes Jahr verlassen bundesweit rund 800.000 Absolventen die allgemeinbildenden Schulen – in wenigen Wochen ist es wieder so weit. Und was dann? Die Entscheidung für den richtigen Berufsweg gehört zu den schwierigsten Fragen am Ende der Schulzeit. Studium oder Ausbildung, Universität oder Fachhochschule, ein klarer Plan oder erst einmal Orientierung? Genau hier setzt die Berufsinformationsveranstaltung der Rotary Clubs Leverkusen, Leverkusen-Opladen und Leverkusen Rhein-Wupper an. Die Veranstaltung vor ein paar Wochen fand bereits zum zehnten Mal am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leverkusen-Lützenkirchen statt. Rund 300 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 aus Leverkusener Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Studien- und Berufsmöglichkeiten zu informieren – auf einem Marktplatz und während Übersichts- sowie Berufsvorträgen. Auf dem Marktplatz präsentierten sich Universitäten und Hochschulen der Region sowieInstitutionen aus Wirtschaft und öffentlichem Dienst. Insgesamt standen 21 Aussteller für persönliche Gespräche zur Verfügung. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, Fragen zu Studiengängen, Ausbildungsmöglichkeiten und beruflichen Perspektiven zu stellen.
Stabile Säule der lokalen Berufsorientierung
In zehn Übersichtsvorträgen erhielten die Jugendlichen einen breiten Überblick. Themen waren unter anderem Studieren an der Universität, und wenn ja, was, duale Ausbildung und duales Studium, Karriere im Handwerk, Studieren im Ausland oder Zukunft der Berufe. Am Nachmittag folgten 33 Berufsvorträge mit Einblicken in konkrete Tätigkeitsfelder. Vorgestellt wurden beispielsweise Architektur und Bauingenieurwesen, Informatik, Medizin und Pflegeberufe, Journalistik oder Umwelttechnik. Als Referenten engagierten sich Mitglieder der drei Rotary Clubs, Lehrkräfte sowie Fachleute, die durch persönliche Kontakte der Organisatoren gewonnen wurden.
Auch Leverkusens Oberbürgermeister Hebbel machte sich vor Ort ein Bild von der Veranstaltung und würdigte das Engagement der Beteiligten. Nach zehn Jahren hat sich die Initiative der Rotary Clubs zu einem festen Bestandteil der Studien- und Berufsorientierung in Leverkusen entwickelt. Möglich wird dies durch das ehrenamtliche Engagement der Rotarier und die enge Zusammenarbeit mit dem Werner-Heisenberg-Gymnasium. Die Fortsetzung folgt im kommenden Jahr.
Erste Stolpersteine in Jülich
Als Zeichen für Erinnerungskultur, Bildungsarbeit und demokratische Werte versteht der RC Jülich die von ihm angeregte und finanzierte Verlegung der ersten Stolpersteine in seiner Stadt. Sieben Gedenksteine erinnern an Mitglieder der jüdischen Familien Voss und Horn, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Die Steine wurden an den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer in der Kölnstraße und der Marktstraßegesetzt. Gunter Demnig, Initiator des europaweiten Projekts, versenkte sie selbst im Pflaster.





