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von Aleksandra Letić | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Bosnien und Herzegowina: ​Am Geburtstag von Rotary gibt es für Neugeborene Präsente 

Etwas Bemerkenswertes geschah am 23. Februar 2026, dem 121. Geburtstag der weltweiten Rotary-Bewegung, in Bosnien und Herze-gowina. Rotary Clubs aus allen Teilen des Landes hatten sich entschlossen, eine gemeinsame Aktion zu starten. Jeder teilnehmende Club beschenkte in seiner Stadt Familien mit Neugeborenen in den jeweiligen Kliniken. 

Die Aktion „Rotary Babies 2026“ erreichte 73 Babys in elf Städten – von Sarajevo über Zenica bis Mostar. Was diese Initiative besonders macht, ist nicht nur die Zahl der beschenkten Familien, sondern die Art und Weise, wie Rotary Clubs über regionale und politische Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Das für sich genommen ist für Bosnien und Herzegowina schon eine besondere Leistung, die Zeit, wie die rotarische Gemeinschaft mit ihren Werten Menschen verbindet.

In Zenica wurden ganze Stationen mit Bettwäsche und medizinischen Geräten ausgestattet, in Sarajevo und Ost-Sarajevo erhielten drei Kliniken liebevoll gepackte Geschenksets, in Bihać und Cazin wurden Familien mit finanziellen Zuwendungen bedacht. Auch in Tuzla, Bijeljina und Doboj standen die Clubs Seite an Seite, um ihre Botschaft zu überbringen: „Wir sind eine Gemeinschaft, die Leben unterstützt“.

Solidarität sichtbar machen

Die Vielfalt der Beiträge zeigt die Kraft des Netzwerks: Jeder Club brachte eigene Ideen und Mittel ein, doch alle folgten demselben Ziel – Solidarität sichtbar zu machen. Rotary, 1905 in Chicago gegründet, ist heute ein globales Netzwerk mit über 1,2 Millionen Mitgliedern. In Bosnien und Herzegowina zeigt sich diese internationale Idee in lokaler Praxis: Zusammenhalt statt Einzelaktionen, Kooperation statt Konkurrenz. 

„Rotary Babies 2026“ ist damit mehr als eine Jubiläumsfeier. Es ist ein Bild dafür, wie eine internationale Bewegung in einem Land mit vielen Herausforderungen Brücken baut – zwischen Städten, zwischen Menschen, zwischen Generationen.

„Rotary zeigt durch konkrete Projekte, wie Humanität keine deklarative Wertvorstellung ist, sondern eine Praxis, die in der lokalen Gemeinschaft gelebt wird. Das Beschenken von Babys, die am Rotary-Tag geboren werden, ist zu einer erkennbaren und kontinuierlichen Aktivität des Zenica-Clubs, aber auch anderer Rotary Clubs in Bosnien und Herzegowina geworden. Jedes Jahr verwandelt sich dieses Datum, anstatt formell begangen zu werden, in direkte und praktische Hilfe für die Gemeinschaft“, betonte der Clubpräsident des RC Zenica Dino Omerspahić.

„Die Aktion stellt eine der bedeutendsten humanitären Initiativen des lokalen Rotary Clubs dar, da sie auf direkte und konkrete Weise zur Verbesserung der Bedingungen für die jüngsten Mitglieder der Gemeinschaft beiträgt. Diese Aktion hat eine langfristige und zutiefst menschliche Komponente“, ergänzt Ljubisa Blagojevic, Präsident des Rotary Clubs Doboj. Neben materieller Hilfe habe diese Aktion auch einen starken symbolischen Wert. Sie vereine Bürger, Unternehmer und Institutionen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, und fördere Solidarität sowie Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Schwächsten. „Damit bestätigt jeder teilnehmende Rotary Club seine Rolle als führender Akteur in humanitären Aktivitäten und als Motor positiver Veränderungen“, betont Blagojevic.

Die Aktion „Rotary Babies“ stärke zudem die Sichtbarkeit und das Vertrauen in die Arbeit der einzelnen Clubs, da die Bürger konkrete Ergebnisse und Transparenz im Handeln erkennen. Gerade deshalb ist diese Initiative nicht nur eine einmalige Hilfe, sondern eine langfristige Investition in die Gemeinschaft und ihre Entwicklung. 

„In einer Zeit, in der Menschlichkeit und Zusammenhalt wichtiger sind denn je, bleibt die Aktion ‚Rotary Babies‘ ein leuchtendes Beispiel dafür, wie eine lokale Initiative eine starke und nachhaltige Wirkung haben kann“, erklärt Ljubisa Blagojevic abschließend.