Wien/Schladming/Salzburg - Mozart-Fan Tanaka zu Gast in Österreich

Beim Bundespräsidenten Heinz Fischer in der Wiener Hofburg: Past-Gov. Anton Hilscher, Assistant Gov. Martina Postl, RI-Dir. Gideon Peiper, RI-Präs. Tanaka, Bundespräsident Heinz Fischer, Past-RI-Dir. Krön, Past-Gov. Barbara Kamler-Wild, Gov. Herbert Ederer, Dolmetscher Ernst Laschan (RC Wien-Hietzing) © Kurt Deutsch/ RC Wien-Schubert

12.04.2013

Wien/Schladming/Salzburg

Mozart-Fan Tanaka zu Gast in Österreich

Heinrich Marchetti-Venier

Frauen als Zukunft von Rotary sowie Sport und Musik als Friedensvermittler standen auf dem Programm des RI-Präsidenten-Besuches

Frauen als Zukunft von Rotary sowie Sport und Musik als Friedensvermittler standen auf dem Programm des RI-Präsidenten-Besuches Fünfzig Jahre bin ich jedes Jahr in der Welt gereist, als Jugendlicher habe ich auch Österreich erlebt.“ Heute umrundet RI-Präsident Tanaka den Globus, um seine persönliche Botschaft „Peace Through Service“ zu verbreiten. Mehr noch wirkt er persönlich: herzlich, liebenswürdig und ohne Launen. In seinen Besuch haben Gov. Herbert Ederer (1910/Weiz), Elmar Marent (1920/Dornbirn) und Past-RI-Dir.-Peter Krön (1920/Salzburg) viel Vorarbeit investiert. Denn fünf Tage einem Land zu widmen ist eine Auszeichnung. Das Programm führt Tanaka an drei symbolische Orte, denn so kann man im Distrikt 1910 Frauen und Sport sowie im Distrikt 1920 die Musik thematisieren – zwei davon mit traditionell österreichischem Charakter. Wien ist internationaler Standort. Im Haus der Industrie haben Past-Gov. Barbara Kamler-Wild (Wien-Graben) und ihr Team eine Konferenz mit dem Titel „Rotary Women for International Peace“ vorbereitet. Bereits am Vormittag wird auch ein integratives Projekt in der Haebergasse besucht. Nun sieht man unter den Ehrengästen RI-Dir.-Gideon Peiper, die Sprecherin des Deutschen Governorrates, Past-Gov. Hildegard Dressino, und zwei ihrer Kollegen, den Gov. von Serbien-Montenegro und als REP Past-Gov. Anton Hilscher (Wien).

Frauen fördern

„Ohne Frauen geht es nicht“, ist sich RI-Präs. Tanaka sicher. Er sieht in Frauen als neuen Mitgliedern Wachstum und Zukunft von Rotary. Peter Krön spricht von den Anfängen; ein Vierteljahrhundert dauerte die Anerkennung von Frauen als Mitglieder. In Andeutung des Frauendefizits der Clubs in Österreich und Deutschland spricht es Past-Gov. Kamler deutlich an: „Ist es eine Schande, wenn Frauen in einem Club sind?“ Fadila Memisevic aus Bosnien-Herzegowina ist begeistert. In ihrem Land haben Frauen ohne Männer Aufbauarbeit geleistet, um wieder friedlich zu leben. Dass Frauen in Afrika durch ihre Arbeit zum Frieden beitragen, die Gleichberechtigung der Frau im Beruf noch nicht angekommen ist und man nicht zuwarten kann, Frauen aufzunehmen, stimmen die anderen Vorträge in einen Kanon für die Frau ein. Wien und Stimmung sind auch eins. Nur an die 200 Gäste fasst abends der Raum am Gerstenboden der Ottakringer Brauerei von Past-Gov. Engelbert Wenckheim (Wien-Ring). Mit Musik vom Peace Rotarian Chamber Orchestra begleitet, entsteht ein schöner Rahmen der Begegnung von Clubs des Dis­triktes 1910 mit Tanaka. Die Überraschung des Abends: Past-Gov. Paul Jankowitsch (Baden) kann von der Gründung eines Länderausschusses Japan-Österreich berichten. Dass Sport Friedensdimension hat, wissen wir seit der Antike. Gerade hält die Skination von Weltrang in Schladming die Ski-Weltmeisterschaft ab. Dieses Zusammenspiel nutzt Gov. Ederer mit Hilfe des RC Schladming neben dem Besuch des Teamwettbewerbs zu einer Diskussion „Sport und Frieden“ mit bekannten Sportlern und Tanaka. Dabei wird betont, dass fairer Wettkampf sowohl eine Form friedlicher Auseinandersetzung als auch internationale Kommunikation darstellt. Tanaka sieht im Kommunizieren zwischen Gegnern das Mittel für den Frieden. Salzburg, der Name hat Klang in der Welt und liegt inmitten des Dis­triktes 1920. Wo besser kann Gov. Elmar Marent mit dem Ehepaar Krön die Begegnung seiner Clubs mit Tanaka planen. „Ich bin überwältigt!“, sind seine Worte, als an die 500 Gäste RI-Präs. Tanaka die abendliche Ehre geben. Klassik und Pop, aber noch mehr die Festrede von Rot. Reinhard von Gutzeit „Böse Menschen haben keine Lieder?“ überzeugen. Gemeinsam Musizieren und Musik erleben bringt weltweit Gefühle, um das Ideal des Friedens zu beschwören und darauf hinzuarbeiten, wie es bereits Mozarts Opern beinhalten. Dem Mozart-Fan Tanaka werden am Vormittag die Geheimnisse des Mozarthauses aufgedeckt, während im Rathaus, dem Schloss Mirabell, auf touristische und musikalische Beziehungen zu Japan verwiesen wird. Mittags auch die Verleihung des Service Above Self Awards an Past-Gov. Thomas Watzenböck. Im Pressegespräch am Morgen gibt es Hinweise auf ein spezielles Interesse von Tanaka für Afrika, den gequälten Erdteil. Er möchte in seinem Jahr, dass zu den 30.000 Mitgliedern dort 5000 neue kommen. Nur aus eigener Kraft der Clubs, der Menschen vor Ort selbst und der unpolitischen Rolle von Rotary ist ein besseres Leben vorstellbar. Vielleicht bereits ein Nachfolgeprojekt von Polio? Tanaka hält sich bedeckt. „In drei Jahren können wir Rotarier darüber diskutieren, was wir als Nächstes anpacken.“ Wien ist wieder Endpunkt des Besuches. Vorher besichtigt man Stift Melk. Die Zeit drängt, abends ein Opernbesuch, aber zuvor eine Visite bei Bundespräsident Heinz Fischer. Tanaka schildert die Erfolge bei Polio und ersucht um weitere Beteiligung von Österreich. Das Land, sagt der RI-Präsident, leiste wichtige Beiträge zum Frieden. Sport und Musik sind perfekte Formen von Kommunikation. Hier sei ein Land, das gerade durch sein Engagement im Sport und durch die Musik außerordentlich zur Aufrechterhaltung der Kommunikation beitrage und damit den Frieden wesentlich voranbringe.

Erschienen in Rotary Magazin 4/2013

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.

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