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Distrikt

Im Zeichen der Flüchtlingshilfe

Distrikt - Im Zeichen der Flüchtlingshilfe
Das Blasmusikorchester Neukirchen spielte

Viele Einzelaktionen und Ideen - die Wogen der Hilfsbereitschaft verebben nicht, nehmen mit fortschreitendem Winterwetter eher noch zu

Heinrich Marchetti-Venier01.12.2015

Gemeinsame Kräfte bündelt der RC Grieskirchen nicht nur mit einem Event in Bad Schallerbach, sondern dem Ersuchen an Sponsoren, Mittel für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Sein Benefizkonzert unter dem Motto „Oberösterreicher helfen Flüchtlingen“ wurde zu einem fulminanten Erfolg. Gemeinsam mit zahlreichen Organisationen konnte ein beachtenswertes Zeichen der Solidarität für Menschen gesetzt werden. „Ein Benefizkonzert kann die Flüchtlingskrise nicht lösen, aber es kann dazu beitragen, die Not von Menschen auf der Flucht zu lindern“ fasste Rot. Markus Achleitner die Motivation zusammen. Der Club übergab dem Roten Kreuz eine Summe von 26.000 Euro. Die Spende geht zur Hälfte an die Flüchtlingshilfe hier und an die UNHCR-Flüchtlingshilfe direkt nach Syrien und dem Libanon.

 

Viele Einzelaktionen und Ideen kamen zu Tragen. So verkauft der RC Rohrbach zur Verbesserung der Lage von Flüchtlingen 20.000 Tulpenpackungen um 12.000 Euro. Oder es gibt Mitglieder wie Eva Fischer vom RC Wels-Nova, die mit ihrem Mann von 5 Uhr früh bis 17 Uhr nachmittags am Bahnhof Wels Flüchtlinge versorgt, für die sie vorher gekocht hat. Die Bewohner eines Flüchtlingsheims hat dagegen der RC Schärding durch eine Busfahrt mit der Region vertraut gemacht.

 

Rotarier werden Paten

Ob vielen oder einem geholfen, es macht keinen Unterschied. „Perspektiven eröffnen, Zukunft schaffen“ hat sich der RC Bischofshofen gedacht und schon eine der im Land Salzburg beabsichtigen Patenschaften für ein Flüchtlingskind übernommen. Er trägt die Ausbildungskosten und sichert einen Schulplatz in einer höheren Schule. In Tirol ist der RC Kufstein tätig geworden, bestellt einen „Flüchtlingsbeauftragten“ und schnürt mit anderen Clubs Hilfspakete. Er selbst hält Kontakt zu einem Flüchtlingsheim mit 150 Menschen und geht auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge ein. Es werden Kosten für ein Schul-Start-Paket für Schulkinder übernommen, Einrichtungen beschafft und ein Tagesausflug unternommen.  

 

In Vorarlberg startet der RC Bludenz eine Patenschaft mit dem Haus Noah, wo unbegleitete junge Flüchtlinge leben. Man macht es sich zur Aufgabe, Nachhilfe anzubieten, Praktika und Lehrstellen zu vermitteln und Kontakte für sinnvolle Freizeitgestaltung herzustellen. Ebenfalls soll ein Mentoring den Jugendlichen die Integration erleichtern.

Heinrich Marchetti-Venier

DDr. Heinrich Marchetti-Venier wurde in Oberösterreich geboren. Nach dem Abitur nahm er ein Studium des Lehramtes sowie der Geistes- und Naturwissenschaften an den Universitäten Salzburg auf, es folgten die Stationen, Wien, München, Bochum, Turin, Strasbourg und Washington. Anfangs Tätigkeit in der Raumordnung, später als Historiker und Privat-Gutachter sowie Autor. Er hatte lange Zeit das Amt des Distriktberichters für die österreichischen Distrikte D 1910 und 1920 inne. Heinrich Marchetti-Venier starb im November 2015.