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Distrikt 1920

Bildung – der Rohstoff Europas

Distrikt 1920 - Bildung – der Rohstoff Europas
„Durch Übung ist viel erreichbar“: Humangenetiker Prof. Dr. Markus Hengstschläger © Toni Niederwieser

Die Förderung von Talenten ist eine der großen Stärken, die Rotary von anderen Serviceclubs unterscheidet.

Gustav Oberwallner01.02.2017

Für die Integration der vielen Asylwerber in D 1920 sind berufliche Hands-on-Initiativen wie „Talente bei Migranten fördern“ ideal, denn mit diesem Projekt schaffen die rotarischen Freunde in Vorarlberg eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Ein viel beachteter Vortrag von Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger anlässlich der 50-jährigen Charter des RC Kitzbühel zielte ebenfalls auf dieses Potenzial. Unter dem vielversprechenden Titel „Individualität als Innovations­motor für die Zukunft“ stellte sich Hengstschläger der Herausforderung, Zukunft und Bildung als Ausdruck der Individualität aus der Perspektive eines Genforschers zu erklären. „Im Regelfall ist für jeden Menschen durch Übung viel erreichbar“, so Hengstschläger. „In Abkehr eines weit ver­breiteten Ansatzes sollte das Üben nicht auf Problemfelder beschränkt bleiben. Es gilt viel mehr, Begabungen zu ­fördern.“
 
Duale Bildung als Basis
Europa, weitgehend ohne ­wesentliche Grundstoff-Vorräte wie Erdöl, Eisenerz, seltene Erden und eine im globalen Vergleich nicht vorteilhafte Personal-Kostenstruktur, sollte die breite Basis gut ausgebildeter Jugendlicher durch die verstärkte Förderung dringend benötigter Talente in zahlreichen Bildungsbereichen nutzen. Das seit Generationen gut eingeführte Jugendaustausch- Programm von Rotary für Schüler und Jugendliche der dualen Ausbildung begeistert immer wieder sowohl die Jugendlichen als auch die Eltern, insbesondere aus bildungsorientierten Familien. Ein gerade jüngst in Tirol neu gegründeter Rotaract Club – RAC Karwendel – stellt die Attraktivität unseres Wertesystems für aufstrebende Jugendliche unter Beweis.

Der RC Aisttal-Hagenberg präsentierte jüngst in ­einer mit den RCs Perg, Gallneukirchen und drei Aisttalgemeinden organisierten Buchvorstellung den außerordentlichen Lebensweg des Bauunternehmers Franz Wimberger. Das Buch „Lebenswende statt ­Lebensende“ beschreibt sehr offen seinen Lebensweg und zeigt auf, wie Wimberger trotz einer sehr beschwerlichen Ausgangssituation auf dem ­elterlichen Bauernhof dank Bildung und Ausdauer zu ­einem erfolgreichen Unternehmer werden konnte.

Das Zusammenspiel von ­intellektueller Auseinandersetzung, Hands-on-Projekten wie der Talenteförderung von anerkannten Asylanten durch Vorarlberger Clubs und eine aktive Jugendarbeit zahlreicher Clubs durch Short- oder Long-­Term-Auslandsaufenthalte ist Garant einer stetigen Weiterentwicklung!