Distrikt 1810

Buffalo Bikes: Fahrräder für ein selbstbestimmtes Leben

von Monika Hörig | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

Zur traditionellen Rolle der Mädchen in Sambia gehören Wasser holen und andere zeitraubende und kräftezehrende Hausarbeiten – der Besuch von Schulen ist zweitrangig. Hier sind die "Buffalo Bikes" der World Bicycle Relief ein echter Gamechanger

Der RC Trier-Hochwald ist für dieses Projekt bereits seit 2016 aktiv: "Wir konnten ­bisher 850 Fahrräder finanzieren", berichten Margreth Eiden-Götten und Mechthild Neyses-Eiden. Verteilt ­werden die ­"Buffalo-Bikes" nicht nur, aber mit 70 Prozent überwiegend an ­Mädchen verteilt. Wer ein solches Fahrrad bekommt, hängt von der Entfernung des Wohnorts zur Schule und von familiären Umständen ab. Die Zuweisung übernehmen eigens geschulte Programm-Komitees der ­Gemeinden, die mit den ­Kindern und ihren ­Eltern vor der Übergabe einen "study-to-own"-Vertrag abschließen. Wer die Schule regelmäßig und pünktlich besucht und sie erfolgreich abschließt, darf das Fahrrad behalten.

Belastbar und wartungsarm

Ein "Buffalo Bike" kostet 147 Euro und bringt stolze 23 kg auf die Waage. Der bis zu 100 kg belastbare Gepäckträger hält auch schwere Lasten aus. Ein starker Stahlrahmen macht das Rad robust und wartungsarm. An jeder Projektschule wird ein Mechaniker ausgebildet, Reparatur-Kits und Ersatzteile stehen zur Verfügung.

Ziel: 1000 "Buffalo Bikes"

Die Mitglieder des RC Trier-Hochwald sind von ihrem Projekt überzeugt, halten häufig Vorträge und sammeln Spenden, so auch beim „Großen Preis der Stadt Trier“, einem vom Radsportverein Schwalbe Trier e. V. organisierten Fahrradrennen, das alljährlich in der Innenstadt von Trier stattfindet. „Mindestens 1000 Buffalo Bikes sollen es werden“, heißt es.

Bildung gegen Armut

Weltweit gehen mehr als 59 Millionen Kinder nicht in die Schule. In ländlichen Regionen Afrikas ist oft die Entfernung zu groß. Kilometerlange Schulwege zu Fuß sind so zeitraubend, dass Lernen und Unterrichtsvorbereitung für den erfolgreichen Schulabschluss nicht möglich sind. Das trifft vor allem Mädchen. Gut belegt ist der enge Zusammenhang von Bildungsmangel und Armut. Und umgekehrt: Gebildete Frauen fördern die Bildung der eigenen Kinder.

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