Hartmut Stielow bringt Rotary und Springhornhof zusammen

Drei Rotary Clubs haben ein internationales Kunst-Workcamp am Springhornhof bei Neuenkirchen unterstützt. Jugendliche aus aller Welt gestalteten dort eine Erinnerungslandschaft
Elf Jugendliche aus acht Ländern stehen auf einer 16 Meter großen Betonfläche am Ortsrand von Neuenkirchen. Mit Hammer und Meißel arbeiten sie Symbole und persönliche Geschichten in den Beton. Taiwan, Armenien, Großbritannien, Spanien, Ukraine, Mexiko, Russland und die Türkei sind in dieser Gruppe vertreten. Was hier entsteht, ist nicht nur ein neues Kunstwerk für die Neuenkirchener Kunstlandschaft. Es ist auch ein Beispiel dafür, wie Völkerverständigung ganz praktisch funktionieren kann.

Dass die Jugendlichen aus aller Welt in Neuenkirchen zusammenkommen konnten, ist auch dem Engagement der Rotary Clubs Walsrode, Schwarmstedt Aller-Leine-Tal und Soltau zu verdanken. Seit drei Jahren unterstützen die drei Clubs das internationale Jugend-Workcamp des Springhornhofs finanziell. Eine wichtige Rolle dabei spielt Hartmut Stielow vom RC Schwarmstedt Aller-Leine-Tal. Als Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Springhornhof kennt er beide Welten – die Arbeit des Kunstortes ebenso wie das rotarische Engagement für Jugend, internationale Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Es geht nicht nur darum, Geld zu geben“
Für Stielow liegt der Reiz des Projekts gerade in seiner praktischen Ausrichtung. Die Jugendlichen kommen nicht nach Neuenkirchen, um sich Kunst lediglich anzusehen. Sie arbeiten selbst daran. Gemeinsam mit dem Hamburger Künstler Marcel Große und unterstützt von Fachleuten aus Kunst und Handwerk entwickeln sie eine neue Landschaftsskulptur. Dabei müssen sie sich verständigen, Ideen austauschen, Entscheidungen treffen und gemeinsam anpacken.

Genau diese Verbindung habe ihn überzeugt, das Projekt auch seinen rotarischen Freunden vorzustellen. „Es geht nicht nur darum, Geld zu geben“, so lässt sich der Gedanke hinter der Unterstützung zusammenfassen. Die Jugendlichen sollen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas schaffen, das bleibt.
Das Projekt verkörpert geradezu die rotarischen Leitgedanken: internationale Begegnung verbunden mit konkretem gesellschaftlichem Engagement. Rotary versteht unter seinen Hands-on-Projekten ausdrücklich Vorhaben, bei denen nicht allein finanzielle Hilfe geleistet wird, sondern Menschen selbst aktiv werden.

Drei Clubs ziehen an einem Strang
Aus dieser Überzeugung heraus haben sich der RC Walsrode, der RC Schwarmstedt Aller-Leine-Tal und der RC Soltau zusammengeschlossen, um das Jugend-Workcamp seit drei Jahren zu fördern. Das aktuelle Projekt mit Marcel Große wurde besonders durch Spenden, die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des RC Walsrode gesammelt wurden, unterstützt. Die Unterstützung ermöglicht es dem Springhornhof, die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterzubringen und zu verpflegen.
Die internationale Zusammensetzung ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Organisiert wird das Workcamp gemeinsam mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd), die internationale Jugendbegegnungen und Workcamps durchführen. Jugendliche unterschiedlicher Herkunft leben und arbeiten dabei für einige Wochen zusammen.

„Hier wird Völkerverständigung nicht erklärt, sondern gelebt“, könnte die Idee hinter dem Engagement der Rotary Clubs kaum besser beschreiben. Für Rotary ist die Unterstützung deshalb mehr als eine Kulturförderung. Natürlich trägt sie dazu bei, die Landschaftskunst des Springhornhofs zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig investiert sie aber auch in Begegnung und persönliche Erfahrungen junger Menschen.
Für Hartmut Stielow ist gerade diese Verbindung entscheidend. Der Springhornhof bietet den Ort, Künstler und fachliche Anleitung. Die ijgd bringen die internationale Jugendgruppe zusammen. Die Rotary Clubs tragen dazu bei, dass Unterkunft und Verpflegung finanziert werden können. Und die Jugendlichen selbst machen aus all dem ein gemeinsames Projekt.

So treffen am Springhornhof drei Anliegen aufeinander: Kunst erhalten, junge Menschen fördern und internationale Verständigung ermöglichen.






























