Distrikt 1800
von Gabriele Arndt-Sandrock |
| Lesezeit: 2 Minuten

Rotary im Wertewandel

Klare Zeichen setzen in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche: mit dem neuen Sachgebiet und dem geplanten Themenclub „Lebendige Demokratie.“

Rotary versteht sich seit jeher als internationale Wertegemeinschaft. Persönliche Verantwortung, Achtung der Menschenwürde, Toleranz, Freiheit und demokratische Grundprinzipien gehören zum ethischen Fundament der rotarischen Idee. In Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche und wachsender Herausforderungen für demokratische Strukturen gewinnen diese Werte neue Aktualität.

Neues Sachgebiet im Kontext der Gegenwart

Vor diesem Hintergrund hat der Distrikt 1800 das neue Sachgebiet „Rotary im Wertewandel“ eingerichtet. Ziel ist es, die tragenden rotarischen Werte unter gegenwärtigen Bedingungen zu reflektieren, zu stärken und sichtbar zu machen – nach innen in die Clubs ebenso wie nach außen in Gesellschaft und Öffentlichkeit. Die Verantwortung für den Aufbau dieses Sachgebiets liegt bei PDG Franz Rainer Enste, der den Themenkomplex in enger Abstimmung mit der Distriktleitung entwickelt.

Im Mittelpunkt steht ein umfassendes Verständnis von Demokratie: nicht nur als staatliches Ordnungsprinzip, sondern als gelebte Haltung, die auf Respekt, Verantwortung und Mitwirkung basiert. Rotary will hier Orientierung geben, zur Diskussion anregen und konkrete Projekte fördern – insbesondere solche, die junge Menschen erreichen und zur demokratischen Bildung beitragen. Bereits bestehende Initiativen im Distrikt, wie „HAPPy-kratie“ (RC Celle) oder „Demokratie (er)leben“ (RC Lüchow-Dannenberg), sollen sichtbarer gemacht und durch eine wachsende Ideenbörse ergänzt werden.

Themenclub „Lebendige Demokratie“

Ein weiterer Baustein ist der geplante Aufbau eines anlassbezogenen – überwiegend online tagenden – Themenclubs mit dem Arbeitstitel „Lebendige Demokratie“. Dieser Club soll interessierten Rotariern eine Plattform bieten, sich unabhängig vom Wohnort gezielt mit Fragen demokratischer Kultur, Wertevermittlung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen. Das Clubmodell folgt neueren rotarischen Formen: regelmäßige digitale Meetings, ergänzt durch punktuelle persönliche Begegnungen, verbunden mit voller rotarischer Mitgliedschaft.

Die Mitglieder des Themenclubs sollen eigenständig über Namen, Satzung, Vorstand und inhaltliche Schwerpunkte entscheiden. Gedacht ist der Club als Raum für Austausch, Impulse und Projekte – auch im Sinne eines rotarischen Think-Tanks.

Mit dem neuen Sachgebiet und dem geplanten Themenclub setzt der Distrikt 1800 ein klares Zeichen: Rotary will den Wertewandel nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten – überparteilich, verantwortungsbewusst und im Geist der rotarischen Idee.

Gabriele Arndt-Sandrock

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