Europaweit unterschiedlich gelebt: Gleichberechtigung

Distrikt 1830: Ludwigsburg In einem internationalen Schulprojekt erarbeiten Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Italien die europaweiten Unterschiede bei der Gleichberechtigung von Frauen und Männern
Am Goethe-Gymnasium Ludwigsburg arbeiteten jeweils sechs Jugendliche des Lycée Robert Schuman (Haguenau), des Liceo Linguistico Falcone (Bergamo) und des Goethe-Gymnasiums gemeinsam zum Thema „Gender Equality in Europe“. In englischer Projektsprache entwickelten sie eigene Schwerpunkte: den Gender-Pay-Gap, Frauenrechte sowie die Rolle politisch einflussreicher Frauen.
182 Passanten befragt
In einer zweiten Projektphase in Bergamo vertieften die Jugendlichen ihre Arbeit und führten ihre Analysen fort. Die Schüler befragten 182 Passanten zu verschiedenen Aspekten der Gleichberechtigung, was Unterschiede innerhalb Europas sichtbar machte. Der Gender-Pay-Gap wird in Deutschland ausgeprägter wahrgenommen als in Frankreich und Italien. Besonders häufig nannten die Befragten zudem Ungleichheiten im Sport als Beispiel für bestehende Unterschiede.
Differenzierte Betrachtung
Darüber hinaus setzten sich die Jugendlichen mit Gewalt gegen Frauen auseinander, auch vor dem Hintergrund aktueller europäischer Gesetzgebung. In einem eindrucksvollen Beitrag zeigten sie, dass in der EU jede dritte Frau mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt hat und 55 Prozent sexuelle Belästigung erfahren haben. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele Fälle nicht angezeigt werden und nur ein Teil der Betroffenen Unterstützung in Anspruch nimmt.
In einer Serie porträtierten die Jugendlichen Frauen in der Politik und ordneten deren Rolle im europäischen Kontext ein. Weitere Beiträge erklärten grundlegende Themen wie den Gender-Pay-Gap oder das Recht auf Scheidung und dessen Bedeutung für Frauen und Männer in Europa.
Ihre Ergebnisse bereiteten die Schüler in Texten, Grafiken und kurzen Videoformaten auf und veröffentlichten sie auf ihrem Instagram-Account COREmemories.rotary, auf Tiktok sowie in einem Youtube-Video („CORE memories“). Für ihren Auftritt entwickelten sie ein eigenes Logo und eine gemeinsame visuelle Linie. Die Jugendlichen aus Ludwigsburg, Haguenau und Bergamo arbeiteten engagiert, kommunikativ und kreativ zusammen. Sie verbanden persönliche Perspektiven mit konkreten Ergebnissen und setzten sich differenziert mit ihrem Thema auseinander. Das Projekt entstand auf Anregung des RC Ludwigsburg. Die Clubs in Ludwigsburg und Bergamo finanzierten das Projekt vor Ort und – ebenso wie der RC Haguenau – die Reisekosten. Der RC Ludwigsburg erhielt einen District Grant zur Unterstützung.
586 Tonnen Hilfsgüter
Die Initiative „Heidenheim für Ukraine“ organisiert seit Beginn des Krieges verlässlich Hilfe für die betroffenen Regionen. Mindestens 586 Tonnen Hilfsgüter wurden bislang in 183 Transporten geliefert. Hinzu kommen gespendete Fahrzeuge, darunter ganz aktuell auch ein Feuerwehrfahrzeug aus Aalen für die Stadt Konotop. Der Rotary Club Heidenheim-Giengen unterstützt das Engagement aktiv.






















