„Ein Abend, der viel bewegt hat“

Distrikt 1950: Aschaffenburg – Doris Beier-Storch im Gespräch über eine erfolgreiche End-Polio-Now-Aktion
Du bist Präsidentin des Rotary Clubs Aschaffenburg-Schönbusch und Schatzmeisterin im Distrikt. Dein Club hat 37.500 Euro für End Polio Now gesammelt. Wie ist das gelungen?
Wir haben uns mit fünf Clubs am Bayerischen Untermain zusammengeschlossen. Die noch an der Aktion beteiligten Clubs waren: Aschaffenburg, Obernburg, E-Club Rhein Main International, Rotaract und Inner Wheel Aschaffenburg. Die Spendensumme kommt aus Clubmitteln und einer Benefizveranstaltung. Dafür haben wir ein Konzert im Weingut Frank Höflich in Großostheim organisiert. Das Weingut ist uns in jeder Hinsicht entgegengekommen – wegen der guten Sache. Ein Liedermacher ist mit seiner Band angereist und trat für uns auf. Die Idee entstand, weil Past-Governor Udo Feldheim die Band bei der Distriktkonferenz „verlost“ hatte. Dazu gab es ein großes Hands-on-Buffet, das unser Club selbst vorbereitet hat. Auch der Weinverkauf hat Spenden eingebracht.
Wieso fiel die Entscheidung dahingehend, ausgerechnet für End Polio Now zu spenden?
Wir versuchen jedes Jahr eine End-Polio-Now-Aktion zu machen. Im Vorjahr lag sie näher am Welt-Polio-Tag im Oktober. Diesmal hat der Termin nicht ganz gepasst. Aber uns war wichtig, das Engagement fortzusetzen.
Wie war die Stimmung an dem Abend?
Sehr positiv. Die Musik und die Texte waren persönlich, nachdenklich und teils politisch. Die Band hatte tolle Instrumente wie Gitarren, Mundharmonika und Querflöte. Wir hatten einen stimmungsvollen Rahmen mitten in den Weinbergen und eine starke Gemeinschaftsleistung. Nach Mitternacht haben wir noch zusammen abgebaut und den Abend nachklingen lassen. Auch das hat uns verbunden.
Doris Beier-Storch
ist Präsidentin des Rotary Clubs Aschaffenburg-Schönbusch und Schatzmeisterin im Distrikt 1950
Foto: Privat
Wie fiel die Beteiligung der Clubs aus?
Wir konnten rund 65 Gäste begrüßen. Unser Club hat erstmals ein solches Hands-on-Projekt in dieser Größenordnung gestemmt. Die anderen Clubs waren mit Spendern und ihren Präsidenten vertreten. Dazu kamen Rotary & Friends als externe Gäste.
Was hat dich am meisten gefordert?
Die Organisation kurz vor dem Termin. Zehn Clubmitglieder fielen krankheits-bedingt aus. Aber wir haben das zusammen geschafft. Mein Tipp für andere Clubs: früh starten und nicht zu knapp planen.
Was bewirkt das Spendenergebnis?
Mit den erlösten 37.500 Euro können etwa 80.000 Kinder gegen Polio geimpft werden. Das motiviert uns sehr. Es war ein Abend, der viel bewegt hat. Die Resonanz war durchweg begeistert. Viele wünschen sich eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Das nehmen wir gern auf.
In Kürze: Freundschaft international
Nach einem Besuch von litauischen Gästen im Mai reiste das Rotary-Friendship-Exchange-Team (RFE) des Distrikts 1950 nach Litauen. In Vilnius, Klaipėda und Trakai erlebten die Teilnehmer herzliche Gastfreundschaft, Kultur und engagierte rotarische Freundinnen und Freunde. Höhepunkt war die „Rotariada“ in Palanga – sportlich, fröhlich und voller Begegnungen. Das ICC-Meeting brachte neue Projekte in Gang. RFE zeigt: Internationale Verständigung lebt von persönlicher Nähe – Rotary pur.


























