Distrikt 1950Rotary vor Ort
von Matthias Gehler |
| Lesezeit: 3 Minuten

„Ein Abend, der viel bewegt hat“

Distrikt 1950: Aschaffenburg – Doris Beier-Storch im Gespräch über eine erfolgreiche End-Polio-Now-Aktion

Du bist Präsidentin des Rotary Clubs Aschaffenburg-Schönbusch und Schatzmeisterin im Distrikt. Dein Club hat 37.500 Euro für End Polio Now gesammelt. Wie ist das gelungen?

Wir haben uns mit fünf Clubs am Bayerischen Untermain zusammengeschlossen. Die noch an der Aktion betei­lig­ten Clubs waren: Aschaffenburg, Obernburg, E-Club Rhein Main International, Rotaract und Inner Wheel Aschaffenburg. Die Spendensumme kommt aus Clubmitteln und einer Benefizveranstaltung. Dafür haben wir ein Konzert im Weingut Frank Höflich in Großostheim organisiert. Das Weingut ist uns in jeder Hinsicht entgegengekommen – wegen der guten Sache. Ein Liedermacher ist mit seiner Band angereist und trat für uns auf. Die Idee entstand, weil Past-Governor Udo Feldheim die Band bei der Distrikt­konferenz „verlost“ hatte. ­Dazu gab es ein großes Hands-on-Buffet, das unser Club selbst vorbereitet hat. Auch der Weinverkauf hat Spenden eingebracht.

Wieso fiel die Entscheidung dahingehend, aus­gerechnet für End Polio Now zu spenden?

Wir versuchen jedes Jahr eine End-Polio-Now-Aktion zu machen. Im Vorjahr lag sie näher am Welt-Polio-Tag im Oktober. Diesmal hat der ­Termin nicht ganz gepasst. Aber uns war wichtig, das ­Engagement fortzusetzen.

Wie war die Stimmung an dem Abend?

Sehr positiv. Die Musik und die Texte waren persönlich, nachdenklich und teils politisch. Die Band hatte tolle Instrumente wie Gitarren, Mundharmonika und Querflöte. Wir hatten einen stim­mungsvollen Rahmen mitten in den Weinbergen und eine starke Gemeinschaftsleistung. Nach Mitternacht haben wir noch zusammen abge­baut und den Abend nachklingen lassen. Auch das hat uns verbunden.

Doris Beier-Storch

ist Präsidentin des Rotary Clubs Aschaffenburg-Schönbusch und Schatzmeisterin im Distrikt 1950

Foto: Privat

Wie fiel die Beteiligung der Clubs aus?

Wir konnten rund 65 Gäste begrüßen. Unser Club hat erstmals ein solches Hands-on-Projekt in dieser Größenordnung gestemmt. Die ­an­de­ren Clubs waren mit Spendern und ihren Präsidenten vertreten. Dazu kamen Rotary & Friends als externe Gäste.

Was hat dich am meisten gefordert?

Die Organisation kurz vor dem Termin. Zehn Clubmit­glieder fielen krankheits-bedingt aus. Aber wir haben das zusammen geschafft. Mein Tipp für andere Clubs: früh starten und nicht zu knapp planen.

Was bewirkt das Spendenergebnis?

Mit den erlösten 37.500 Euro können etwa 80.000 Kinder gegen Polio geimpft werden. Das motiviert uns sehr. Es war ein Abend, der viel ­bewegt hat. Die Resonanz war durchweg begeistert. Viele wünschen sich eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Das nehmen wir gern auf.


 

In Kürze: Freundschaft international

Nach einem Besuch von litauischen Gästen im Mai reiste das Rotary-Friendship-Exchange-­Team (RFE) des Distrikts 1950 nach Litauen. In ­Vilnius, Klaipėda und ­Trakai erlebten die Teilneh­mer herzliche Gastfreundschaft, Kultur und engagierte rota­ri­sche Freundinnen und Freunde. Höhe­punkt war die „Rota­riada“ in ­Palanga – sportlich, fröh­lich und voller Begeg­nun­gen. Das ICC-Meeting brachte neue Projekte in Gang. RFE zeigt: Internationale Verstän­digung lebt von persönlicher Nähe – Rotary pur.

Matthias Gehler

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