Distrikt 1841

Frieden, Kultur und zupackende Weltoffenheit

von Rainer Bonhorst | 
 |  Lesezeit: 2 Minuten

Renate Dendorfer-Ditges widmet ihr Governorjahr der Friedensarbeit, der Kultur, der Jugend und dem sozialen Engagement. Auch ein kräftiger Schub im Kampf gegen Polio ist geplant.

Eine erste Zwischenbilanz ist bereits möglich: „Meine Erwartungen wurden übertroffen. Bei den Club-Besuchen und bei einem ersten großen Kultur-Projekt durfte ich erleben, welche Kreativität, welche unglaublichen Ressourcen und welche positive Energie in Rotary stecken.“

Die „Tage des Streichquartetts“ haben gezeigt, „dass engagierte Rotarier auch in schwieriger Zeit Wege finden, unser kulturelles Leben wach zu halten und den Künstlern in ihrer persönlichen Corona-Krise zu helfen.“ Dies soll nicht das einzige vom Distrikt geförderte Kulturprojekt bleiben. Dem 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens in diesem Jahr wird auch unser Distrikt eine rotarische Aktion widmen, kündigt Renate Dendorfer-Ditges an.

Ein erster Höhepunkt des rotarischen Lebens war für den Distrikt die Herbsttagung des deutschen Governorrats, zu der RI-Präsident Holger Knaack nach Augsburg kam. Es sei etwas Besonderes gewesen, den ersten deutschen Weltpräsidenten als Gast zu haben.

Digital ist nun normal

An ihren ersten Club-Besuchen schätzt Renate Dendorfer-Ditges das Erlebnis, die Munterkeit und die Diversität des Clublebens kennengelernt zu haben. Corona hat unterschiedliche Formen, rotarische Freundschaft zu pflegen, notwendig gemacht. Das sei ein Anstoß, das rotarische Leben innovativ weiter entwickeln: „Das Digitale gehört, wie die E-Clubs belegen, zum modernen rotarischen Leben.“ Sie selber hat sich mit ihren Governor-Botschaften per Online-Video auf diesen Weg begeben.

Innovation braucht Jugend. Darum will sich Renate Dendorfer-Ditges der mit Rotary verbunden Jugend besonders widmen: „Es ist die Basis für unsere Zukunft, wenn sich junge Menschen bei Rotaract sozial und gesellschaftlich engagieren. Internationaler Jugendaustausch, Youth Camps und Kids Camps – all das ist von jungen Leuten gelebtes Rotary.“

Ebenso wichtig: die Tradition der internationalen Hilfeleistung, vor allem das großartige Programm „End Polio Now“. „Jedes Weltprojekt beginnt vor Ort,“ sagt die Governorin. „Der Kampf gegen die Kinderlähmung, der fast, aber noch nicht ganz gewonnen ist, soll in unserem Distrikt nochmal einen kräftigen Schub bekommen.“

Beiruthilfe und Brunnenbau

Vor Ort verankert, aber weltweit ausgerichtet – das soll auf vielerlei Weise die Philosophie dieses rotarischen Jahres sein: Akute Hilfen wie nach der entsetzlichen Explosions-Katastrophe in Beirut, kontinuierliche Unterstützung von Projekten wie Brunnen und Toiletten für Afrika und Lateinamerika. Und die weiteren Ziele dieses Governor-Jahres? „Projekte, die die Rolle der Frauen in aller Welt stärken, aber auch das Bewusstsein eines wertschätzenden und friedfertigen Miteinanders auf allen rotarischen Ebenen.“

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