Kurze Camps, lange Wirkung

Auf einen Blick: Ein Blick auf die Liste der Rotary-Sommercamps – und man möchte wieder Teenager sein, um sich auf der Stelle anzumelden
Während das Long-Term Exchange Program (LTEP) den meisten geläufig sein dürfte, sind Kurzzeit-Austausche wie Sommercamps eher unbekannt. Dabei dienen auch sie dem Ziel der Förderung von Freundschaft Gleichaltriger aus verschiedenen Nationen. Die Camps können touristisch geprägt sein, aber auch geschichtlichen, sportlichen oder kreativen Themen folgen. Sie sind weder eine reine Sightseeing-Reise noch mit einem Aufenthalt an einer Sprachschule vergleichbar. Im Mittelpunkt steht das Eintauchen in das Thema des Camps und in die Kultur des Gastlandes. Die Teilnehmer erleben das Gastland vor Ort und verstehen sich als Repräsentanten ihres Landes sowie als Botschafter ihres entsendenden Rotary Clubs. Und ganz nebenbei kann so ein Camp Lust auf mehr machen – vielleicht sogar auf einen Langzeitaustausch im nächsten Schuljahr.
Wissenswert
Claudia Sprakel
koordiniert beim Rotary Jugenddienst seit vielen Jahren die Aufgaben rund um die Sommercamps und betreut auch die entsprechenden Seiten auf rotary-austausch.de/camps. Die meisten der Angebote für Sommer 2026 stehen, es kann gebucht werden. Hier beantwortet sie die wichtigsten Fragen:
Foto: Privat
An wen richten sich die Sommercamps? An alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen – je nach Camp im Alter von 14 bis 25 Jahren. Meistens unabhängig von der Mitgliedschaft der Eltern in Rotary. Bei einigen gibt es zusätzliche Teilnahmevoraussetzungen, zum Beispiel sportliche Fitness oder ein bestimmtes Leistungsniveau – etwa bei einem Instrument oder einer Sportart.
Wie viele Camps gibt es pro Jahr und wo? Rund 60, davon circa 80 Prozent in Europa, vor allem Nord- und Westeuropa. Schnell ausgebucht sind meist die Angebote aus Finnland, Schweden und Dänemark. Gleichzeitig hat auch Osteuropa spannende und sehr gut organisierte Camps im Programm, etwa in Rumänien (siehe rechts, d. Red.).
Welche Themen gibt es? Die Themen sind praktisch unbegrenzt und wechseln von Jahr zu Jahr. Häufig stehen Kultur, Geschichte, Natur und Umwelt, Sprache oder Musik im Mittelpunkt, aber auch sportliche und kreative Schwerpunkte werden geboten.
Und die Kosten? In der Regel zahlt man für An- und Abreise, Kranken- und Haftpflichtver-sicherung, Taschengeld sowie die Einschreibepauschale (100 Euro). Außerdem für das Camp selbst, dessen Gebühren variieren: Eine aufwendige Spezialreise wie die Amazonastour kann mehrere Tausend Euro kosten, Camps wie zum Beispiel die Segeltörns in den Niederlanden können auch mal unter 100 Euro liegen.

Österreich: „Internationales Tenniscamp“
Professionelles Training für ambitionierte Nachwuchstalente in St. Pölten, 60 Kilometer westlich von Wien

Deutschland: „Hamburg, Lübeck und Schwerin“ und „Bergisches Land“
15 Clubs aus D1890 und D1940 laden zu einer Entdeckungstour in Norddeutschland ein. Der RC Wipperfürth-Lindlar/Romerike (D1810) präsentiert das Bergische Land

Brasilien: „Amazonas-Camp“
Auf dem Amazonas durch den Regenwald: zehn TageNatur pur. Wer will, bewirbt sich um einen ergänzenden Familienaufenthalt

Rumänien: „Zentralslowakei per Fahrrad“
Auf nach Osteuropa: Es gilt, die ehemalige Bergbaustadt Banská Štiavnica und mit Banská Bystrica das Zentrum der Region zu entdecken

Türkei: „Grundkurs Archäologie“
Der Nachwuchs reist zu Ausgrabungsstätten, Workshops und greift auch selbst zu Schaufel, Kelle und Pinsel

Taiwan:. „Roboter, Drohnen,. Halbleiter“.
Basiswissen über Automatisierung, Drohnen und Halbleiter mit praktischer Anwendung. Vorkenntnisse nicht unbedingt nötig




















