Geld: Looman!Forum
von Volker Looman |
| Lesezeit: 5 Minuten

Es geht um Ihr gutes Geld!

Geld: Looman! Volker Looman macht keine halben Sachen. Der langjährige FAZ-Autor spricht Missstände klar an und rechnet vor, wie es besser geht – in der einzigen Finanzkolumne für Best Ager. Nur hier im Rotary Magazin

Moin, werte Rotarier! Mein Name ist Looman, Volker Looman. Ich bin freiberuflicher Finanzanalytiker, lebe in Berlin und helfe Millionären bei der Strukturierung ihrer Privatvermögen. Und ich schreibe für mein Leben gern. Die einen von Ihnen kennen mich aus der FAZ. Ich habe für das Blatt der klugen Köpfe von 1988 bis 2024 gearbeitet. Die anderen von Ihnen erinnern sich (hoffentlich) an meine Beiträge in der Bild. Für die Zeitung mit den fetten Schlagzeilen war ich von 2015 bis 2017 tätig. Nun werden mich auch diejenigen von Ihnen, die mich bisher nicht kennen, in wenigen Monaten lieben und schätzen. Es geht um Ihr gu­tes Geld, verehrte Leser, und ich werde Ihnen, wenn Sie einverstanden sind, in Zukunft einmal im Monat finanziell auf den Zahn fühlen. Was hat mich zu diesem Schritt bewogen?

Ich bin Jahrgang 55 und habe in meinem Leben eine be­sondere Beziehung zu Eliten unter besonderer Berücksichtigung von Rotariern auf­ge­baut. Sie haben was in der Zwiebel, wie der Berliner über Leute urteilt, die nicht auf den Kopf gefallen sind. Sie sind in meinen Augen aus besonderem Holz geschnitzt. Wer aus dem Adel stammt, wurde geboren und nicht geworfen, wie Ihnen jeder Balte oder Johanniter zu berichten vermag. Wo Anwalt draufsteht, ist auch Jurist drin. Manager führen Firmen, Unternehmer sind keine Unterlasser, und Zahnärzte sind weder Klempner noch Radiologen. Sie neigen mit ständischem Selbstbewusstsein zu bürgerlichem Wider­stand, was mir als Sachse mit frie­si­schen Vorfahren beson­ders sympathisch ist. Sie sind Macher und Tüftler. Und Sie verdienen, wenn ich Ihre übli­chen Klagen über­höre, nicht (ganz) schlecht. Das müssen fürs Erste genügend Lobpreisun­gen sein – einverstanden?

Umgekehrt kenne ich wenige Menschen, die mit Geld so locker umgehen wie Sie. Mir ist bewusst, dass die­ Aussage harter Tobak ist, doch was zu sagen ist, sage ich am besten gleich. Sie leisten sich Autos, Urlaube und Villen, die nicht von Pappe sind. Ihr starker Steuerspartrieb scheint mir in manchen Fällen größer als Ihr Sexualtrieb zu sein. Ich könnte Ihnen stundenlang Geschich­ten über Pannen erzählen, die Anle­ger mit Bauherrenmodellen, Ostimmobilien, Flug­zeu­gen, Schiffen und Denk­mä­lern erlebt haben, und wer war stets mit von der Partie? Na ja, Sie wer­den schon ahnen, dass Sie gemeint sind, liebe Millionäre!

Wenn’s um Geld geht, sage ich nicht Sparkasse, sondern Bildung! Erfahrung und Wissen sind die beste Versicherung bei Geldgeschäften

 

Ich bin alt genug, um zu wissen, dass ich den Lauf der Welt nicht aufhalten kann. Ich bin kein Gutmensch, und ich setze mich auch nicht für den Erhalt der deutschen Weinbergschnecke ein. Wenn ich aber die Möglichkeit habe, auf Papier und mit Füllfederhalter vor fragwürdigen Angeboten bekannter Banken, Bausparkassen und Versicherungen zu warnen, dann kommt in mir der Frie­se durch: Lewwer duad üs slaav, lieber tot als Sklave! Mir gehen die finan­zielle und die geistige Freiheit über alles, und ich ha­be den Ein­druck, mit dieser Haltung auch bei Ihnen auf offene Ohren zu stoßen, schließlich haben wir kein Geld zu verschenken.

Wenn’s um Geld geht, sage ich nicht Sparkasse, sondern Bildung! Erfahrung und Wissen sind die beste Versicherung gegen Reinfälle bei Geldgeschäften. In diesem Sin­ne habe ich die klare Mission, Sie mit spitzer Feder vor Gauklern und Bänkelsängern zu warnen, die Sie um Ihr gutes Geld brin­gen wollen. Manchmal werde ich aber auch Ihnen auf die Füße treten müssen, weil zu einer sauberen Bauchlandung immer zwei Parteien gehören. Bitte nehmen Sie diese „Angrif­fe“ niemals persönlich, weil es mir um die hö­here Sache geht. Ich will Ihnen wichtige Informationen geben, die Sie in dieser Form nirgendwo bekom­men, und ich bin mir sicher, dass Sie mit diesem Wis­sen in Zukunft „bessere“ Ent­scheidun­gen über Ihr gutes Geld treffen können und werden!

Im Mittelpunkt meiner Artikel werden Fälle stehen, die ich irgendwo aufge­schnappt habe. Ich werde Ihnen schil­dern, wie junge Akademiker von den Da­men und Herren einschlägiger Vertriebs­gruppen auf flotten Partys zuerst einge­seift und hinterher mit teuren Versiche­rungen ra­siert werden. Sie dürfen lesen, wie sich Freiberufler mit großen Villen und hohen Krediten ihr finanzielles Grab schaufeln. Sie werden Einblicke be­kommen, was Ihre liebe Bank mit Ihrem guten Geld macht. Ich werde Ihnen erzählen, wie „überflüssiges“ Kapital sicher und zügig in Steuerspar­modelle entsorgt wird. Ich werde Ihnen darlegen, dass Sie in vielen Fällen viel reicher sind, als Sie denken. Und besonders am Herzen liegt mir, Ihnen bei der finanziellen Gestaltung des Lebensabends behilflich zu sein, damit Sie in Ruhe steinalt werden können. Kurzum: Es wird Ihnen bei der Lektüre meiner Artikel nicht langweilig werden. Werden Sie das aushalten?

Zur Person: Volker Looman

Jahrgang 1955, ist freiberuflicher Finanzanalytiker in Berlin. Er hat 35 Jahre für die FAZ gearbeitet. Nun schildert er im Rotary Magazin jeden Monat, wie der (Un-)Ruhestand vermögender Pensionäre und Rentner in finanzieller Hinsicht einfach, rentabel und sicher gestaltet werden kann.

volkerlooman.de

Ich werde Ihnen harte Kost lie­fern, doch ich werde, das ist Ehrensa­che, niemals Namen oder Orte nennen, wie und wo das passiert ist. Es gibt Anstand und Grenzen, die mir heilig sind. Sie sind alt und erfahren genug, um in mei­nen Geschichten zu er­ken­nen, worum es geht, und es liegt mir fern, Menschen bloßzustellen, doch das praktische Leben liefert die schönsten Geschichten. Wenn es Sie in den Fingern juckt, mir zu schreiben, weil Sie eine Frage oder einen Vorschlag haben, dann sollten Sie nicht lange fackeln und zur Feder greifen. Ich bin allerdings, das will ich Ihnen nicht verschweigen, ein „altmodischer“ Bursche mit einigen Ecken und Kanten.

Ich werfe digitale Post ohne Absender aus Prinzip in den Papierkorb. Sie müssen das Visier hochklappen, wenn Sie mir einen Brief schicken: Name, Vorname, Titel, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort. C’est le ton, qui fait la musique! Der Ton macht die Musik. Und wenn der nicht stimmt, werden Sie von mir keine Antwort erhalten. Das wäre für beide Seiten bedauerlich, weil der richtige Umgang mit Geld in meinen Augen und Ohren ein Thema ist, über das nicht genug ge­redet werden kann. Und achten Sie bitte auf Rechtschreibung und Satzzeichen; das sind wir unserer schönen Sprache schuldig. Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen, in welcher Form auch immer, und ich bin gespannt, was aus dieser Kolumne werden wird.

Volker Looman

Aus dem Magazin

Geduld
01 / 2026
Die Kraft des Singens
12 / 2025
Unter die Haut: Tattoos
11 / 2025
Die Rente ist sicher
10 / 2025
Als Gott auszog – Gedanken zur Umwidmung von Kirchen
09 / 2025
Österreich - Erinnerungen an die Zukunft
08 / 2025
Comeback des Sportvereins
07 / 2025
Man muss Menschen mögen
06 / 2025
Alles auf Anfang
05 / 2025
Cool Japan
04 / 2025
Mut zum Bruch: Deutschland nach der Wahl
03 / 2025
Gehasst oder geliebt?
02 / 2025
Wettrüsten im All: Wie Europa abghängt wird
01 / 2025
08/2024
08 / 2024
07/2024
07 / 2024
06/2024
06 / 2024
05/2024
05 / 2024
04/2024
04 / 2024
03/2024
03 / 2024
02/2024
02 / 2024
01/2024
01 / 2024