Es geht um Ihr gutes Geld!

Geld: Looman! Volker Looman macht keine halben Sachen. Der langjährige FAZ-Autor spricht Missstände klar an und rechnet vor, wie es besser geht – in der einzigen Finanzkolumne für Best Ager. Nur hier im Rotary Magazin
Moin, werte Rotarier! Mein Name ist Looman, Volker Looman. Ich bin freiberuflicher Finanzanalytiker, lebe in Berlin und helfe Millionären bei der Strukturierung ihrer Privatvermögen. Und ich schreibe für mein Leben gern. Die einen von Ihnen kennen mich aus der FAZ. Ich habe für das Blatt der klugen Köpfe von 1988 bis 2024 gearbeitet. Die anderen von Ihnen erinnern sich (hoffentlich) an meine Beiträge in der Bild. Für die Zeitung mit den fetten Schlagzeilen war ich von 2015 bis 2017 tätig. Nun werden mich auch diejenigen von Ihnen, die mich bisher nicht kennen, in wenigen Monaten lieben und schätzen. Es geht um Ihr gutes Geld, verehrte Leser, und ich werde Ihnen, wenn Sie einverstanden sind, in Zukunft einmal im Monat finanziell auf den Zahn fühlen. Was hat mich zu diesem Schritt bewogen?
Ich bin Jahrgang 55 und habe in meinem Leben eine besondere Beziehung zu Eliten unter besonderer Berücksichtigung von Rotariern aufgebaut. Sie haben was in der Zwiebel, wie der Berliner über Leute urteilt, die nicht auf den Kopf gefallen sind. Sie sind in meinen Augen aus besonderem Holz geschnitzt. Wer aus dem Adel stammt, wurde geboren und nicht geworfen, wie Ihnen jeder Balte oder Johanniter zu berichten vermag. Wo Anwalt draufsteht, ist auch Jurist drin. Manager führen Firmen, Unternehmer sind keine Unterlasser, und Zahnärzte sind weder Klempner noch Radiologen. Sie neigen mit ständischem Selbstbewusstsein zu bürgerlichem Widerstand, was mir als Sachse mit friesischen Vorfahren besonders sympathisch ist. Sie sind Macher und Tüftler. Und Sie verdienen, wenn ich Ihre üblichen Klagen überhöre, nicht (ganz) schlecht. Das müssen fürs Erste genügend Lobpreisungen sein – einverstanden?
Umgekehrt kenne ich wenige Menschen, die mit Geld so locker umgehen wie Sie. Mir ist bewusst, dass die Aussage harter Tobak ist, doch was zu sagen ist, sage ich am besten gleich. Sie leisten sich Autos, Urlaube und Villen, die nicht von Pappe sind. Ihr starker Steuerspartrieb scheint mir in manchen Fällen größer als Ihr Sexualtrieb zu sein. Ich könnte Ihnen stundenlang Geschichten über Pannen erzählen, die Anleger mit Bauherrenmodellen, Ostimmobilien, Flugzeugen, Schiffen und Denkmälern erlebt haben, und wer war stets mit von der Partie? Na ja, Sie werden schon ahnen, dass Sie gemeint sind, liebe Millionäre!
Wenn’s um Geld geht, sage ich nicht Sparkasse, sondern Bildung! Erfahrung und Wissen sind die beste Versicherung bei Geldgeschäften
Ich bin alt genug, um zu wissen, dass ich den Lauf der Welt nicht aufhalten kann. Ich bin kein Gutmensch, und ich setze mich auch nicht für den Erhalt der deutschen Weinbergschnecke ein. Wenn ich aber die Möglichkeit habe, auf Papier und mit Füllfederhalter vor fragwürdigen Angeboten bekannter Banken, Bausparkassen und Versicherungen zu warnen, dann kommt in mir der Friese durch: Lewwer duad üs slaav, lieber tot als Sklave! Mir gehen die finanzielle und die geistige Freiheit über alles, und ich habe den Eindruck, mit dieser Haltung auch bei Ihnen auf offene Ohren zu stoßen, schließlich haben wir kein Geld zu verschenken.
Wenn’s um Geld geht, sage ich nicht Sparkasse, sondern Bildung! Erfahrung und Wissen sind die beste Versicherung gegen Reinfälle bei Geldgeschäften. In diesem Sinne habe ich die klare Mission, Sie mit spitzer Feder vor Gauklern und Bänkelsängern zu warnen, die Sie um Ihr gutes Geld bringen wollen. Manchmal werde ich aber auch Ihnen auf die Füße treten müssen, weil zu einer sauberen Bauchlandung immer zwei Parteien gehören. Bitte nehmen Sie diese „Angriffe“ niemals persönlich, weil es mir um die höhere Sache geht. Ich will Ihnen wichtige Informationen geben, die Sie in dieser Form nirgendwo bekommen, und ich bin mir sicher, dass Sie mit diesem Wissen in Zukunft „bessere“ Entscheidungen über Ihr gutes Geld treffen können und werden!
Im Mittelpunkt meiner Artikel werden Fälle stehen, die ich irgendwo aufgeschnappt habe. Ich werde Ihnen schildern, wie junge Akademiker von den Damen und Herren einschlägiger Vertriebsgruppen auf flotten Partys zuerst eingeseift und hinterher mit teuren Versicherungen rasiert werden. Sie dürfen lesen, wie sich Freiberufler mit großen Villen und hohen Krediten ihr finanzielles Grab schaufeln. Sie werden Einblicke bekommen, was Ihre liebe Bank mit Ihrem guten Geld macht. Ich werde Ihnen erzählen, wie „überflüssiges“ Kapital sicher und zügig in Steuersparmodelle entsorgt wird. Ich werde Ihnen darlegen, dass Sie in vielen Fällen viel reicher sind, als Sie denken. Und besonders am Herzen liegt mir, Ihnen bei der finanziellen Gestaltung des Lebensabends behilflich zu sein, damit Sie in Ruhe steinalt werden können. Kurzum: Es wird Ihnen bei der Lektüre meiner Artikel nicht langweilig werden. Werden Sie das aushalten?
Zur Person: Volker Looman
Jahrgang 1955, ist freiberuflicher Finanzanalytiker in Berlin. Er hat 35 Jahre für die FAZ gearbeitet. Nun schildert er im Rotary Magazin jeden Monat, wie der (Un-)Ruhestand vermögender Pensionäre und Rentner in finanzieller Hinsicht einfach, rentabel und sicher gestaltet werden kann.
volkerlooman.deIch werde Ihnen harte Kost liefern, doch ich werde, das ist Ehrensache, niemals Namen oder Orte nennen, wie und wo das passiert ist. Es gibt Anstand und Grenzen, die mir heilig sind. Sie sind alt und erfahren genug, um in meinen Geschichten zu erkennen, worum es geht, und es liegt mir fern, Menschen bloßzustellen, doch das praktische Leben liefert die schönsten Geschichten. Wenn es Sie in den Fingern juckt, mir zu schreiben, weil Sie eine Frage oder einen Vorschlag haben, dann sollten Sie nicht lange fackeln und zur Feder greifen. Ich bin allerdings, das will ich Ihnen nicht verschweigen, ein „altmodischer“ Bursche mit einigen Ecken und Kanten.
Ich werfe digitale Post ohne Absender aus Prinzip in den Papierkorb. Sie müssen das Visier hochklappen, wenn Sie mir einen Brief schicken: Name, Vorname, Titel, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort. C’est le ton, qui fait la musique! Der Ton macht die Musik. Und wenn der nicht stimmt, werden Sie von mir keine Antwort erhalten. Das wäre für beide Seiten bedauerlich, weil der richtige Umgang mit Geld in meinen Augen und Ohren ein Thema ist, über das nicht genug geredet werden kann. Und achten Sie bitte auf Rechtschreibung und Satzzeichen; das sind wir unserer schönen Sprache schuldig. Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen, in welcher Form auch immer, und ich bin gespannt, was aus dieser Kolumne werden wird.


























