Rotary AktuellFoundation-Botschaft
von Holger Knaack |
| Lesezeit: 2 Minuten

Dauerhafter Wandel

Foundation Brief

Wenn wir über globale Projekte in Rotary sprechen, denken wir oft an die Zusammenarbeit zwischen zwei Clubs oder Distrikten, die für die Global-Grant-Förderung der Rotary Foundation erforderlich ist. Diese Zusammenarbeit bildet das Rückgrat unserer internationalen Grant-Projekte. Wir haben jedoch auch gesehen, dass Großprojekte eine noch größere Wirkung erzielen können, wenn sie wichtige Partner und eine langfristige Finanzierung gewinnen können. Diese Initiativen sind messbar und sichtbar und führen zu weiteren Partnern und zu neuen Rotary-Mitgliedern, die unser Wirken in Aktion sehen.

Das mit einem Programs-of-Scale-Grant geförderte Projekt „Together for Healthy Families in Nigeria“ (Gemeinsam für gesunde Familien in Nigeria) verkörpert diese Vision.

Der nigerianische Rotarier Dolapo Lufadeju ist Mitbegründer der Rotary Action Group for Reproductive, Maternal, and Child Health. Auf meine Frage, warum dieses Modell so erfolgreich ist, antwortete er wie folgt:

„Das 2022 ins Leben gerufene Programm ‚Together for Healthy ­Families in Nigeria‘ hat sich die Senkung der Mütter- und Neugeborenensterblichkeit um 25 Prozent zum Ziel gesetzt. Wir konzen-trieren uns auf die Ausbildung von Ärzten, Hebammen, Pflegepersonal und Gesundheitshelfern im Bereich Notfallgeburtshilfe, Neonatalpflege, respektvolle Entbindungspraktiken und lang wirksame reversible Kontrazeptiva. Der wichtigste Aspekt ist die Mitwirkung der Menschen im Gemeinwesen. Wir stehen im Dialog mit traditionellen, religiösen und jugendlichen Führungspersön-lichkeiten. Wir organisieren gemeinsame medizinische Beratungsdienste und Hausbesuche. Die Gesundheitsministerien der Bundesstaaten integrieren diese Ansätze zunehmend in ihre eigenen primären Gesundheitsmaßnahmen und nutzen dabei die von Rotary entwickelten Methoden. Unser elektronisches Datenerfassungssystem ermöglicht eine bessere Überwachung der Todesfälle bei Müttern und Kindern. Dieses gemeinwesenbasierte System erfasst nun auch Todesfälle von Müttern bei Hausgeburten, die zuvor nicht registriert wurden. Noch bedeutsamer sind der Rückgang der Müttersterblichkeit in den unterstützten Einrichtungen um 20 Prozent und der Rückgang der Neugeborenensterblichkeit um 28 Prozent, während der Besuch postnataler Kliniken um zehn Prozent zunahm.“

Auch ich gehöre der Aktionsgruppe an und verfolge dieses Projekt seit mehr als 20 Jahren. Im November konnte ich die hingebungsvolle Arbeit der Hebammen- und Pflegeteams vor Ort beobachten.

Diese Entwicklung zeigt, was möglich ist, wenn das Engagement von Rotary auf strategische Partnerschaften trifft.

Der Erfolg des Programms veranlasste den nigerianischen Philanthropen Sir Emeka Offor zu einer Spende von fünf Millionen Dollar, was die Ausweitung der Initiative ermöglichte. Andere Länder haben Interesse an diesem Modell bekundet. Jede Spende an die Rotary Foundation stärkt ihren Einfluss als globale Kraft für Veränderungen, die Ihren großzügigen Beitrag in einen dauerhaften Wandel umsetzt.

Holger Knaack

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