Rotary vor Ort

„Die Kinder haben viel Spaß”

von Sabine Meinert und Florian Quanz | 
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Zum Ende des Schuljahres gingen 1741 Kinder aus über 90 Hamburger Schulklassen beim Rotary Kindertag in Hagenbecks Tierpark auf Safari – und waren begeistert

Die Grundschüler, vor allem aus sozial herausfordernden Lebensumfeldern, hatten die Gelegenheit, exotische Tiere hautnah zu erleben – für viele erstmalig im Leben. Auch das Pavillondorf mit rund 20 Mitmachstationen, organisiert von insgesamt 35 rotarischen Gastgeberclubs, sorgte beim Hamburger Nachwuchs mit Spielen, Spaß und Wissen rund um vierbeinige und gefederte Tierparkbewohner, ebenso zu Naturschutz, Sicherheit, Bewegung und Ernährung, für großes Interesse. Angeboten wurde zum Beispiel ein echt kniffliges Naturquiz, ein Hüpf-Parcours, ein „Bio-Blick“ auf den Wasserkreislauf, Erste-Hilfe-Tipps, Technik-Basteleien oder Infos zur Arbeit der Polizei. Auch die Zooschule unterstützte mit Stationen im Park, um den Kindern einen neuen Blick auf Artenschutz und Tierhaltung zu ermöglichen.

„Die Kinder haben viel Freude und Spaß, und man kann ihnen wirklich was mitgeben“, so Hubertus Bitting vom RC Hamburg-Winterhude, der an der Wasserkreislauf-Station von Hamburg Wasser stand. „Sie lernen in ganz kurzer Zeit, wie dieser Wasserkreislauf funktioniert. Sie können dabei aktiv sein und Wasser pumpen. Diese Mischung ist toll.“ Diesen Eindruck teilte auch Lea Drahten vom RC Hamburg-Hanse: „Ich bin überwältigt, wie viele Kinder hier sind, und wie viel Spaß sie haben.“ Das Großartige: Viele Clubs ließen sich selbst etwas einfallen, um den Kindern eine Freude zu bereiten. So war der RC Schenefeld mit dem berühmten TV-Spiel „Eins, Zwei oder Drei“ vertreten, wo die Kinder Fragen rund um die Tierwelt spielerisch beantworten mussten. „Es ist toll, wie sie die Fragen beantworten. Da geht mir das Herz auf“, schilderte Robert Aldrup aus Schenefeld seine Erlebnisse. Sein Clubfreund Jan Pommerehn möchte solche Aktionen öfters erleben: „Es ist tatsächlich beeindruckend, was Rotary gelingen kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Und das sollten wir viel häufiger machen.“

Inklusion als Herzstück

Neben Torwand-Schießen punktete der Streichelzoo, der auch für die etwa 400 Kinder aus 23 inklusiven Einrichtungen, die am Nachmittag den Tierpark besuchten, ein absolutes Highlight war. So berichtete ein blinder Neunjähriger, dass er nun ein großer Fan der quirligen Ziegen aus dem Gehege ist. „Da war er nicht allein. Die hautnahe Begegnung mit unseren Tieren, das echte Erleben fern von Bildschirmen ist für viele am beeindruckendsten“, so Tierpark-Geschäftsführer Guido Westhoff, Mitglied im RC Hamburg-Hanse. Damit alle teilhaben konnten, waren die Wege rollstuhlgerecht geplant, und die Stationen der Zooschule so gestaltet, dass auch blinde und sehbehinderte Kinder über taktile und akustische Angebote mitmachen konnten.

Die teilnehmenden Schulen hatten mit den Kindern zuvor Dankeschön-Aktionen umgesetzt: Wildblumen für Bienen säen, Gemeinschaftsgärten pflegen, Müllsammelaktionen im Park oder älteren Menschen im Pflegeheim mit Gedichten und Liedern eine Freude machen. So wurde der Kindertag bei Hagenbeck ein Gewinn auch für andere. „Beim Check-In haben wir mit den Kindern hinreißende kleine Erlebnisse gesammelt. Die Kinder waren vielfach recht aufgeregt, weil sie zumeist erstmals zu Hagenbeck durften. Einige haben sich von sich aus bedankt, manche im ganzen Klassenverbund. Die Ankündigung eines kleinen Frühstücks im Pavillondorf hat häufig spontane Begeisterung ausgelöst", berichtete Volker Tschirch vom RC Hamburg-Volksdorf.

Ganz besonderes Lob

„Ich bin begeistert, was die Rotary Clubs in Hamburg auf die Beine gestellt haben. Es ist eine exzellente Idee gewesen, so etwas umzusetzen“, hob Past Governor Jörg Kutzim hervor. Ein Lob der besonderen Art erhielt Andreas Wende vom RC Hamburg-Volksdorf, der hauptverantwortlich für den Rotary Kindertag war. Roman Helbig, Mitglied beim RC Hamburg-International, rief am Morgen des Kindertages beim NDR-Radiosender 90,3 an: „Mein Hamburger des Tages ist Andreas Wende. Andreas hat es geschafft, über 280 Ehrenamtliche zusammenzubringen. Besonders toll finde ich, dass Inklusion mitgedacht wurde.“ Die Freude aller, die an diesem Tag beteiligt waren, war spürbar. „Es war mir eine große Freude, dabei zu sein und die glücklichen Kinder begleiten zu dürfen. Da ging mir von Minute Eins das Herz auf“, schwärmte Andrea Beyer, Subchair Gemeindienst vom Distrikt 1890.

Die Schirmherrin des Rotary Kindertags bei Hagenbeck, Hamburgs Schulsenatorin Ksenija Bekeris, ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit Mareike Wulf, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Franziska Hoppermann, Bundestagsabgeordnete der CDU, den Tierpark Hagenbeck an diesem Tag zu besuchen. Mitten im bunten Treiben konnten die drei Politikerinnen einen Eindruck gewinnen, wie viel Kinderlachen diese von gut 20 Unternehmen geförderte Aktion brachte. Auch die Organisatoren sehen den Kindertag als großen Erfolg: „Wir werden im nächsten Jahr wieder antreten – erneut mit zahlreichen Helfern aus der rotarischen Familie und großem Engagement für Kinder. Und zwar am 25. Juni 2027“, versprach Projektleiter Andreas Wende vom RC Hamburg-Volksdorf.

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