Rotary stärkt Rumäniens einziges stationäres Kinderhospiz

Mit Freude und Engagement stellen die Rotary Clubs Kirn an der Nahe (D1860), Sibiu Cibinium (D2241) und Ingelheim-International ein gemeinsames humanitäres Projekt vor, das im Rahmen eines Global Grants (GG2580012) die medizinische Versorgung und Lebensqualität schwerstkranker Kinder in Rumänien nachhaltig verbessern wird.
Im Zentrum des Projekts steht das Kinderhospiz des Dr.-Carl-Wolff-Vereins in Sibiu, das 2016 als erstes stationäres Kinderhospiz Rumäniens auf persönliche Initiative der evangelischen Theologin Ortrun Rhein gegründet wurde. Es ist Teil eines Drei-Generationen-Pflegekonzepts, das Altenheim, Erwachsenenhospiz und Kinderhospiz unter einem Dach vereint. Die Einrichtung bietet unheilbar kranken Kindern und ihren Familien einen Ort der Geborgenheit, des Trostes und der liebevollen Begleitung auf dem letzten Lebensweg. Die geplante Förderung umfasst die Anschaffung dringend benötigter medizinischer Geräte wie elektrische Pflegebetten, Schmerzpumpen, Sauerstoffkonzentratoren, einen beheizbaren Speisewagen und weitere Geräte für die zentrale Küche, die täglich rund 450 Mahlzeiten zubereitet – darunter auch individuell abgestimmte Spezialkost für die kleinen Patienten. Insgesamt beläuft sich das Projektbudget auf rund 70.000 USD, finanziert durch Beiträge aus Rotary Clubs, Distriktmittel, Stiftungen und privaten Spenden.

Die Projektidee entstand aus der langjährigen freundschaftlichen Verbindung von Bernd Schumacher, Rotary Club Kirn an der Nahe, mit Menschen und Institutionen Hermannstadts. Bereits während seines beruflichen Aufenthalts als Gymnasiallehrer am Nationalkolleg Samuel von Brukenthal und Gastdozent an der Babeş-Bolyai-Universität Cluj/ Klausenburg (2004–2008) lernte er die Arbeit des Dr.-Carl-Wolff-Vereins kennen und initiierte erste Hilfsaktionen. Diese persönliche Beziehung wurde zur Basis einer rotarischen Partnerschaft, die nun in einem nachhaltigen Förderprojekt mündet.
Die Bedeutung des Kinderhospizes in Sibiu/ Hermannstadt kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Es ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rumänien, die Kinder mit Beatmungsgeräten vollstationär betreut. Viele der kleinen Patienten kommen direkt aus der Geburtenklinik, oft von ihren Familien aufgegeben. Hier finden sie nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch menschliche Nähe, seelsorgliche Begleitung und – soweit möglich – Momente des Glücks.
Die laufenden Kosten des Hospizes werden zu etwa 35–40 % von der rumänischen Krankenkasse getragen. Die verbleibenden Mittel müssen durch Spenden gedeckt werden. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, dem Evangelischen Hospiz Frankfurt, dem Bayerischen Sozialministerium und Brot für die Welt. Rotary schenkt Hoffnung – und ein Stück Würde. „Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für Mitmenschlichkeit und internationale Solidarität“, sagt Hans-Jürgen Leuchs vom RC Ingelheim International.
„Wir laden alle Rotarier, besonders aber die Mitglieder des internationalen Länderausschusses D/A/RO/MD ein, sich diesem Anliegen anzuschließen und Teil einer Initiative zu werden, die Leben verändert – auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist, eine Zeit die bleibt.“ Oder wie ein rumänisches Sprichwort so schön sagt, „Omul sfânteşte locul!“ - „Der Mensch heiligt den Ort.“
Weitere Informationen zum Projekt und zur Spendenmöglichkeit finden Sie unter: www.carlwolff.ro
Ingelheim und Meddersheim im Oktober 2025























