Seriös oder Betrug? So erkennen Sie unseriöse Angebote

Ob in Zeitschriften, im Internet oder am Telefon: Betrüger nutzen unterschiedliche Wege, um Vertrauen zu gewinnen. Auch professionell gestaltete Anzeigen und überzeugende Versprechen sind keine Garantie für ein seriöses Angebot. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten und wo Sie verlässliche Informationen finden.
Bitte beachten Sie unseren Hinweis der Redaktion
Eine Anzeige in einer bekannten Zeitschrift wirkt vertrauenswürdig. Doch auch hier gilt: Wer ein Produkt kaufen, eine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder Geld investieren möchte, sollte sich vorab über den Anbieter informieren. Besonders vorsichtig sollte man werden, wenn außergewöhnliche Gewinne versprochen, schnelle Entscheidungen verlangt oder persönliche Daten abgefragt werden.
Die Polizeiliche Kriminalprävention und die Verbraucherzentralen informieren über verbreitete Betrugsmaschen und geben praktische Hinweise zum Schutz vor unseriösen Angeboten.
1. Anzeigenbetrug: Nicht alles ist so seriös, wie es aussieht
GrundtextBetrügerische Werbeanzeigen können professionell gestaltet sein und auf den ersten Blick glaubwürdig wirken. Mitunter werden bekannte Namen, vermeintliche Gütesiegel oder überzeugende Erfahrungsberichte eingesetzt, um Vertrauen zu schaffen.
Darauf sollten Sie achten: Prüfen Sie, wer hinter dem Angebot steht. Gibt es eine nachvollziehbare Firmenanschrift, ein vollständiges Impressum und unabhängige Informationen zum Anbieter? Seien Sie skeptisch, wenn Versprechen außergewöhnlich gut klingen oder sich wichtige Angaben nicht überprüfen lassen. Nutzen Sie möglichst unabhängig recherchierte Kontaktdaten, statt sich ausschließlich auf Telefonnummern oder Links aus der Anzeige zu verlassen.
Weitere Informationen: Polizei – Anzeigenbetrug erkennen
2. Anlagebetrug: Wenn hohe Gewinne versprochen werden
Besondere Vorsicht ist bei vermeintlich lukrativen Geldanlagen geboten. Betrüger werben häufig mit hohen Renditen, geringen Risiken oder exklusiven Investitionsmöglichkeiten. Nach einer ersten Kontaktaufnahme versuchen sie mitunter, durch persönliche Beratung und wiederholte Gespräche Vertrauen aufzubauen.
Anfangs werden möglicherweise Gewinne auf einer Plattform angezeigt. Später folgen Aufforderungen, weitere Beträge einzuzahlen. Die versprochenen Auszahlungen bleiben jedoch aus.
Darauf sollten Sie achten: Hohe Renditen ohne nennenswertes Risiko sind ein Warnsignal. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und überweisen Sie kein Geld, bevor Sie den Anbieter und das Geschäftsmodell unabhängig geprüft haben. Bei Finanzdienstleistungen kann auch ein Blick in die Unternehmensdatenbanken und Warnmeldungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hilfreich sein.
Weitere Informationen: Polizei – Cybertrading-Betrug
3. Unseriöse Anbieter: So überprüfen Sie ein Angebot
Nicht jeder Anbieter hält, was seine Werbung verspricht. Fehlende Kontaktdaten, zweifelhafte Kundenbewertungen oder undurchsichtige Vertragsbedingungen können Hinweise auf Probleme sein.
Auch ein professioneller Internetauftritt ist für sich genommen kein Beleg für Seriosität. Webseiten, Bewertungen und sogar vermeintliche Empfehlungen bekannter Persönlichkeiten können gefälscht werden.
Darauf sollten Sie achten: Recherchieren Sie den Unternehmensnamen, prüfen Sie die angegebenen Kontaktdaten und suchen Sie nach unabhängigen Erfahrungsberichten. Lesen Sie Vertragsbedingungen sorgfältig durch und achten Sie insbesondere auf Laufzeiten, Kündigungsfristen, Zusatzkosten und Zahlungsbedingungen. Eine Vorauszahlung sollte niemals allein aufgrund eines überzeugenden Werbeversprechens erfolgen.
Weitere Informationen: Verbraucherzentrale – Fälschungen im Netz erkennen
4. Unerwünschte Anrufe: Vorsicht bei telefonischer Kontaktaufnahme
Nicht selten folgt auf das Interesse an einem Angebot ein persönliches Gespräch. Telefonische Beratung ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Problematisch wird es jedoch, wenn Gesprächspartner Druck ausüben, Vertragsabschlüsse erzwingen möchten oder sensible Informationen verlangen.
Betrüger können zudem Telefonnummern manipulieren, sodass auf dem Display eine vermeintlich vertrauenswürdige Nummer erscheint.
Darauf sollten Sie achten: Geben Sie am Telefon keine Passwörter, Zugangsdaten oder sensiblen Bankinformationen preis. Lassen Sie sich nicht zu spontanen Entscheidungen drängen. Beenden Sie das Gespräch, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Möchten Sie ein Angebot prüfen, kontaktieren Sie das Unternehmen selbst über eine unabhängig recherchierte Telefonnummer.
Weitere Informationen: Polizei – Unerlaubte Werbeanrufe
5. Gewinnversprechen: Wenn der vermeintliche Gewinn Geld kostet
Sie haben gewonnen, obwohl Sie sich an keine Teilnahme erinnern? Oder sollen Sie zunächst Gebühren, Steuern oder Bearbeitungskosten bezahlen, um einen Gewinn zu erhalten?
Solche Forderungen sind typische Warnzeichen für betrügerische Gewinnversprechen. Häufig versuchen die Täter, ihre Opfer zu einer schnellen Zahlung oder zur Herausgabe persönlicher Daten zu bewegen.
Darauf sollten Sie achten: Zahlen Sie keine Gebühren, um einen angeblichen Gewinn zu erhalten. Geben Sie keine Kontodaten oder Ausweiskopien heraus, bevor Sie den Sachverhalt überprüft haben. Im Zweifel sollten Sie die Kontaktaufnahme beenden und sich an eine Verbraucherzentrale oder die Polizei wenden.
Weitere Informationen: Polizei – Betrug durch Gewinnversprechen
Was tun, wenn Sie einen Betrug vermuten?
Wenn Ihnen ein Angebot zweifelhaft erscheint, sollten Sie zunächst keine Zahlungen leisten und keine weiteren persönlichen Daten übermitteln. Bewahren Sie Anzeigen, Nachrichten, Vertragsunterlagen und Zahlungsbelege auf.
Haben Sie bereits Geld überwiesen oder sensible Daten weitergegeben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank beziehungsweise den betroffenen Zahlungsdienstleister. Erstatten Sie bei einem Betrugsverdacht Anzeige bei der Polizei. Die Verbraucherzentralen bieten darüber hinaus Informationen zu Verbraucherrechten und möglichen weiteren Schritten.
Hinweis der Redaktion
Die vorstehenden Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und Orientierung. Sie stellen keine rechtliche Beratung dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Rotary Verlags GmbH übernimmt keine Gewähr dafür, dass sich anhand der genannten Hinweise die Seriosität eines Anbieters oder Angebots abschließend beurteilen lässt. Auch das Fehlen typischer Warnsignale ist keine Garantie für die Vertrauenswürdigkeit eines Angebots.
Die Veröffentlichung einer Werbeanzeige in unseren Medien stellt keine Empfehlung oder Bestätigung der Seriosität des jeweiligen Anbieters durch die Redaktion dar. Für die Inhalte und Angebote der Werbetreibenden sind grundsätzlich die jeweiligen Anbieter verantwortlich; gesetzliche Verantwortlichkeiten bleiben unberührt.
Bei konkreten Zweifeln empfehlen wir, unabhängige Beratungsstellen, die Verbraucherzentrale oder die Polizei zu kontaktieren.





















