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» Sport spricht alle Sprachen «

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Vielsprachige Sprechblase: „Sport spricht alle Sprachen, Sport is a universal language!“ © RC Flensburg-Nordertor

Mit 15.000 Euro unterstützen die drei Flensburger Clubs ein Projekt zur Integration von Flüchtlingskindern in den Sportalltag an der Förde. Ein Pate der Aktion ist die Handball-Bundesligamannschaft der SG Flensburg-Handewitt.

Can Özren02.01.2016

Die Integration von Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft ist eine große Herausforderung. Noch größer sind die Chancen, alte Werte neu zu beleben und mit diesen eine Willkommenskultur zu schaffen. Mit Unterstützung der drei Flensburger Rotary Clubs haben Vereine und Institutionen in der Fördestadt ein umfangreiches Programm zur Einbindung von Flüchtlingskindern in das Trainingsprogramm und den Spielbetrieb der Sportclubs aufgelegt. Das Motto der Aktion lautet: „Sport spricht alle Sprachen, Sport is a universal language!“ Dahinter steckt die Erkenntnis, dass Menschen verschiedener Kulturen sich auch ohne Worte gut verstehen können, betont Projektleiter Gerd Pontius vom RC Flensburg-Nordertor. „Unser Grundgedanke ist, dass der Sport mit seiner kultur- und sprachenunabhängigen Zielsetzung eine Basis für ein gemeinsames Miteinander und gegenseitiges Verständnis schafft. Damit ist er ein möglicher Einstieg in eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft“, betont Pontius. Die Anschubfinanzierung in Höhe von 15.000 Euro übernahmen die drei Clubs, weitere 2500 Euro Spenden und Sachleistungen wie der Druck von Flyern durch Sponsoren kamen hinzu. Außer den Rotariern haben sich viele Sportvereine, die Stadt Flensburg, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie die Schulen dem Projekt angeschlossen. Mit ihrer Handball-Bundesligamannschaft ist die SG Flensburg-Handewitt ein Pate dieser Initiative.

Turnen, Judo, Fußball
Die weitere Finanzierung soll unter anderem durch den Verkauf eines T-Shirts erfolgen, das mit dem vielsprachigen Motto der Aktion wirbt. Um Flüchtlingskindern im Alter von sechs bis 16 Jahren die Teilnahme am Trainingsbetrieb zu ermöglichen, schaffen die Sportvereine Kapazitäten. Die Sportler beginnen mit Leichtathletik, Turnen, Judo und Fußball. Schwimmen oder HipHop-Tanz folgen. Die Teilnahme ist kostenlos. Flensburger Busunternehmen stellen gratis Busse zur Verfügung, die die Kinder und Jugendlichen zu den Sportstätten und Trainingsplätzen befördern.