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Race Across America

Vor dem härtesten Radrennen der Welt

Race Across America - Vor dem härtesten Radrennen der Welt
Auf dem Weg an die Ostküste der USA - zum Start des RAAM. Im Hintergund zu sehen: die großen Taschen mit den Rädern... © Kurt Matzler (alle Fotos)

... sollte eigentlich alles klappen. Aber es ist wie immer... Begleiten Sie das Rotary-Team - hier im ersten Tagebuch-Abschnitt.

13.06.2018

Das Tagebuch wird von Kurt Matzler, einem der vier Radfahrer im Team Rotary RAAMs Polio, gefüllt - Fotos bekommen wir vom ganzen Team.


16. Juni

Ready to race

Frühstück heute um 6 Uhr. Dann die letzten Vorbereitungen für die Inspection. Wir waren das erste Team gleich um 9 Uhr. In sieben Minuten war alles erledigt. Rekordzeit. Wie jedes Jahr hatte Darlene alles super vorbereitet.

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Wenn die Rennleitung zum Check der Räder kommt...
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Team-Mitglied Irene hat Geburtstag...-skuchen!

Um 11 Uhr Fototermin, dann zurück ins Hotel. Etwas Entspannung am Nachmittag. Um 17 Uhr offizielles RAAM-Meeting. Und dann noch Schokoladetorte zum Geburtstag von Irene. Happy Birthday!

Morgen um 12 .17 Uhr geht es dann los. Nach dem gemeinsamen Start werden Markus und Bob die erste Schicht übernehmen. Ruth und ich kommen dann um 22 Uhr in der Wüste an die Reihe. Unsere Nachtschicht wird zehn Stunden dauern bis 8 Uhr in der Früh.

Ich freue mich schon auf den Sonnenaufgang in der Wüste. Die Temperaturen sind Gott sei dank ziemlich moderat. Wir werden kaum 40° haben.


15. Juni 2018

9 Uhr früh, Pressekonferenz, es scheint noch alles in Ordnung...

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Pressekonferenz: Die Rotary-Radfahrer informieren ausführlich über den sozialen Zweck, der hinter ihrer Teilnahme steckt

Kurz darauf erhielten Kurt Matzler und das Polio-Team eine Warnung von der Rennleitung:

"Es gibt Meldungen über Sandhosen (Dust Devil). Solche Mini-Tornados können extrem gefährlich sein und könnten einen Radfahrer durchaus durch die Luft wirbeln. Seid vorsichtig!"

Der Kommentar der Polio-Racer: "Na, Mahlzeit! Das kann ja was werden." Denn die Radfahrer Kurt Matzler, Ruth Brandstätter, Markus Mayr und Bob McKinney sind noch nicht mal gestartet. Die neuen Nachrichten geben da noch mal einen Extra-Adrenalinschub. Hoffentlich geht alles glatt!

Steve Schoonover, 2017
Steve Schoonover im letzten Jahr beim Race

Doch es gibt auch Meldungen, über die man sich freuen kann: Steve Schonoover, der im vergangenen Jahr im Team war, will die Radfahrer am Montag an der Strecke empfangen. Das Team Rotary RAAMs Polio tritt ja als Vierer-Team an, deshalb wird er nur einen Fahrer anfeuern können - wer immer das sein wird. Alle anderen werden wohl nur aus den Begleitfahrzeugen winken - denn nach einer Etappe RAAM muss man sich einfach mal ausruhen.


 14. Juni 2018

Hertz-Attacke

Damit mit den Mietautos auch gar nichts schief läuft, hatten wir bei einem internationalen Anbieter gebucht. Um 9 Uhr waren wir gestern schon bei der Autovermietung. Da auch letztes Jahr nicht alles glatt lief, wollten wir rechtzeitig da sein. Gott sei Dank.

Denn erster Schock: Von den drei schriftlich bestätigten Reservierungen waren nur zwei im System. Der Autovermieter hatte nur zwei Autos für uns. Eine Reservierung war in seinem System schon abgelaufen. Unglaublich. Auch mit der schriftlichen Reservierungsbestätigung in der Hand war nichts zu machen.- Erst nach einer Stunde telefonieren und ewigen Verhandlungen bekamen wir schließlich ein drittes Auto zu den reservierten Konditionen.

Zweites Problem: Nur eines der drei Autos hat versenkbare Sitze. Da wir im Minivan hinten einen Liegeplatz brauchen, wird es nun extrem eng. Eine Dachreling haben die Minivans auch nicht. Damit können wir auch kein Gepäck auf das Dach geben. Das war natürlich nicht so geplant. Jetzt heißt es improvisieren: extrem Platz sparen, nur das Nötigste mitnehmen und das restliche Gepäck mit dem Koffertransport nach Annapolis schicken.

Gegen 14 Uhr waren wir endlich in Oceanside. Und alle anderen auch. Gott sei Dank!

Dann ging es schon an die Arbeit: Bis 21 Uhr haben wir die Räder zusammengebaut, Koffer ausgepackt, organisiert, Autos vorbereitet. Nur wie wir das mit dem Platzmangel hinkriegen sollen, ist uns immer noch nicht klar. Aber irgendwie wird's schon gehen. Das ist RAAM.

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Da waren die Autos einsatzfertig. Diese Cars begleiten die Rotary-Radfahrer auf der 4.800 km langen Strecke. Man beachte die pinkfarbenen Scheinwerfer-Wimpern an Ruths "Girlie Car" (links)... - Sie wollen es genauer sehen? KLICKEN SIE AUF DAS BILD!

Zumindest eine gute Nachricht: Kälteeinbruch in der Wüste. Wir werden wahrscheinlich bei "angenehmen" 40 Grad (plus!) die Wüste durchqueren. Und noch ein kleines Highlight: Das Team Rotary RAAMs Polio ist heute um 9 Uhr zur Pressekonferenz des Race Across America eingeladen!


13. Juni 2018

Der Start

Wir sind gestern (12. Juni 2018) gegen 15 Uhr in Los Angeles gelandet. Wie jedes Jahr mit etwas Hektik: Markus Mayr - einer der Radfahrer im Team - und seine Frau Irene (Betreuerin) hatten beim Check-In in München die koreanische Fußballmannschaft mit Sondergepäck vor sich stehen. Es dauerte daher ewig, bis sie ihre Räder einchecken konnten.

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Koreas Fußballer auf dem Weg zur WM hielten den ganzen Verkehr auf...

Dann gab es auch noch Probleme mit mit der Kreditkarte. Hinterher das volle Programm beim Security Check - mit Sonderprüfungen. Markus und Irene schafften es wirklich auf die letzte Minute in das Flugzeug. Wir waren alle schon ziemlich nervös, weil wir davon ausgingen, dass die zwei in München bleiben müssen.

In L.A. angekommen war der Transport zum Hotel in Studio City Los Angeles - mit letztlich vier Fahrrad-Koffern, sieben Personen und dem ganzen Gepäck - eine echte Challenge. Wir fanden dann aber eine super Shuttle-Möglichkeit. Abendessen natürlich gleich mexikanisch.

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Vor dem Rennen ist ein gemeinsames Essen Pflicht. Während des Rennens wird das nicht mehr möglich sein, denn einer fährt, einer schläft, ein anderer navigiert...

Andy Zemann und Irene Rohregger sind schon am Renn-Startort in Oceanside, Julia Mayr (Markus' Tochter) und Freund Rainer Lamprecht (alle aus dem Betreuerteam) treffen wir am 13. Juni. Sie sind schon da.

Jetzt bin ich schon seit Stunden wach, genauer gesagt: seit ein Uhr in der Früh - der Jetlag. Und wir können es kaum erwarten, die Mietautos abzuholen und nach Oceanside zu fahren, um alles für das Race vorzubereiten. Hoffentlich gibt es keine Probleme mit den Autos. Letztes Jahr war das ja alles nicht so einfach.

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Alles da? - Alles da! Das Team mit der Nummer T416 könnte antreten.