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Rotary Club Bochum

"Wir wollen einen Passport-Club gründen"

Rotary Club Bochum -
Ein Pionier unter den Rotariern: Ludwig Kalthoff vom RC Bochum

Dr. Ludwig Kalthoff vom Rotary Club Bochum möchte mit weiteren Mitstreitern den ersten Rotary EcoClub im deutschsprachigen Raum gründen. Wir haben ihn dazu befragt.

Florian Quanz01.05.2021

Was dürfen wir uns darunter genau vorstellen?

Wir wollen einen Passport-Club gründen, ein neues Format in unserer rotarischen Welt. Das bedeutet, dass wir einen Club mit deutschlandweiter, vielleicht sogar internationaler Mitgliedschaft gründen, der sich im Wesentlichen virtuell trifft, dass aber unsere Mitglieder auch Präsenzmeetings anderer Clubs besuchen. Außerdem sollen unsere Mitglieder ihr Engagement für Rotary dadurch dokumentieren, dass sie sich an mindestens einem Projekt beteiligen. Es soll ein themengebundener Club zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit sein.

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Bei einer virtuellen Tagung der Rotary Academy in Amsterdam zum Thema Wasser war uns aufgefallen, dass der Partner der Veranstaltung das Wasserausbildungsinstitut IHE in Delft gewesen war. Das ist ein Unesco-Institut, welches von Rotary gesponsert wird. Dabei kam mir die Idee, dass es so etwas auch zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit geben sollte, denn Bildungsangebote sind ein ganz wesentliches Instrument, um Bewusstsein für den Schutz der Umwelt zu schaffen, aber auch die erforderlichen Kompetenzen zu vermitteln, um wirksame Maßnahmen umzusetzen.

 

Ihr Ziel ist somit eine Institutsgründung?

Richtig. Das langfristige Ziel unseres Clubs ist der Aufbau eines internationalen Instituts. Das ist ein großes, aber machbares Ziel. Wir haben schon jetzt ein virtuelles Institutsgebäude geschaffen, welches unter der Internetadresse https://framevr.io/esrag betreten werden kann. Mehrere Hochschulprofessoren und -dozenten werden Mitglied im Club und sie bringen das nötige Know-How mit, um ein wirtschaftlich tragfähiges Institut zu gründen.  
Für die Gründung eines Bildungsinstituts sind viele kleine Schritte notwendig. Der erste wird sein,  kleine digitale Bildungsangebote, beispielsweise Videos, zu erstellen.

Um unseren Plan zu verwirklichen, haben wir bereits jetzt das Hands-on-Projekt „I fix the planet“  https://www.ifixtheplanet.org umgesetzt. Dabei handelt es sich um einen internationalen rotarischen Filmwettbewerb. Über 2100 Menschen aus der ganzen Welt haben sich registrieren lassen, um über mehr als 53 eingereichte Filme abzustimmen.  Diese wiederum bieten faszinierende Einblicke in Umweltprojekte von Rotariern und Rotaractern. Am 5. Juni, am internationalen Umwelttag, gibt unser RI-Präsident Holger Knaack bekannt, welche sieben Beiträge ausgezeichnet werden.

Beispielhaft für eine Reihe kleinerer Projekte, die gegenwärtig umgesetzt werden, ist ein unmittelbar wirksames Hands-on-Projekt eines unserer Gründungsmitglieder: Eine Müllsammelaktion im Englischen Garten in München. Auch darüber kann man ein Video produzieren, um die Idee zu verbreiten und an anderen Orten Nachahmer zu gewinnen. Ein großes Ziel und viele kleine Schritte auf dem Weg dorthin.

 


 

Die Initiatoren:

Ludwig Kalthoff und Volker Eichener vom RC Bochum

 

Die Mitglieder der Taskforce RC Planet D1900 iG:

Leonie Böker, Thomas Meuser, Andi Miller und Mojtaba Shamsrizi